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Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 14,0 Mrd. € um 0,4 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg resultierte aus stichtagsbedingt höheren Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie Währungskurseffekten, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Gegenläufig wirkten rückläufige Forderungsbestände im operativen Segment Deutschland.

Vertragsvermögenswerte

Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum Abschluss-Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2020 unverändert bei 2,0 Mrd. €. Die Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht entstandene Forderungen aus der – im Vergleich zur Rechnungsstellung – früheren Erfassung von Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in den Vertragsvermögenswerten erfasst.

Vorräte

Der Buchwert der Vorräte reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,6 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Verkäufen von hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten aufgrund einer Marketing-Aktion im operativen Segment USA. Gegenläufig wirkten positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, buchwerterhöhend.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 10,4 Mrd. € auf 128,4 Mrd. €: Zugänge in Höhe von 10,6 Mrd. € erhöhten den Buchwert. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC in den USA. T‑Mobile US hat 142 Lizenzen für 7,8 Mrd. € (9,3 Mrd. US‑$) ersteigert. Im operativen Segment Europa gab es Lizenzerwerbe von insgesamt 0,2 Mrd. €. Die im November 2020 durch die T‑Mobile Czech Republic ersteigerten 5G-Lizenzen in Höhe wurden im ersten Halbjahr 2021 in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. Darüber hinaus wurde in Ungarn die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb Spektrumlizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 3,1 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 3,3 Mrd. €.

Im Zuge der Neuausrichtung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden wurden im September 2020 die den betroffenen Geschäftsbereichen zugeordneten Vermögenswerte und Schulden im Wesentlichen von den operativen Segmenten Systemgeschäft und Europa in das operative Segment Deutschland übertragen. Die Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden veranlasste in Verbindung mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im dritten Quartal 2020 eine unterjährige anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte, bei der eine Verschlechterung der Geschäftsaussichten für das IT-Geschäft festgestellt wurde. In der Folge wurden Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im operativen Segment Systemgeschäft und auf immaterielle Vermögenswerte im Segment Group Headquarters & Group Services erfasst. Im ersten Halbjahr 2021 resultierten hieraus Wertminderungen in Höhe von 47 Mio. € auf in der Entwicklung bzw. im Bau befindliche immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Weitere Informationen zur der Wertminderung finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 6 „Immaterielle Vermögenswerte“.

Sachanlagen

Der Buchwert der Sachanlagen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. € auf 60,4 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 6,8 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte im operativen Segment USA sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa erhöhten den Buchwert. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 0,9 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 7,3 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,9 Mrd. €.

Nutzungsrechte

Der Buchwert der Nutzungsrechte hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 0,3 Mrd. € auf 30,6 Mrd. € erhöht: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 2,7 Mrd. €, u. a. infolge einer nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion sowie positiver Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 0,8 Mrd. €. Mindernd wirkten sich Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,2 Mrd. € aus.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Aktivierte Vertragskosten

Der Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30. Juni 2021 mit 2,3 Mrd. € um 0,1 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Die aktivierten Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen Segmente Deutschland, USA und Europa.

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 von 0,5 Mrd. € auf 0,9 Mrd. € erhöht. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Einrichtung eines Infrastrukturfonds. In Folge der Transaktion sind im operativen Segment Group Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte lag mit 9,1 Mrd. € um 0,6 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Dabei verringerte sich der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,5 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch das angestiegene Zinsniveau. Im Zusammenhang mit hinterlegten Barsicherheiten – insbesondere in Verbindung mit der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC im operativen Segment USA – verringerte sich der Buchwert um 0,4 Mrd. €. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhte sich im Saldo um 0,1 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Positive Bewertungseffekte entstanden aus der Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US in Höhe von 0,4 Mrd. € sowie bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,2 Mrd. €. Hingegen resultierten negative Bewertungseffekte in Höhe von 0,5 Mrd. € aus eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US u. a. aus der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen. Darüber hinaus wirkten Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland mit 0,2 Mrd. € buchwerterhöhend.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sank im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,4 Mrd. € auf 0,7 Mrd. €. Der Rückgang stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra B.V. zum 1. Juni 2021. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen waren zum 30. Juni 2021 die Vermögenswerte der das rumänische Festnetz-Geschäft im operativen Segment Europa betreibenden Telekom Romania Communications S.A. enthalten. Beide Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als „zur Veräußerung gehalten“ eingestuft.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-Verbindlichkeiten

In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2021 dargestellt:

in Mio. €

 

 

 

 

 

30.06.2021

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Restlaufzeit
> 1 bis 5 Jahre

Restlaufzeit
> 5 Jahre

Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten

91.749

5.534

29.034

57.180

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

4.480

1.429

2.151

899

Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen

481

53

0

428

Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall

3.513

626

2.254

633

Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten

7.020

2.505

1.995

2.520

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

1.916

1.637

146

134

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten

531

119

234

178

Finanzielle Verbindlichkeiten

109.690

11.902

35.815

61.973

Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 2,6 Mrd. € auf insgesamt 109,7 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 1,9 Mrd. €.

Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 4,0 Mrd. €. Erhöhend wirkten insbesondere die in der Berichtsperiode durch T‑Mobile US emittierten Anleihen (Senior Notes) in Höhe von insgesamt 9,8 Mrd. US‑$ (8,2 Mrd. €) mit Laufzeiten zwischen 2026 und 2031 und einer Verzinsung zwischen 2,25 % und 3,5 %. Buchwerterhöhend wirkten darüber hinaus die durch die Deutsche Telekom AG emittierten AUD-Anleihen von 0,1 Mrd. AUD (0,1 Mrd. €) sowie Euro-Anleihen von 0,1 Mrd. € Gegenläufig wirkten in der Berichtsperiode vorzeitige Tilgungen durch T‑Mobile US von Anleihen in Höhe von insgesamt 4,8 Mrd. US‑$ (4,0 Mrd. €) mit ursprünglichen Laufzeiten bis zwischen 2023 und 2026 und einer Verzinsung zwischen 5,125 % und 6,5 % sowie planmäßige Tilgungen im Konzern von Euro-Anleihen in Höhe von 1,4 Mrd. €. Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 1,6 Mrd. €.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €, bedingt im Wesentlichen durch planmäßige Tilgungen in der Berichtsperiode in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie einen Rückgang in Höhe von 0,3 Mrd. € im Zusammenhang mit Factoring im operativen Segment USA.

Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,5 Mrd. € (31. Dezember 2020: 3,9 Mrd. €) handelt es sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen. Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt, weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen der Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,5 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,1 Mrd. €.

Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten lag mit 7,0 Mrd. € um 0,2 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 0,3 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie im Abschnitt „Angaben zu Finanzinstrumenten“.

Der Buchwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich um insgesamt 0,3 Mrd. € auf 0,5 Mrd. € verringert, im Wesentlichen im Zusammenhang mit positiven Bewertungseffekten in der Berichtsperiode.

Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt „Angaben zu Finanzinstrumenten“.

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. € auf insgesamt 33,3 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,9 Mrd. €. Die im Zusammenhang mit der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossene Sale-and-Leaseback-Transaktion wirkte in Höhe von 0,4 Mrd. € buchwerterhöhend. Gegenläufig wirkten insbesondere die Aufgabe von ehemaligen Sprint Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA. Insgesamt sind Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mrd. € innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierte sich um 1,4 Mrd. € auf 8,3 Mrd. €, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern und rückläufige Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im operativen Segment USA zurückzuführen ist. Auch im operativen Segment Europa reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten dagegen buchwerterhöhend.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Der Buchwert der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,8 Mrd. € auf 5,9 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch eine positive Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte sowie Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen von 1,6 Mrd. € resultierte.

Im ersten Quartal 2021 wurden die Risikoleistungen (Tod in der Aktivphase und Invalidität) der außertariflichen Mitarbeiter in Deutschland neu gestaltet, wie es bereits auch für die tariflichen Mitarbeiter im vierten Quartal 2020 umgesetzt wurde. Durch die Neugestaltung der Risikoleistung von einer jährlichen Beitragszahlung (anteilig) hin zur Zahlung einer Pauschalleistung erteilt der Arbeitgeber zukünftig dienstzeitunabhängige Zusagen zur Risikoleistung. Damit werden künftig Auszahlungen der Risikoleistungen direkt im Jahr der Zahlung als Aufwand erfasst. Die nach der bisherigen Regelung zurückgestellten Beträge in Höhe von 0,1 Mrd. € wurden im ersten Quartal 2021 aufwandsmindernd aufgelöst.

Weitere Informationen zur Global Pension Policy und Planbeschreibung finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 15 „Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen“.

Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 um 0,5 Mrd. € auf 8,6 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den im ersten Halbjahr 2021 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile für das Vorjahr.

Übrige Schulden

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Schulden erhöhte sich um 0,4 Mrd. € auf 6,1 Mrd. €. Die Schulden aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Zusätzlich wirkten negative Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von Euro in US-Dollar, buchwerterhöhend.

Vertragsverbindlichkeiten

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,3 Mrd. € um 0,2 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst.

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,2 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €, im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra B.V. zum 1. Juni 2021. Zum 30. Juni 2021 sind in den Buchwerten die Schulden der das rumänische Festnetz-Geschäft im operativen Segment Europa betreibenden Telekom Romania Communications S.A. enthalten. Beide Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als „zur Veräußerung gehalten“ eingestuft.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Eigenkapital

Der Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. € auf 77,0 Mrd. €. Erhöhend wirkte sich der Überschuss in Höhe von 3,8 Mrd. € auf das Eigenkapital aus. Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital um 3,7 Mrd. €. Hier trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,1 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie die Gewinne aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,2 Mrd. € zum positiven sonstigen Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. € negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Vor allem infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint im Vorjahr hat sich der Anteil des Konzern-Eigenkapitals, der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfällt, deutlich erhöht. Die Entwicklung der Transaktionen mit Eigentümern und die Veränderung des Konsolidierungskreises in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zeigt die nachfolgende Tabelle:

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

30.06.2021

31.12.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital der Eigentümer des Mutter­unternehmens

Anteile anderer Gesellschafter

Gesamt Konzern-Eigenkapital

Eigenkapital der Eigentümer des Mutter­unternehmens

Anteile anderer Gesellschafter

Gesamt Konzern-Eigenkapital

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

0

0

17.329

17.329

Erwerb Sprint

0

0

0

0

17.331

17.331

Sonstige Effekte

0

0

0

0

(2)

(2)

Transaktionen mit Eigentümern

(106)

10

(96)

7.299

5.967

13.266

Erwerb Sprint

0

0

0

7.474

5.915

13.389

Aktienbasierte Vergütung T‑Mobile US

(126)

134

8

(207)

249

42

Aktienrückkauf Magyar Telekom

9

(38)

(29)

68

(83)

(15)

Aktienrückkauf OTE

(20)

(46)

(66)

(40)

(103)

(143)

Aktienrückkauf Hrvatski Telekom

(1)

(8)

(9)

5

(17)

(12)

Sale-and-Leaseback T‑Mobile Netherlands

32

(32)

0

0

0

0

Sonstige Effekte

0

0

0

(1)

6

5

5G
Neuer Kommunikations-Standard (ab 2020 Einführung): bietet Datenraten im Gigabit Bereich, führt Festnetz und Mobilfunk zusammen, unterstützt das Internet der Dinge.
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