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Europa

Kundenentwicklung

in Tsd.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30.09.2021

30.06.2021

Veränderung
30.09.2021/
30.06.2021
in %

31.12.2020

Veränderung
30.09.2021/
31.12.2020
in %

30.09.2020

Veränderung
30.09.2021/
30.09.2020
in %

Europa, gesamt

Mobilfunk-Kunden

46.391

45.788

1,3

45.619

1,7

45.743

1,4

Vertragskundena

27.430

27.172

0,9

26.844

2,2

26.628

3,0

Prepaid-Kundena

18.962

18.616

1,9

18.775

1,0

19.115

(0,8)

Festnetz-Anschlüsse

9.126

9.111

0,2

9.084

0,5

9.062

0,7

davon: IP-basiert

8.579

8.537

0,5

8.439

1,7

8.381

2,4

Breitband-Kundenb

7.114

7.059

0,8

6.943

2,5

6.856

3,8

TV (IPTV, Sat, Kabel)c

5.132

5.098

0,7

5.046

1,7

4.977

3,1

Teilnehmer-Anschluss­leitung (TAL)/ Wholesale PSTN

1.960

1.996

(1,8)

2.246

(12,7)

2.262

(13,4)

Breitband-Anschlüsse Wholesale

810

774

4,7

684

18,4

639

26,8

Griechenland

Mobilfunk-Kunden

6.985

6.935

0,7

6.914

1,0

7.071

(1,2)

Festnetz-Anschlüsse

2.607

2.605

0,1

2.589

0,7

2.584

0,9

Breitband-Kunden

2.274

2.252

1,0

2.185

4,1

2.141

6,2

Rumänien

Mobilfunk-Kunden

4.628

4.582

1,0

4.683

(1,2)

4.691

(1,3)

Festnetz-Anschlüsse

1.387

1.409

(1,6)

1.444

(3,9)

1.467

(5,5)

Breitband-Kunden

822

841

(2,3)

912

(9,9)

934

(12,0)

Ungarn

Mobilfunk-Kundena

5.582

5.503

1,4

5.427

2,9

5.425

2,9

Festnetz-Anschlüsse

1.796

1.778

1,0

1.759

2,1

1.742

3,1

Breitband-Kundenb

1.387

1.361

1,9

1.321

5,0

1.297

6,9

Polen

Mobilfunk-Kunden

11.425

11.290

1,2

11.198

2,0

11.071

3,2

Festnetz-Anschlüsse

29

30

(3,3)

31

(6,5)

31

(6,5)

Breitband-Kundenb

67

59

13,6

32

n.a.

22

n.a.

Tschechische Republik

Mobilfunk-Kunden

6.259

6.205

0,9

6.178

1,3

6.181

1,3

Festnetz-Anschlüsse

633

625

1,3

606

4,5

593

6,7

Breitband-Kunden

386

383

0,8

368

4,9

361

6,9

Kroatien

Mobilfunk-Kunden

2.326

2.273

2,3

2.253

3,2

2.292

1,5

Festnetz-Anschlüsse

879

881

(0,2)

885

(0,7)

888

(1,0)

Breitband-Kunden

633

630

0,5

625

1,3

623

1,6

Slowakei

Mobilfunk-Kunden

2.493

2.479

0,6

2.441

2,1

2.412

3,4

Festnetz-Anschlüsse

870

865

0,6

865

0,6

862

0,9

Breitband-Kunden

626

620

1,0

607

3,1

598

4,7

Österreich

Mobilfunk-Kunden

5.126

5.067

1,2

5.074

1,0

5.098

0,5

Festnetz-Anschlüsse

586

582

0,7

569

3,0

560

4,6

Breitband-Kunden

655

650

0,8

635

3,1

625

4,8

Übriged

Mobilfunk-Kunden

1.568

1.453

7,9

1.451

8,1

1.502

4,4

Festnetz-Anschlüsse

339

335

1,2

335

1,2

335

1,2

Breitband-Kunden

266

263

1,1

259

2,7

256

3,9

a

In Ungarn wurden zum 1. Januar 2020 im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition M2M-Karten ausschließlich dem Prepaid-Kundensegment zugeordnet.

b

Die Vorjahresvergleichswerte für Breitband-Kunden in Polen und Ungarn wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition rückwirkend angepasst.

c

Die Vergleichswerte für TV-Kunden in Kroatien wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition rückwirkend angepasst.

d

„Übrige“ enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Im operativen Segment Europa erzielten wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 wieder einen leichten Anstieg bei der Kundenentwicklung. In den ersten neun Monaten 2021 verzeichneten wir leichte Zuwächse bei den Festnetz-Kunden. Gerade das konvergente Produkt-Portfolio „MagentaOne“ erzielte durch die anhaltende Nachfrage einen Anstieg bei den FMC-Kunden um 8,7 % im Vergleich zum Jahresende 2020. Mit Hochdruck bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. Insgesamt konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden um 2,5 % erhöhen. Auch das Mobilfunk-Geschäft erzielte wiederholt leicht steigende Kundenzahlen – sowohl bei den werthaltigen Vertragskunden als auch bei den Prepaid-Kunden. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut voran: In den meisten Landesgesellschaften konnten wir den Vertrieb von 5G-Angeboten kommerziell starten.

Mobilfunk

Im operativen Segment Europa zählten wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 insgesamt 46,4 Mio. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresende 2020 zeigt sich somit ein leichtes Wachstum. Die Anzahl der werthaltigen Vertragskunden stieg um 2,2 %. Dabei wuchs der Vertragskundenbestand in allen Landesgesellschaften, insbesondere in Polen, der Tschechischen Republik und Österreich. Insgesamt blieb der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand nahezu unverändert stabil bei 59,1 %. Neben der reinen Kundenentwicklung haben wir das „Mehr-für-Mehr“-Prinzip in unserem Produkt-Portfolio erfolgreich fortgeführt, um die Werthaltigkeit pro Kunde nachhaltig zu steigern. Darüber hinaus profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum 30. September 2021 in den Ländern unseres operativen Segments 97,9 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 109 Mio. Einwohner. Auch die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres operativen Segments voran. So konnte bereits ein großer Anteil der Bevölkerung z. B. in Griechenland, Kroatien und Österreich an das 5G-Netz der Telekom angebunden werden.

Auch der Prepaid-Kundenbestand zeigte im Vergleich zum Jahresende 2020 ein leichtes Wachstum von 1,0 %. Mit Zuwächsen u. a. in Polen und Ungarn konnten wir die Rückgänge insbesondere in Rumänien überkompensieren. Darüber hinaus bieten wir unseren Prepaid-Kunden hochwertige Vertragstarife an, was sich ebenfalls positiv auf das Vertragskundengeschäft auswirkte.

Festnetz

Das Breitband-Geschäft ist zum 30. September 2021 gegenüber dem Vorjahresendwert um 2,5 % auf insgesamt 7,1 Mio. Kunden gewachsen. In fast allen Landesgesellschaften, insbesondere in Griechenland, Ungarn, Polen, Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei, erhöhten sich die Kundenbestände deutlich, außer in Rumänien. Mittels unserer stetigen Investitionen in zukunftsweisende Glasfaser-Technologien bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum Ende des dritten Quartals 2021 haben rund 6,7 Mio. Haushalte in unseren Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zu buchen. Der Anteil der IP-basierten Anschlüsse an den gesamten Festnetz-Anschlüssen stieg im selben Zeitraum auf 94,0 %. Insgesamt bewegte sich die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in unserem operativen Segment Europa mit 9,1 Mio. knapp über dem Vorjahresniveau.

Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum 30. September 2021 insgesamt 5,1 Mio. Kunden und zeigte damit ein leichtes Wachstum von 1,7 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Der TV-Markt ist in vielen Ländern unseres Segments bereits gesättigt; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. „OTT-Player“, die TV-Dienste anbieten.

FMC – Fixed Mobile Convergence

Unser konvergentes Produkt-Portfolio „MagentaOne“ erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir zum Ende der ersten neun Monate 2021 einen Bestand von 6,3 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg von 8,7 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn, Österreich und der Tschechischen Republik trugen zu diesem Wachstum bei. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt „MagentaOne Business“ mit steigenden Zuwachsraten.

Operative Entwicklung

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Q1 2021

Q2 2021

Q3 2021

Q3 2020

Veränderung in %

Q1-Q3 2021

Q1-Q3 2020

Veränderung in %

Gesamtjahr 2020

Gesamtumsatz

 

2.729

2.823

2.905

2.880

0,9

8.456

8.344

1,3

11.335

Griechenland

 

717

759

790

763

3,5

2.266

2.162

4,8

2.940

Rumänien

 

210

217

200

244

(18,0)

627

710

(11,7)

951

Ungarn

 

406

424

454

429

5,8

1.284

1.262

1,7

1.734

Polen

 

341

349

353

365

(3,3)

1.042

1.084

(3,9)

1.453

Tschechische Republik

 

269

280

283

268

5,6

832

789

5,4

1.072

Kroatien

 

219

223

235

247

(4,9)

678

675

0,4

917

Slowakei

 

190

194

197

190

3,7

581

562

3,4

773

Österreich

 

326

327

344

330

4,2

996

960

3,8

1.302

Übrigea

 

70

76

78

73

6,8

224

204

9,8

283

Betriebsergebnis (EBIT)

 

385

425

654

382

71,2

1.463

1.095

33,6

1.278

EBIT-Marge

%

14,1

15,1

22,5

13,3

 

17,3

13,1

 

11,3

Abschreibungen

 

(645)

(648)

(624)

(823)

24,2

(1.916)

(2.124)

9,8

(2.875)

EBITDA

 

1.029

1.073

1.278

1.205

6,1

3.380

3.219

5,0

4.153

EBITDA-wirksame Sondereinflüsse

 

(10)

(15)

80

30

n.a.

55

(60)

n.a.

(188)

EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)

 

1.039

1.088

1.198

1.175

2,0

3.325

3.279

1,4

4.341

EBITDA AL

 

936

979

1.185

1.094

8,3

3.101

2.893

7,2

3.722

EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse

 

(10)

(15)

80

30

n.a.

55

(60)

n.a.

(188)

EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)

 

946

994

1.105

1.064

3,9

3.046

2.953

3,1

3.910

Griechenland

 

298

304

342

326

4,9

944

899

5,0

1.199

Rumänien

 

37

44

56

50

12,0

137

120

14,2

153

Ungarn

 

106

133

154

139

10,8

392

377

4,0

520

Polen

 

95

100

100

98

2,0

295

290

1,7

378

Tschechische Republik

 

111

120

117

109

7,3

348

324

7,4

430

Kroatien

 

79

85

106

95

11,6

269

253

6,3

337

Slowakei

 

84

78

89

88

1,1

251

247

1,6

335

Österreichb

 

125

123

129

136

(5,1)

378

383

(1,3)

496

Übrigea

 

11

8

13

23

(43,5)

31

59

(47,5)

63

EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse)

%

34,7

35,2

38,0

36,9

 

36,0

35,4

 

34,5

Cash Capex

 

(485)

(386)

(453)

(431)

(5,1)

(1.324)

(1.431)

7,5

(2.216)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a

„Übrige“ enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro sowie die GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.

b

Zum 1. Januar 2021 wurde das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in das operative Segment Group Development verlagert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2021 einen Gesamtumsatz von 8,5 Mrd. €, gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 1,3 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresniveau.

Die organischen Zuwächse sind hauptsächlich auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. gestiegene Service-Umsätze mit höheren Margen, leicht gestiegene Roaming- und Visitoren-Umsätze sowie höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen. Eine gleichbleibende Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das Festnetz-Geschäft. Dabei konnten insbesondere die deutlich höheren Umsätze beim Breitband-Geschäft die Einbußen im Wholesale-Geschäft sowie die erwartungsgemäß geringeren Umsätze bei der Sprachtelefonie ausgleichen. Das Systemgeschäft war insgesamt rückläufig.

Die beste organische Umsatzentwicklung aus Länderperspektive hatten zum 30. September 2021 unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn und Österreich zu verzeichnen. Dadurch konnten wir die sinkenden Umsätze in Rumänien und Polen ausgleichen.

Im Privatkundenbereich erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum organisch um 2,3 %. Dazu beigetragen haben zum großen Teil höhere Mobilfunk-Umsätze: Sowohl die Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen Endgeräten stiegen an. Im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband-/TV-Geschäft dank unserer innovativen TV- und Entertainment-Angebote und des kontinuierlichen Ausbaus der Glasfaser-Technologie ein Plus bei der Umsatzentwicklung. Dadurch konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich wirkte sich auch eine höhere Anzahl an FMC-Kunden umsatzsteigernd aus.

Der Geschäftskundenbereich hat im Vorjahresvergleich eine stabile organische Umsatzentwicklung erreicht. Die ersten drei Quartale 2021 waren geprägt von steigenden Umsätzen in unserer Mobilfunk-Sparte. Treiber dafür sind die nach dem Corona-Lockdown wieder zunehmenden Roaming-Umsätze sowie ein Mehrbedarf an mobilen Daten durch hybrides Arbeiten. Aufgrund dieser Trends erleben wir eine Stagnation im Festnetz-Bereich. Zwar vertreiben wir erfolgreich Glasfaser-basierte Breitband-Dienste und bieten in Rumänien und Kroatien Festnetz-spezifische Sicherheitsfeatures für das Surfen im Internet an, jedoch ist der Trend zum mobilen Arbeiten spürbar. Das ICT-Geschäft verläuft im Vorjahresvergleich leicht rückläufig. In unseren Wachstumsthemen Cloud, Smart Cities und Security verkaufen wir unsere Lösungen an Großkunden und den öffentlichen Sektor weiterhin erfolgreich.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2021 ein bereinigtes EBITDA AL von 3,0 Mrd. € und lag damit um 3,1 % über dem Vorjahreszeitraum. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL um 5,0 % und verzeichnete damit weiterhin einen positiven Ergebnisbeitrag. Dazu trugen neben den positiven Effekten aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den indirekten Kosten, auch durch geringere Aufwendungen beim Personal, bei.

Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA AL auf die positive Entwicklung in allen unseren Landesgesellschaften, insbesondere aber in Griechenland, Österreich und Ungarn, zurückzuführen.

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % auf 3,1 Mrd. €. Der Ertrag aus Sondereinflüssen lag im Saldo bei 55 Mio. € gegenüber einem Aufwand aus Sondereinflüssen in der Vergleichsperiode in Höhe von minus 60 Mio. €. Grund für diese Veränderungen war die Auflösung einer in den Jahren 2010 und 2011 seitens OTE gebildeten sonstigen Personalrückstellung im Zusammenhang mit einer zusätzlichen Zahlung an den griechischen Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM in Höhe von 134 Mio. €. Im September 2021 wurde ein diesbezüglich geführtes Verfahren abgeschlossen. Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um 9,1 % an.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland. In Griechenland lagen die Umsätze mit 2,3 Mrd. € um 4,8 % über dem Vorjahr. Die gute Entwicklung im Mobilfunk-Bereich ist im Wesentlichen auf den Zugewinn neuer Vertragskunden zurückzuführen. Damit verbunden sind sowohl höhere Endgeräteverkäufe als auch höhere Service-Umsätze. Aufgrund der sich wieder zunehmend normalisierenden Reisetätigkeit entwickelten sich auch die Visitoren-Umsätze positiv. Der intensive Glasfaser- und Vectoring-Ausbau, einhergehend mit entsprechend höheren Kundenzahlen, beeinflusste das Festnetz-Geschäft zunehmend positiv. Hier erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2021 steigende Umsätze im Wesentlichen getrieben durch das Breitband-Geschäft. Ferner trug das Systemgeschäft zum Umsatzwachstum bei.

In den ersten neun Monaten 2021 lag das bereinigte EBITDA AL in Griechenland bei 944 Mio. € und stieg gegenüber dem Vorjahr somit um 5,0 %. Zu verdanken ist dies einer umsatzbedingt höheren Nettomarge. Die indirekten Kosten bewegten sich insgesamt auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Ungarn. Bis zum 30. September 2021 erzielten wir in Ungarn einen Umsatz von 1,3 Mrd. €. Damit entwickelte sich der Umsatz trotz negativer Währungskurseffekte leicht positiv. Organisch betrachtet lagen die Umsätze 4,3 % über dem Vorjahresniveau. Das Mobilfunk-Geschäft ist dabei der wesentliche Treiber. Vor allem die Service-Umsätze entwickelten sich positiv. Darüber hinaus konnten durch Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden positive Effekte auf das Endgerätegeschäft verzeichnet werden. Der Festnetz-Bereich entwickelte sich ebenfalls leicht positiv mit steigenden Umsätzen im TV- sowie im Breitband-Geschäft, beides durch eine höhere Kundenbasis. Auch das Systemgeschäft trug zur Umsatzsteigerung bei. Unser Konvergenzangebot „MagentaOne“ entwickelte sich weiterhin erfolgreich mit einer erneut gestiegenen Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 392 Mio. € um 4,0 % über dem Vorjahresniveau. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 6,4 %. Dieses Wachstum ist insbesondere auf die höheren Umsätze zurückzuführen, die den Anstieg der Kosten mehr als ausgleichen.

Polen. In Polen reduzierten sich die Umsätze in den ersten neun Monaten 2021 um 3,9 % auf 1,0 Mrd. €. Verursacht war dies durch negative Währungskurseffekte. Organisch betrachtet reduzierten sich die Umsätze lediglich um 1,2 %. Dabei verzeichnete das Mobilfunk-Geschäft leichte Rückgänge aus reduzierten National Roaming-Umsätzen. Im Festnetz-Geschäft konnten wir die Anzahl der FTTH-Kunden deutlich steigern und damit die Basis für weiteres Breitband-Wachstum schaffen.

Das bereinigte EBITDA AL lag zum 30. September 2021 mit 295 Mio. € um 1,7 % über der Vorjahresperiode. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL v. a. infolge geringerer Kosten um 4,6 % an.

Tschechische Republik. In den ersten neun Monaten 2021 lagen die Umsätze in der Tschechischen Republik bei 832 Mio. € und somit um 5,4 % über dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet stiegen die Umsätze um 2,9 % an. Dabei lagen die Mobilfunk-Umsätze über dem Niveau des Vorjahres. Das geht im Wesentlichen auf das Geschäft der Service-Umsätze (ohne Visitoren) mit höheren Margen zurück, begleitet von höheren Endgeräteumsätzen. Daneben erweist sich auch das Festnetz-Geschäft mit seinem Breitband- und TV-Geschäft erneut als Umsatztreiber. Die Anzahl der Breitband-Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an. Im Bereich des Systemgeschäfts konnten wir ebenfalls Umsätze hinzugewinnen.

Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 % auf 348 Mio. €. Organisch betrachtet stieg das Ergebnis hauptsächlich umsatzbedingt um 5,1 %.

Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2021 einen Umsatz von 996 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 3,8 % und ist im Wesentlichen auf Zuwächse bei den Service-Umsätzen mit höheren Margen zurückzuführen. Der Verkauf von mobilen Endgeräten leistete ebenso einen positiven Umsatzbeitrag. Die Visitoren-Umsätze unterlagen noch einem leicht negativen Einfluss. Die Umsätze im Festnetz-Geschäft entwickelten sich ebenfalls positiv. Das Breitband-Geschäft erzielte deutliche Zuwachsraten, u. a. infolge einer höheren Kundenbasis und höherwertigerer Tarife.

Das bereinigte EBITDA AL sank zum 30. September 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf 378 Mio. €. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development, stieg das bereinigte EBITDA AL aufgrund der positiven Umsatzeffekte deutlich um 9,8 % an. Ein wesentlicher Beitrag kommt aus der Realisierung von Synergieeffekten sowie aus der Ausweitung konvergenter Produktangebote.

EBIT

Unser operatives Segment Europa wies in den ersten neun Monaten 2021 eine Steigerung des EBIT um 368 Mio. € auf. Neben einem um 161 Mio. € höheren EBITDA fielen die Abschreibungen um 208 Mio. € niedriger aus. Dabei lagen die planmäßigen Abschreibungen leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Hier wirkten sich v. a. die ausgesetzten Abschreibungen aufgrund des am 30. September 2021 vollzogenen Verkaufs des als zur Veräußerung gehaltenen Festnetz-Geschäfts in Rumänien aus. Im dritten Quartal des Vorjahres führten außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der seinerzeit geplanten Veräußerung des rumänischen Festnetz-Geschäfts zu einer unterjährigen Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte des im Konzern verbleibenden rumänischen Mobilfunk-Geschäfts in Höhe von insgesamt 160 Mio. €. Begründet war diese Wertminderung durch den Wegfall der bisherigen MVNO-Vereinbarungen.

Cash Capex

Zum 30. September 2021 wies das operative Segment Europa einen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % niedrigeren Cash Capex von 1,3 Mrd. € aus. Dieser Rückgang ist auf geringere Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen, v. a. in Ungarn, zurückzuführen. Wir investieren weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband- und Glasfaser-Technologie sowie in 5G.

5G
Neuer Kommunikations-Standard (ab 2020 Einführung): bietet Datenraten im Gigabit Bereich, führt Festnetz und Mobilfunk zusammen, unterstützt das Internet der Dinge.
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FMC – Fixed Mobile Convergence
Beschreibt das Zusammenwachsen (Konvergenz) von Festnetz- und Mobilfunk-Tarifen bei Kunden, die sowohl einen Festnetz- als auch einen Mobilfunk-Vertrag bei der Deutschen Telekom haben.
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FTTH – Fiber to the Home
(engl.) – Glasfaser bis ins Haus. Als FTTH bezeichnet man in der Telekommunikation das Verlegen von Glasfaserkabeln bis in die Wohnung des Kunden.
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Festnetz-Anschlüsse
Anschlüsse in Betrieb ohne Eigenverbrauch und ohne öffentliche Telekommunikationseinrichtungen, einschließlich IP-basierter Anschlüsse. In den Darstellungen des zusammengefassten Lageberichts wurden die Summen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet. Prozentwerte wurden auf Basis der dargestellten Werte berechnet.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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ICT – Information and Communication Technology
(engl.) – Informations- und Kommunikationstechnologie.
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IP – Internet Protocol
Herstellerneutrales Transport-Protokoll der Schicht 3 des OSI-Referenzmodells für die netzüberschreitende Kommunikation.
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LTE – Long Term Evolution
Die Mobilfunk-Technik 4G nutzt u. a. Mobilfunk-Frequenzen im 800 MHz-Band, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind. Mit den reichweitenstarken Fernsehfrequenzen lassen sich große Flächen mit deutlich weniger Sendemasten als bisher erschließen. LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von mehr als 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload.
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MVNO – Mobile Virtual Network Operator
(engl.) – mobiler, virtueller Netzbetreiber. Dienstleister, die vergleichsweise günstige Gesprächsminuten ohne Gerätesubventionen anbieten und dabei über kein eigenes Mobilfunknetz verfügen, sondern als Service Provider auf die Netzinfrastruktur der großen Mobilfunk-Anbieter zurückgreifen.
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Mobilfunk-Kunden
Im zusammengefassten Lagebericht entspricht jede Mobilfunk-Karte einem Kunden. In den Darstellungen wurden die Summen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet. Prozentwerte wurden auf Basis der dargestellten Werte berechnet (siehe auch SIM-Karten).
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OTT-Player – Over-the-Top-Player
Anbieter von IP-basierten und plattformunabhängigen Diensten wie z. B. Social Media.
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Prepaid
(engl.) – im Voraus bezahlt. Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen im Voraus bezahlte Kommunikationsleistungen in Form von Guthaben ohne vertragliche Bindung.
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Roaming
Bezeichnet die Nutzung eines Kommunikationsendgeräts oder auch nur die Nutzung der Teilnehmeridentität in einem anderen Netzwerk (Visited Network) als dem Heimat-Netzwerk (Home Network). Hierzu ist erforderlich, dass die Betreiber der beiden Netzwerke ein Roaming-Abkommen getroffen haben sowie die erforderlichen Signalisierungs- und Datenverbindungen zwischen ihren Netzen geschaltet haben. Roaming kommt z. B. zum Tragen bei der länderübergreifenden Nutzung von Mobiltelefonen und Smartphones.
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Service-Umsätze
Sind von Mobilfunk-Kunden generierte Umsätze aus Diensten (d. h. Umsätze aus Sprachdiensten – eingehenden und abgehenden Gesprächen – sowie Datendiensten), zuzüglich Roaming-Umsätzen, monatlicher Grundgebühren und Visitoren-Umsätzen.
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Vectoring
Durch die Vectoring-Technologie werden elektromagnetische Störungen zwischen den Leitungen ausgeglichen – dadurch sind höhere Bandbreiten möglich. Um diesen Ausgleich zu ermöglichen, muss der Betreiber allerdings die Kontrolle über sämtliche Leitungen haben, d. h. andere Betreiber können keine eigene Technik an den Kabelverzweigern installieren.
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Wholesale
(engl.) – Großhandel. Bezeichnung für die Abgabe von Leistungen an Dritte, die diese ihren Endkunden direkt oder verarbeitet zur Verfügung stellen.
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