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Europa

Kundenentwicklung

Kundenentwicklung – Europa

in Tsd.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30.09.2026

30.06.2026

Veränderung 30.09.2026/
30.06.2026
in %

31.12.2025

Veränderung 30.09.2026/
31.12.2025
in %

30.09.2025

Veränderung 30.09.2026/
30.09.2025
in %

Europa, gesamt

Mobilfunk-Kunden

47.468

47.007

1,0

47.172

0,6

50.747

(6,5)

Vertragskundena

25.888

25.660

0,9

25.590

1,2

27.273

(5,1)

Prepaid-Kunden

21.580

21.347

1,1

21.582

0,0

23.474

(8,1)

Festnetz-Anschlüssea,b

9.088

9.052

0,4

8.712

4,3

8.708

4,4

Breitband-Kundena

7.829

7.752

1,0

7.395

5,9

7.318

7,0

TV (IPTV, Sat, Kabel)

4.554

4.514

0,9

4.468

1,9

4.419

3,1

Teilnehmeranschlussleitung (TAL)/Wholesale PSTN

1.004

1.073

(6,4)

1.220

(17,7)

1.285

(21,8)

Breitband-Anschlüsse Wholesale

1.241

1.238

0,3

1.219

1,8

1.211

2,5

Griechenland

Mobilfunk-Kundena

7.080

7.101

(0,3)

7.105

(0,3)

7.160

(1,1)

Festnetz-Anschlüssea,b

3.145

3.182

(1,2)

3.164

(0,6)

3.222

(2,4)

Breitband-Kundena

2.378

2.386

(0,3)

2.361

0,7

2.359

0,8

Ungarn

Mobilfunk-Kunden

6.654

6.602

0,8

6.610

0,7

6.569

1,3

Festnetz-Anschlüsseb

2.004

1.947

2,9

1.936

3,5

1.927

4,0

Breitband-Kunden

1.707

1.690

1,0

1.665

2,5

1.649

3,5

Polen

Mobilfunk-Kundena

13.518

13.302

1,6

13.531

(0,1)

13.639

(0,9)

Festnetz-Anschlüssea,b

345

346

(0,4)

18

n.a.

18

n.a.

Breitband-Kundena

809

771

4,9

496

63,1

457

77,3

Tschechische Republik

Mobilfunk-Kunden

6.571

6.621

(0,8)

6.643

(1,1)

6.632

(0,9)

Festnetz-Anschlüsseb

960

944

1,7

913

5,1

893

7,5

Breitband-Kunden

598

587

1,8

562

6,4

550

8,8

Kroatien

Mobilfunk-Kunden

2.671

2.575

3,7

2.539

5,2

2.654

0,7

Festnetz-Anschlüsseb

875

865

1,1

888

(1,5)

854

2,4

Breitband-Kunden

688

673

2,1

674

2,0

672

2,3

Slowakei

Mobilfunk-Kunden

2.370

2.361

0,4

2.324

2,0

2.314

2,4

Festnetz-Anschlüsseb

814

819

(0,6)

801

1,7

803

1,4

Breitband-Kunden

688

683

0,7

675

2,0

669

2,8

Österreich

Mobilfunk-Kunden

6.657

6.629

0,4

6.596

0,9

6.568

1,4

Festnetz-Anschlüsseb

595

600

(0,8)

606

(1,9)

608

(2,2)

Breitband-Kunden

652

655

(0,4)

660

(1,3)

662

(1,5)

Rumänien

Mobilfunk-Kunden

0

0

n.a.

0

n.a.

3.334

(100,0)

Übrigec

Mobilfunk-Kunden

1.947

1.816

7,2

1.825

6,7

1.879

3,6

Festnetz-Anschlüsseb

351

349

0,5

386

(9,2)

383

(8,5)

Breitband-Kunden

309

306

1,1

302

2,4

301

2,9

a

Zum 1. Januar 2026 wurden in Polen und Griechenland aufgrund einer Definitionsänderung Kunden von Mobilfunk zu Festnetz verschoben. Die Vorjahreswerte wurden nicht rückwirkend angepasst.

b

Zum 1. April 2026 wurde der Ausweis der Festnetz-Anschlüsse bezüglich des Wholesale-Geschäfts vereinheitlicht. Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend angepasst.

c

„Übrige“ enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Zum 30. September 2026 zeigte das operative Segment Europa ohne die Berücksichtigung der Effekte aus der Definitionsänderung in Polen und Griechenland insgesamt eine positive Kundenentwicklung gegenüber dem Jahresendwert 2025. So verzeichneten wir bei den Vertragskunden im Mobilfunk einen Anstieg um 2,1 % und bei den Breitband-Kunden um 2,4 %. Mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio erreichten wir durch die anhaltende Nachfrage einen deutlichen Anstieg bei den FMC-Kunden um 3,8 %. Im Bereich der Netzinfrastruktur kommen wir gut voran: Mit Priorität bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser weiter aus. Auch der Ausbau des 5G-Netzes geht kontinuierlich weiter.

Mobilfunk

Zum 30. September 2026 zählten wir im operativen Segment Europa insgesamt 47,5 Mio. Mobilfunk-Kunden. Die Anzahl stieg um 0,6 % gegenüber dem Vorjahresendwert. In Polen und Griechenland wurde aufgrund einer Definitionsänderung ein Teil der Mobilfunk-Kunden zu Festnetz verschoben. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts zeigte die Anzahl der Mobilfunk-Kunden ein Wachstum von 1,2 %.

Die Anzahl der Vertragskunden stieg um 1,2 % auf 25,9 Mio. Kunden. Ohne Berücksichtigung der Definitionsänderung erhöhte sie sich um 2,1 %. Insgesamt belief sich der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand auf 54,5 %. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie profitieren unsere Kunden von einer hohen Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. Auch die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres operativen Segments weiter voran. Zum 30. September 2026 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 95,4 % der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt und somit eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr realisiert.

Der Prepaid-Kundenbestand bewegte sich gegenüber dem Vorjahresendwert auf nahezu unverändertem Niveau. Dabei konnten wir einen Teil unserer Prepaid-Kunden davon überzeugen, in höherwertige Vertragstarife zu wechseln.

Festnetz

Das Breitband-Geschäft hat sich gegenüber dem Jahresende 2025 um 5,9 % auf insgesamt 7,8 Mio. Kunden erhöht. Ohne Berücksichtigung der Definitionsänderung in Polen und Griechenland lag das Wachstum bei 2,4 %. Dieser Zuwachs, v. a. getrieben durch die Landesgesellschaften in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik, konnte den Rückgang, im Wesentlichen in Österreich, kompensieren. Mittels unserer stetigen Investitionen in Glasfaser bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum 30. September 2026 haben 12,0 Mio. Haushalte (Abdeckung von 45,6 %) Zugang zu unserem leistungsfähigen Glasfasernetz, das Gigabit-Geschwindigkeiten ermöglicht. Gegenüber dem Jahresende 2025 gewannen wir 686 Tsd. anschließbare Haushalte hinzu. Die Anzahl aller gebuchten Festnetz-Anschlüsse erhöhte sich zum 30. September 2026 mit 9,1 Mio. Anschlüssen um 4,3 % gegenüber dem Jahresendwert 2025 aufgrund der Definitionsänderung in Polen und Griechenland. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts reduzierten sich die Anschlüsse um 3,0 % gegenüber dem Vorjahresende.

Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum 30. September 2026 insgesamt 4,6 Mio. Kunden und lag mit einem Plus von 1,9 % über dem Vorjahresendniveau. Der TV‑Markt ist in vielen Ländern unseres operativen Segments bereits gesättigt. Hier sind neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. OTT-Player tätig, die ebenfalls TV‑Dienste anbieten.

FMC – Fixed Mobile Convergence und Digitalisierung

Unser konvergentes Produkt-Portfolio MagentaOne erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir zum 30. September 2026 einen Bestand von 9,2 Mio. FMC-Kunden. Damit stieg der Bestand um 3,8 % gegenüber dem Vorjahresende an. Fast alle Landesgesellschaften, insbesondere Polen, Griechenland, die Tschechische Republik und Ungarn, trugen zu dem Wachstum bei. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt MagentaOne Business mit steigenden Kundenzahlen.

Die digitale Interaktion mit unseren Kunden bauen wir weiter aus, um individueller und effizienter auf die Kundenbedürfnisse einzugehen sowie Produkte und innovative Dienstleistungen schneller am Markt zu platzieren. Unsere Service-App nutzen rund 72 % unserer Privatkunden.

Operative Entwicklung

Operative Entwicklung – Europa

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Q1-Q3
2026

Q1-Q3
2025

Veränderung
in %

Q1
2026

Q2
2026

Q3
2026

Q3
2025

Veränderung
in %

Gesamtjahr 2025

Umsatz

 

9.565

9.349

2,3

3.089

3.164

3.312

3.179

4,2

12.652

Griechenland

 

2.598

2.548

2,0

859

856

883

874

1,0

3.464

Ungarn

 

1.854

1.655

12,0

569

622

662

561

18,2

2.270

Polen

 

1.335

1.287

3,7

430

441

465

431

7,9

1.746

Tschechische Republik

 

1.005

951

5,7

330

333

342

328

4,2

1.291

Kroatien

 

802

776

3,3

250

263

289

276

4,9

1.049

Slowakei

 

663

646

2,6

220

218

225

216

4,0

883

Österreich

 

1.102

1.115

(1,2)

363

363

376

378

(0,6)

1.507

Rumänien

 

0

177

(100,0)

0

0

0

55

(100,0)

177

Übrigea

 

253

249

1,3

79

82

91

87

5,0

335

Service-Umsatzb

 

8.030

7.654

4,9

2.610

2.670

2.750

2.632

4,5

10.284

EBITDA

 

4.077

3.891

4,8

1.300

1.352

1.425

1.357

5,0

5.098

EBITDA-wirksame Sondereinflüsse

 

(75)

(45)

(66,8)

(24)

(33)

(18)

(9)

(92,8)

(97)

EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)

 

4.152

3.935

5,5

1.325

1.385

1.443

1.366

5,6

5.195

EBITDA AL

 

3.688

3.473

6,2

1.171

1.222

1.295

1.221

6,0

4.553

EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse

 

(75)

(72)

(3,6)

(24)

(33)

(18)

(14)

(27,5)

(124)

EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)

 

3.763

3.545

6,2

1.196

1.255

1.313

1.235

6,3

4.677

Griechenland

 

1.053

1.022

3,0

338

343

371

360

3,1

1.374

Ungarn

 

777

680

14,2

245

259

272

231

17,7

889

Polen

 

393

360

9,3

122

137

134

125

7,0

475

Tschechische Republik

 

456

408

12,0

149

158

149

134

11,0

548

Kroatien

 

304

296

2,7

90

92

121

118

2,8

395

Slowakei

 

298

301

(1,1)

101

103

95

98

(3,0)

397

Österreich

 

421

433

(2,7)

134

140

147

150

(2,3)

555

Rumänien

 

0

(7)

100,0

0

0

0

(3)

100,0

(7)

Übrigea

 

61

53

15,5

16

22

24

21

9,8

52

EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse)

%

39,3

37,9

 

38,7

39,7

39,6

38,8

 

37,0

Abschreibungen

 

(1.948)

(1.957)

0,5

(639)

(652)

(657)

(646)

(1,7)

(2.609)

Betriebsergebnis (EBIT)

 

2.129

1.933

10,1

662

700

768

711

8,0

2.489

EBIT-Marge

%

22,3

20,7

 

21,4

22,1

23,2

22,4

 

19,7

Cash Capex

 

(1.589)

(1.622)

2,0

(587)

(480)

(522)

(440)

(18,8)

(2.250)

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)

 

(1.464)

(1.402)

(4,5)

(476)

(466)

(522)

(439)

(18,9)

(2.029)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

 

a

„Übrige“ enthält die Landesgesellschaften in Nordmazedonien, Montenegro sowie die GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.

b

Zum 1. Januar 2026 wurde die Definition des Service-Umsatzes geändert. Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend angepasst.

Umsatz, Service-Umsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte in der Berichtsperiode einen Umsatz von 9,6 Mrd. €, gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 2,3 %. Organisch betrachtet, also ohne Berücksichtigung der Veräußerung des rumänischen Mobilfunk-Geschäfts und insgesamt positiver Währungskurseffekte, erhöhte sich der Umsatz um 2,5 %. Die Service-Umsätze wuchsen gegenüber der Vorjahresperiode um 4,9 % bzw. organisch um 4,6 %. Zu diesem Wachstum trugen alle Landesgesellschaften bei. Dabei hatten im Wesentlichen unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik die höchsten absoluten Entwicklungen zu verzeichnen.

Der organische Zuwachs bei den Service-Umsätzen wird von Wachstum in fast allen Geschäftsbereichen getragen, insbesondere durch IT und Mobilfunk. Das Mobilfunk-Geschäft zeigt durch das Wachstum bei den Vertragskunden und durch einen höheren Umsatz pro Kunde einen positiven Umsatzbeitrag. Zudem stiegen auch die Service-Umsätze im Festnetz-Geschäft gegenüber der Vorjahres­periode an. Durch den konsequenten Ausbau unserer Highspeed-Netzinfrastruktur wuchsen die Breitband- und TV‑Umsätze und konnten die Einbußen bei den erwartungsgemäß rückläufigen Umsätzen der Sprachtelefonie mehr als ausgleichen. Dem standen Rückgänge beim Wholesale-Geschäft und bei den Non-Service-Umsätzen gegenüber.

Im Privatkundenbereich erhöhten sich die Service-Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode organisch um 3,8 %. Im Mobilfunk-Geschäft stiegen die Service-Umsätze sowohl aufgrund einer höheren Vertragskundenbasis als auch eines höheren Umsatzes pro Kunde. Die Zuwächse im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband- und TV‑Geschäft dank unseres kontinuierlichen Glasfaser-Ausbaus sowie unseres TV- und Entertainment-Angebots. Somit konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich hatte eine höhere Anzahl an FMC-Kunden positive Effekte auf die Umsatzentwicklung.

Die organischen Service-Umsätze mit Geschäftskunden wuchsen um 8,7 % gegenüber der Vorjahresperiode, wobei Griechenland, die Slowakei und Kroatien den größten Beitrag leisteten. Alle Segmente zeigten positive Wachstumsraten, insbesondere bei Festnetz und IT. Im Festnetz-Geschäft stiegen die Service-Umsätze um 4,2 %, wobei v. a. Griechenland und die Tschechische Republik den größten Beitrag leisteten. Die IT-Umsätze stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich um 24,6 %, was auf einen Anstieg des Geschäfts mit digitaler Infrastruktur zurückzuführen ist. Das Mobilfunk-Geschäft wuchs um 1,5 % gegenüber der Vorjahresperiode, getrieben durch ein Kundenwachstum bei den Vertragskunden um 2,2 %.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Die gute operative Umsatzentwicklung trug in der Berichtsperiode zu einem starken Wachstum des bereinigten EBITDA AL um 6,2 % auf 3,8 Mrd. € bei. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 4,0 %. Aus Länderperspektive war dieser Anstieg auf positive absolute Entwicklungen insbesondere in der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen und Griechenland zurückzuführen. Insgesamt ist die Ergebnissteigerung für das operative Segment Europa hauptsächlich der positiven Nettomarge zu verdanken. Die indirekten Kosten lagen auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Unser EBITDA AL bewegte sich mit 3,7 Mrd. € bzw. einem Plus von 6,2 % über dem Niveau der Vorjahresperiode. Der Aufwand aus Sondereinflüssen blieb im Saldo auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland. Im Berichtszeitraum lagen die Umsätze in Griechenland mit 2,6 Mrd. € um 2,0 % über dem Niveau der Vorjahresperiode. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere Service-Umsätze, v. a. im Bereich IT, zurückzuführen. Nach Auslaufen der staatlichen Förderung im dritten Quartal 2026 dürfte sich die Wachstumsdynamik der IT-Umsätze zukünftig abschwächen. Auch im Mobilfunk-Geschäft konnten die Service-Umsätze gesteigert werden. Die Umsätze im Festnetz-Geschäft wiesen im Vergleich zur Vorjahresperiode ein leichtes Wachstum auf, das auf höhere Umsätze im Breitband- und TV‑Geschäft zurückzuführen ist. Dem standen erwartungsgemäß niedrigere Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie und geplante Rückgänge im Wholesale-Geschäft gegenüber. Die Non-Service-Umsätze verzeichneten einen deutlichen Rückgang, der durch die gesunkenen Transitumsätze für Sprachtelefonie getrieben ist. Unser Konvergenzangebot wird weiterhin gut angenommen: Wir verzeichneten erneut gestiegene Kundenzahlen und entsprechende Umsätze.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 1,1 Mrd. € um 3,0 % über der Vorjahresperiode, im Wesentlichen getrieben durch eine höhere Nettomarge.

Ungarn. In Ungarn erzielten wir in den ersten neun Monaten Umsätze von 1,9 Mrd. €, d. h. sie stiegen gegenüber der Vorjahresperiode deutlich um 12,0 %. Ohne Berücksichtigung von im Wesentlichen positiven Währungskurseffekten wiesen die Umsätze ein Wachstum um 3,2 % auf. Wesentlicher Treiber waren höhere Service-Umsätze im Mobilfunk-Geschäft, auch bedingt durch einen höheren Umsatz pro Kunde. Dank unserer verstärkten Investitionen in den Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen überzeugten wir viele Kunden von unseren Angeboten. Somit konnten wir entsprechend deutlich höhere Service-Umsätze im Breitband-Geschäft generieren. Auch das TV‑Geschäft trug zu der Umsatzerhöhung bei. Die IT-Umsätze entwickelten sich stabil. Die Non-Service-Umsätze wuchsen aufgrund einer gestiegenen Anzahl von Festnetz-Endgeräten an. Unser Konvergenzangebot entwickelte sich weiterhin erfolgreich mit einer erneut gestiegenen Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 777 Mio. € um 14,2 % deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode. Organisch betrachtet weist es ein Wachstum von 5,1 % auf, getrieben durch eine höhere Nettomarge.

Polen. In Polen erzielten wir in den ersten drei Quartalen 2026 Umsätze von 1,3 Mrd. €, d. h. sie wuchsen um 3,7 %. Ohne Berücksichtigung negativer Währungskurseffekte wiesen die Umsätze einen Anstieg um 4,4 % auf. Wesentlicher Wachstumstreiber waren die Service-Umsätze im Mobilfunk-Geschäft, was auf eine höhere Vertragskundenbasis und einen höheren Umsatz pro Kunde zurückzuführen ist. Darüber hinaus konnten wir im Festnetz-Geschäft deutliche Zuwächse der Breitband- und TV‑Umsätze verzeichnen, ebenfalls infolge einer höheren Kundenbasis und eines höheren Umsatzes pro Kunde. Die IT-Umsätze reduzierten sich. In den Non-Service-Umsätzen verzeichneten wir einen Anstieg, im Wesentlichen getrieben durch einen gesteigerten Verkauf mobiler Endgeräte. Die Anzahl unserer FMC-Kunden erhöhte sich erneut deutlich und führte zu entsprechend höheren Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 393 Mio. € um 9,3 % deutlich über dem Niveau der Vorjahresperiode. Organisch betrachtet ist ein Wachstum von 10,1 % zu verzeichnen. Dieses Ergebnis ist auf eine gestiegene Nettomarge zurückzuführen.

Tschechische Republik. In der Tschechischen Republik erwirtschafteten wir im Berichtszeitraum Umsätze in Höhe von 1,0 Mrd. € und wiesen somit ein Wachstum von 5,7 % gegenüber der Vorjahresperiode aus. Ohne Berücksichtigung positiver Währungskurseffekte wiesen die Umsätze einen Anstieg um 3,4 % auf. Die Service-Umsätze erhöhten sich, was zum einen auf Steigerungen im Festnetz, insbesondere im Breitband- und TV‑Geschäft, zurückging. Zum anderen zeigten auch die Mobilfunk-Umsätze positive Wachstums­raten. Die Umsätze beider Geschäftsbereiche stiegen aufgrund einer jeweils höheren Kundenbasis. Auch die IT-Umsätze wiesen eine deutliche Erhöhung auf. Die Anzahl unserer FMC-Kunden wuchs in der Berichtsperiode mit entsprechenden Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich um 12,0 % auf 456 Mio. €. Organisch betrachtet ist ein Wachstum von 9,5 % zu verzeichnen. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer höheren Nettomarge.

Österreich. In den ersten neun Monaten 2026 lagen die Umsätze in Österreich mit 1,1 Mrd. € um 1,2 % unter dem Vorjahreswert. Das resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Non-Service-Umsätzen aufgrund der Beendigung einer Geschäftsbeziehung. Die Service-Umsätze wiesen einen stabilen Verlauf auf. Die Umsätze mit unseren FMC-Kunden erhöhten sich in der Berichtsperiode.

Das bereinigte EBITDA AL ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 % auf 421 Mio. € zurück. Dieses Ergebnis ist durch positive Einmaleffekte im Vorjahr getrieben.

Betriebsergebnis (EBIT)

Unser operatives Segment Europa wies in den ersten drei Quartalen 2026 einen deutlichen Anstieg des EBIT um 10,1 % auf 2,1 Mrd. € aus. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das höhere EBITDA. Die Abschreibungen entwickelten sich leicht rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch die Veräußerung unseres Mobilfunk-Geschäfts in Rumänien im Vorjahr.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum), Cash Capex

In der Berichtsperiode wies unser operatives Segment Europa einen im Vergleich zur Vorjahresperiode höheren Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) von 1,5 Mrd. € aus. Unser Cash Capex ging aufgrund geringerer Auszahlungen für Spektrum gegenüber der Vorjahresperiode zurück. Wir investieren weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband, Glasfaser und 5G.

5G
Bezeichnung für den seit 2020 eingeführten Mobilfunk-Standard, der Datenraten im Gigabit-Bereich, v. a. auf den 3,6- und 2,1-GHz-Frequenzen, bietet, Festnetz und Mobilfunk zusammen führt und das Internet der Dinge unterstützt.
Zum Glossar
AL – after leases
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2019 berücksichtigt die Deutsche Telekom bei der Definition der finanziellen Leistungsindikatoren die Auswirkungen der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 „Leases“. Zur Ermittlung des „EBITDA after leases“ (EBITDA AL) wird das EBITDA um die Abschreibungen der aktivierten Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-Verbindlichkeiten angepasst. Bei der Ermittlung des „Free Cashflow after leases“ (Free Cashflow AL) wird der Free Cashflow um die Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten angepasst.
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FMC – Fixed Mobile Convergence
Das Zusammenwachsen (Konvergenz) von Festnetz- und Mobilfunk-Tarifen bei Kunden, die sowohl einen Festnetz- als auch einen Mobilfunk-Vertrag bei der Deutschen Telekom haben.
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Festnetz-Anschlüsse
Im zusammengefassten Lagebericht fallen hierunter Anschlüsse in Betrieb ohne Eigenverbrauch und ohne öffentliche Telekommunikationseinrichtungen, einschließlich IP-basierter Anschlüsse. In den Darstellungen wurden die Summen und prozentualen Veränderungen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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Glasfaser-Anschlüsse
Gesamtzahl aller FTTx-Anschlüsse (z. B. FTTC/VDSL, Vectoring sowie FTTH).
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Mobilfunk-Kunden
Im zusammengefassten Lagebericht entspricht jede Mobilfunk-Karte einem Kunden (siehe auch SIM-Karte). In den Darstellungen wurden die Summen und prozentualen Veränderungen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet.
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OTT – Over-the-Top
IP-basierte und plattformunabhängige Dienste wie z. B. Messaging (Text) oder Streaming (TV).
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Prepaid
Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen im Voraus bezahlte Kommunikationsleistungen in Form von Guthaben ohne vertragliche Bindung.
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Wholesale
Bezeichnung für die Abgabe von Leistungen an Telekommunikationsunternehmen, die diese ihren Endkunden direkt oder verarbeitet zur Verfügung stellen.
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