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Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:

Umsatzerlöse

in Mio. €

 

 

 

Q1-Q3
2026

Q1-Q3
2025

Service-Umsätze

76.490

73.608

Deutschland

16.952

16.721

USA

49.270

47.064

Europa

8.030

7.654

Systemgeschäft

3.181

3.034

Group Development

0

0

Group Headquarters & Group Services

666

729

Überleitung

(1.609)

(1.594)

Non-Service-Umsätze

14.416

13.753

Deutschland

2.491

2.131

USA

10.512

10.096

Europa

1.535

1.695

Systemgeschäft

1

2

Group Development

1

6

Group Headquarters & Group Services

911

907

Überleitung

(1.035)

(1.085)

Konzernumsatz

90.906

87.361

Die Service-Umsätze enthalten im Wesentlichen planbare bzw. wiederkehrende Umsätze aus Kernaktivitäten der Deutschen Telekom. Diese betreffen die Umsätze, die aus Diensten generiert werden (d. h. Umsätze aus Festnetz- und Mobilfunk-Sprachdiensten sowie Datendiensten), zuzüglich Roaming-Umsätzen, monatlicher Grundgebühren und Visitoren-Umsätze sowie Umsätze aus dem ICT-Geschäft. Die Service-Umsätze enthalten auch Umsätze im Zusammenhang mit Zusatzleistungen für Kunden, u. a. Rückversicherung für Endgeräteversicherungen und erweiterte Garantieleistungen.

Definitionsänderung beim Service-Umsatz. Seit dem 1. Januar 2026 werden bestimmte Voice-Transitumsätze im Wholesale-Bereich nicht mehr in den Service-Umsatz einbezogen, da sie nicht planbar bzw. wiederkehrend sind. Stattdessen werden sie im Non-Service-Umsatz ausgewiesen. In den beiden betroffenen Segmenten Deutschland und Europa wurden die Vorjahreswerte rückwirkend angepasst. Die Service-Umsätze für die ersten drei Quartale 2025 verminderten sich für das operative Segment Deutschland um 198 Mio. €, für das operative Segment Europa um 254 Mio. € und für die gesamten Service-Umsätze – nach Segmentkonsolidierung – um 403 Mio. €. Die Non-Service-Umsätze erhöhten sich um die genannten Beträge entsprechend.

In der Berichtsperiode wurden im Konzern Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 17 in Höhe von 3,4 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 3,3 Mrd. €) und versicherungstechnische Aufwendungen in Höhe von 2,2 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 2,2 Mrd. €) erfasst.

Die Non-Service-Umsätze umfassen v. a. einmalige bzw. variable Umsätze, wie beispielsweise Umsätze aus dem Verkauf oder der Vermietung von Endgeräten im Festnetz- oder Mobilfunk-Bereich, aus bestimmten Voice-Transitumsätzen im Wholesale-Bereich, aus Mehrwertdiensten, aus Antrags- und Auftragsleistungen, Umsätze mit virtuellen Netzwerk-Betreibern, einmalige Umsätze aus dem Ausbau von technischer Infrastruktur sowie Umsätze aus Fahrzeug- und Immobilienvermietung.

Der Konzernumsatz enthält Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten im Sinne des IFRS 16 in Höhe von 0,5 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 0,5 Mrd. €). Von den im Konzernumsatz enthaltenen Umsätzen aus Nutzungsüberlassung entfallen auf die Service-Umsätze 0,4 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 0,5 Mrd. €) und auf die Non-Service-Umsätze 0,1 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 0,1 Mrd. €).

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“ im Konzernzwischenlagebericht.

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. €

 

 

 

Q1-Q3
2026

Q1-Q3
2025

Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte

2

5

Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten

225

318

Erträge aus Kostenerstattungen

84

89

Erträge aus Versicherungsentschädigungen

77

180

Erträge aus sonstigen Nebengeschäften

26

19

Übrige sonstige betriebliche Erträge

355

423

davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen

4

3

 

769

1.035

Im Vorjahr resultierten die Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 0,1 Mrd. € aus dem am 30. April 2025 vollzogenen Verkauf von 3,45-GHz-Spektrumlizenzen an N77. Die Erträge aus Versicherungsentschädigungen entfielen in den ersten drei Quartalen 2025 im Wesentlichen auf Erstattungen von Versicherungen für Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Cyberangriff auf T‑Mobile US im August 2021 entstanden sind.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Mio. €

 

 

 

Q1-Q3
2026

Q1-Q3
2025

Wertminderungsaufwand aus finanziellen Vermögenswerten, Vertragsvermögenswerten und Leasing-Vermögenswerten

(1.235)

(1.086)

Gewinne/(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten

(10)

(9)

Sonstige

(3.179)

(3.001)

davon: Aufwand Rechts- und Prüfungskosten

(285)

(293)

davon: Verluste aus Anlagenabgängen

(132)

(331)

davon: sonstige Steuern

(393)

(281)

davon: Aufwand Geldverkehr und Bürgschaften

(401)

(397)

davon: Versicherungsaufwendungen

(145)

(134)

davon: übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

(1.822)

(1.565)

 

(4.424)

(4.096)

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 0,6 Mrd. €) für Datenspeicherung in Rechenzentren, in Cloud-Anwendungen oder sonstige IT-Dienstleistungen sowie in Höhe von 0,3 Mrd. € (Q1-Q3 2025: 0,3 Mrd. €) für regulatorische Abgaben im operativen Segment USA. Im Vorjahr enthielten die Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 0,2 Mrd. € eine erfolgswirksame Ausbuchung eines bis dahin in den Anlagen im Bau befindlichen Billing-Systems im operativen Segment USA.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen in den ersten drei Quartalen 2026 bei 18,4 Mrd. € und damit um 0,7 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dies war insbesondere auf höhere planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte im operativen Segment USA zurückzuführen. Diese resultieren aus im Rahmen des Erwerbs von UScellular übernommenen Vermögenswerten des Anlagevermögens und einer damit verbundenen höheren Abschreibungsbasis sowie dem fortgesetzten Ausbau des 5G-Netzes. Aufgrund von Nutzungsdauerverkürzungen bei bestimmten Netzwerk- und Technologieanlagen erhöhten sich die planmäßigen Abschreibungen im operativen Segment USA um 0,6 Mrd. €. Diese wurden im Rahmen von Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen vorgenommen und betrafen v. a. von UScellular übernommene Vermögenswerte.

Wesentliche Wertminderungen lagen in der Berichtsperiode nicht vor. In der Vergleichsperiode beliefen sich die Wertminderungen auf 59 Mio. €. Aus anlassbezogenen Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien wurden im operativen Segment Europa in den ersten drei Quartalen 2025 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 50 Mio. € erfasst.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 1,2 Mrd. € auf minus 4,8 Mrd. €.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 1,0 Mrd. € auf minus 0,2 Mrd. €. Ursächlich hierfür waren v. a. in der Vergleichsperiode erfasste Wert­auf­holungen in Höhe von 0,5 Mrd. € bzw. von 0,2 Mrd. € auf die Buchwerte der Beteiligungen an den GD-Tower-Gesellschaften bzw. an GlasfaserPlus. Diese Wertaufholungen waren jeweils durch rückläufige branchenspezifische Finanzierungskosten und dadurch gesunkene Diskontierungszinssätze bei Beibehaltung der bestehenden Unternehmensplanungen bedingt. Darüber hinaus war das Ergebnis aus nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen durch anteilige Verluste aus den Buchwert­fortschreibungen der Berichtsperiode von Metronet und Lumos belastet. Das Zinsergebnis reduzierte sich um 0,2 Mrd. € auf minus 4,6 Mrd. €. Das sonstige Finanzergebnis blieb stabil bei 0,0 Mrd. €.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Angaben zu Finanzinstrumenten“.

Ertragsteuern

In den ersten drei Quartalen 2026 entstand ein Steueraufwand in Höhe von 4,0 Mrd. €. Die Höhe der Steuer spiegelt den Anteil der Länder am Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationale Steuersätze wider.

5G
Bezeichnung für den seit 2020 eingeführten Mobilfunk-Standard, der Datenraten im Gigabit-Bereich, v. a. auf den 3,6- und 2,1-GHz-Frequenzen, bietet, Festnetz und Mobilfunk zusammen führt und das Internet der Dinge unterstützt.
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ICT – Information and Communication Technology
Informations- und Kommunikationstechnik (IKT).
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Roaming
Nutzung eines Kommunikationsendgeräts oder auch nur die Nutzung der Teilnehmeridentität in einem anderen Netzwerk (Visited Network) als dem Heim-Netzwerk (Home Network). Hierzu ist erforderlich, dass die Betreiber der beiden Netzwerke ein Roaming-Abkommen getroffen sowie die erforderlichen Signalisierungs- und Datenverbindungen zwischen ihren Netzen geschaltet haben. Roaming kommt z. B. bei der länderübergreifenden Nutzung von Mobiltelefonen und Smartphones zum Tragen.
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Wholesale
Bezeichnung für die Abgabe von Leistungen an Telekommunikationsunternehmen, die diese ihren Endkunden direkt oder verarbeitet zur Verfügung stellen.
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