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Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 16,9 Mrd. € um 1,6 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2021. Im operativen Segment USA war der Anstieg der Forderungsbestände im Wesentlichen währungskursbedingt. Darüber hinaus ergaben sich dort höhere Forderungen aus dem Geschäftsmodell der Endgerätefinanzierung sowie gestiegener Kundenzahlen. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten höhere Forderungsbestände im operativen Segment Deutschland.

Vertragsvermögenswerte

Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum Abschluss-Stichtag bei 2,1 Mrd. € gegenüber 2,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2021. Die Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht entstandene Forderungen aus der – im Vergleich zur Rechnungsstellung – früheren Erfassung von Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in den Vertragsvermögenswerten erfasst.

Vorräte

Der Buchwert der Vorräte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,1 Mrd. € auf 3,0 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Beständen an hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten im operativen Segment Deutschland. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten ebenfalls buchwerterhöhend. Gegenläufig entwickelte sich der Vorratsbestand im operativen Segment USA mangels Markteinführung neuer insbesondere hochpreisiger Geräte.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich um 11,9 Mrd. € auf 144,5 Mrd. €. Hierzu trugen im Wesentlichen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 10,0 Mrd. € bei. Ebenso erhöhten Zugänge den Buchwert in Höhe von 5,1 Mrd. €. Diese entfallen in Höhe von 2,7 Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum und resultieren nahezu ausschließlich aus den im Januar 2022 bei der 3.450 MHz-Auktion der Federal Communications Commission (FCC) erworbenen 199 Mobilfunk-Lizenzen. Positive Konsolidierungskreiseffekte trugen mit 0,1 Mrd. € ebenfalls zur Erhöhung des Buchwerts bei. Buchwertmindernd wirkten Abschreibungen in Höhe von 3,3 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Abgänge verminderten den Buchwert in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie im Abschnitt „Sachanlagen“.

Sachanlagen

Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 3,4 Mrd. € auf 65,2 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 8,5 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur erhöhten den Buchwert. Die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle für bestehende Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 2,5 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Umgliederungen von Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen Segment USA, erhöhten den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 6,9 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Diese stehen im Zusammenhang mit der im Folgenden beschriebenen Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint. Abgänge in Höhe von 0,7 Mrd. € wirkten ebenfalls buchwertmindernd.

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt „Nutzungsrechte“.

Im zweiten Quartal 2022 hat T‑Mobile US das 3G-CDMA-Netz außer Betrieb genommen sowie mit der Abschaltung des 4G-LTE-Netzes der ehemaligen Sprint begonnen. Bisher wurde der Betrieb dieser Netze durch ein eigenes glasfaserbasiertes Festnetz („Wireline Network“) der Sprint unterstützt. Die Vermögenswerte dieses Festnetzes, die im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude, Kommunikationssysteme und Netzwerk-Technik, Glasfaser-Kabelanlagen sowie Nutzungsrechte umfassen, waren daher für Zwecke der Überprüfung der Werthaltigkeit mit den Mobilfunk-Vermögenswerten zusammenzufassen und somit Bestandteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA. Durch die Außerbetriebnahme der Sprint-Mobilfunknetze generieren die Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der Sprint nunmehr von den Vermögenswerten des Mobilfunk-Geschäfts unabhängige Zahlungszuflüsse. Damit ist die Zuordnung zur zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA nicht mehr gegeben. Dies führte zum 30. Juni 2022 zu einer unterjährigen anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes. Der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte wurde unter Anwendung der Kombination von kosten-, ertrags- und marktwertorientierten Ansätzen, einschließlich Annahmen der Marktteilnehmer, ermittelt. Bei der Wertermittlung wurden Level 3 Eingangsparameter zugrunde gelegt. Der verwendete Diskontierungszinssatz betrug 7,5 %. Der erzielbare Betrag der Vermögenswerte, ermittelt unter Zugrundelegung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten, lag um 452 Mio. € unter deren Buchwert und betrug 649 Mio. €. Die Wertminderung entfällt mit 228 Mio. € auf Sachanlagen, mit 201 Mio. € auf Nutzungsrechte und mit 23 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte.

Nutzungsrechte

Der Buchwert der Nutzungsrechte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 7,3 Mrd. € auf 38,1 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 8,9 Mrd. €, v. a. infolge der im Januar 2022 zwischen T‑Mobile US und Crown Castle geschlossenen Vereinbarung über die Modifikation bereits bestehender Verträge, im Wesentlichen über die Anmietung von Mobilfunk-Standorten von Crown Castle. Diese Vereinbarung umfasst eine Modifikation der monatlichen Leasing-Zahlungen für bestehende Mobilfunk-Standorte und eine Verlängerung der unkündbaren Leasing-Laufzeit bis zum 31. Dezember 2033 (mit zusätzlichen Verlängerungsoptionen). Aus der Vertragsmodifikation ergibt sich eine Erhöhung der Nutzungsrechte sowie der Leasing-Verbindlichkeiten um jeweils 7,3 Mrd. US‑$ (6,6 Mrd. €) und eine Erhöhung der Sachanlagen sowie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um jeweils 0,9 Mrd. US‑$ (0,8 Mrd. €) für Vertragsbestandteile, die aufgrund ihres Finanzierungscharakters nicht im Anwendungsbereich von IFRS 16 liegen. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 2,8 Mrd. €. Den Buchwert minderten Abschreibungen in Höhe von 4,1 Mrd. €. Darin enthalten sind um 1,1 Mrd. € höhere planmäßige Abschreibungen aufgrund einer im operativen Segment USA erfassten Nutzungsdauerverkürzung von angemieteter Netzwerk-Technik für Mobilfunk-Standorte infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint. Darüber hinaus sind hierin Wertminderungen in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese stehen im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte des glasfaserbasierten Festnetzes der ehemaligen Sprint. Ebenfalls reduzierten Umgliederungen von Leasing-Vermögenswerten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. im operativen Segment USA, den Buchwert in Höhe von 0,2 Mrd. €. Abgänge in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten ebenfalls buchwertmindernd.

Weitere Informationen zu den Wertminderungen finden Sie im Abschnitt „Sachanlagen“.

Aktivierte Vertragskosten

Der Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30. Juni 2022 mit 3,0 Mrd. € um 0,4 Mrd. € über dem Niveau am 31. Dezember 2021. Die aktivierten Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen Segmente USA, Deutschland und Europa.

Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,1 Mrd. € auf 2,0 Mrd. € erhöht. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem vollzogenen Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus. Infolge des aus der Transaktion resultierenden Verlusts der Beherrschung über die GlasfaserPlus-Gesellschaften wurden diese zum 28. Februar 2022 entkonsolidiert. Seit diesem Zeitpunkt werden die verbleibenden 50 % der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nach Vollzug der Transaktion wurde vertragsgemäß eine Einzahlung in die Rücklage der GlasfaserPlus in Höhe von 0,1 Mrd. € geleistet. Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Beteiligung 1,0 Mrd. €.

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Seit dem 1. Juni 2021 werden 37,65 % der Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. infolge der im Vorjahr vollzogenen Transaktion im Zusammenhang mit der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Einrichtung eines Infrastrukturfonds nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kaufpreisallokation zur Bewertung der 37,65 % Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. zum Erwerbszeitpunkt am 1. Juni 2021 wurde im Mai 2022 finalisiert. Entsprechend der Kaufpreisallokation betrug die übertragene Gegenleistung 0,4 Mrd. €. Die anteiligen stillen Reserven entfielen im Wesentlichen auf einen Goodwill (0,2 Mrd. €). Zum 30. Juni 2022 betrug der Buchwert der Beteiligung 0,4 Mrd. €.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“ des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2021.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in Mio. €

 

 

 

30.06.2022

31.12.2021

 

 

 

 

Gesamt

Gesamt

Ausgereichte Darlehen und Forderungen

3.622

3.426

Sonstige Forderungen – Förderprojekte der öffentlichen Hand

1.980

1.794

Derivative finanzielle Vermögenswerte

2.369

2.762

davon: Derivate mit Hedge-Beziehung

1.019

1.560

davon: Derivate ohne Hedge-Beziehung

1.350

1.202

Eigenkapitalinstrumente – bewertet zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam

3

3

Eigenkapitalinstrumente – bewertet zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis

539

437

Schuldinstrumente – bewertet zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam

667

233

Leasing-Vermögenswerte

211

228

Sonstige

4

4

 

9.394

8.888

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 0,5 Mrd. € auf 9,4 Mrd. €. Der Saldo der ausgereichten Darlehen und Forderungen erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 3,6 Mrd. €. Im Zusammenhang mit dem Verkauf eines 50 %-Anteils an GlasfaserPlus wurde eine bedingte Kaufpreisforderung erfasst. Diese entsteht als verbleibender Anteil des Kaufpreises sukzessive bei Erreichung bestimmter Ausbaufortschritte und betrug zum 30. Juni 2022 0,4 Mrd. €. Darüber hinaus erhöhte sich der Buchwert der hinterlegten Barsicherheiten. Im Zusammenhang mit Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhte sich der Buchwert der sonstigen Forderungen um 0,2 Mrd. €. Der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung verringerte sich um 0,5 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhte sich im Saldo von 1,2 Mrd. € auf 1,4 Mrd. €. Begründet ist dies durch einen Buchwertanstieg von 0,4 Mrd. € bei den Zins- und Währungsderivaten aufgrund von Währungskurseffekten (v. a. aus dem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro). Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten positive Bewertungseffekte bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,1 Mrd. €. Im Zusammenhang mit den von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von T‑Mobile US Aktien entwickelte sich der Buchwert der Aktienoptionen gegenüber dem 31. Dezember 2021 stabil. Dies begründet sich einerseits durch die positive Entwicklung des Aktienkurses der T‑Mobile US sowie die Amortisation aus der initialen Bewertung der Aktienoptionen zum beizulegenden Zeitwert sowie andererseits durch die Ausbuchung der ausgeübten Optionen im April 2022. Zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienoptionen hatten diese einen beizulegenden Zeitwert von 0,5 Mrd. €. Im Zusammenhang mit negativen Bewertungseffekten aus in Anleihen der T‑Mobile US eingebetteten Derivaten verringerte sich der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung um 0,4 Mrd. €.

Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US sowie zu den Aktienoptionen finden Sie im Abschnitt „Angaben zu Finanzinstrumenten“.

Weitere Informationen zum Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus mit IFM finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Übrige Vermögenswerte

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Vermögenswerte erhöhte sich um 0,3 Mrd. € auf 3,4 Mrd. €. Zum 30. Juni 2022 werden im Buchwert diverse Vorauszahlungen in Höhe von insgesamt 2,8 Mrd. € (31. Dezember 2021: 2,6 Mrd. €) ausgewiesen, darunter im Wesentlichen Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Vereinbarungen über Dienstleistungen für bestimmte Mobilfunk-Einrichtungen, die nicht unter den Anwendungsbereich des Leasing-Standards IFRS 16 fallen. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,2 Mrd. €.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 4,8 Mrd. € auf 0,1 Mrd. €. Der Rückgang resultierte in Höhe von 4,7 Mrd. € aus dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022 sowie in Höhe von 0,1 Mrd. € aus dem Verkauf des 50 %-Anteils an der GlasfaserPlus zum 28. Februar 2022. Beide Gesellschaften waren zum 31. Dezember 2021 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als „zur Veräußerung gehalten“ eingestuft.

Weitere Informationen zu den genannten Unternehmenstransaktionen finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-Verbindlichkeiten

In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 dargestellt:

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

30.06.2022

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Restlaufzeit
> 1 bis 5 Jahre

Restlaufzeit
> 5 Jahre

31.12.2021

Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten

95.953

6.675

30.678

58.600

93.857

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

3.999

1.942

1.291

767

4.003

Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall

3.272

594

2.321

357

3.248

Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten

7.494

1.259

2.547

3.689

7.826

Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten

1.980

1.654

122

203

1.829

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten

1.808

77

542

1.190

703

Finanzielle Verbindlichkeiten

114.506

12.199

37.501

64.806

111.466

Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2021 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 3,0 Mrd. € auf insgesamt 114,5 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 6,8 Mrd. €.

Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 2,1 Mrd. €. Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 6,1 Mrd. €. Buchwertreduzierend wirkten in der Berichtsperiode Tilgungen durch T‑Mobile US von einer Anleihe in Höhe von 0,5 Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €) sowie im Konzern von einer EUR-Anleihe in Höhe von 0,1 Mrd. € und einer GBP-Anleihe in Höhe von 0,7 Mrd. GBP (0,8 Mrd. €). Darüber hinaus verringerte sich der Buchwert um 2,4 Mrd. € im Zusammenhang mit Bewertungseffekten aus Derivaten mit Hedge-Beziehung, für die die bilanzielle Gegenbuchung in den Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten vorgenommen wird. Dies resultierte im Wesentlichen aus der negativen Marktwertentwicklung aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Durch die Folgebewertung nach der Effektivzinsmethode reduzierte sich der Buchwert um 0,2 Mrd. €.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieb im Vergleich zum 31. Dezember 2021 unverändert bei 4,0 Mrd. €.

Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,3 Mrd. € (31. Dezember 2021: 3,2 Mrd. €) handelt es sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen. Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt, weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen in der Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,2 Mrd. €. Währungskurseffekte aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro erhöhten den Buchwert um 0,3 Mrd. €.

Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten lag mit 7,5 Mrd. € um 0,3 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 1,3 Mrd. €. Die Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle bezüglich der Mobilfunk-Standorte erhöhte den Buchwert um 0,8 Mrd. €.

Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie im Abschnitt „Angaben zu Finanzinstrumenten“.

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt „Nutzungsrechte“.

Der Buchwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich um 1,1 Mrd. € auf 1,8 Mrd. € erhöht. Buchwerterhöhend wirkten negative Bewertungseffekte bei den Derivaten mit Hedge-Beziehung. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der negativen Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Buchwertreduzierend wirkten positive Bewertungseffekte aus einem Forward-Geschäft zur Preissicherung des künftigen Erwerbs von T‑Mobile US Aktien.

Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt „Angaben zu Finanzinstrumenten“.

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 9,4 Mrd. € auf insgesamt 42,5 Mrd. €. Der Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Modifikation der Verträge zwischen T‑Mobile US und Crown Castle, aus der sich eine Erhöhung der Buchwerte der Leasing-Verbindlichkeiten um 6,6 Mrd. € ergab. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 3,1 Mrd. €. Gegenläufig wirkte der Rückgang des Buchwerts um 0,1 Mrd. € u. a. im Zusammenhang mit der Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA. Ebenfalls buchwertmindernd wirkte der Rückgang im Segment Group Headquarters & Group Services in Höhe von 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Vertragsmodifikation zwischen T‑Mobile US und Crown Castle finden Sie im Abschnitt „Nutzungsrechte“.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten erhöhte sich um 0,7 Mrd. € auf 11,2 Mrd. €, was insbesondere auf höhere Verbindlichkeiten in den operativen Segmenten Deutschland, USA und Systemgeschäft zurückzuführen ist. Im operativen Segment USA war der Anstieg währungskursbedingt. Gegenläufig reduzierte sich dort der Verbindlichkeitenbestand u. a. gegenüber Endgeräteherstellern. Der Verbindlichkeitenbestand des operativen Segments Europa war leicht rückläufig.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Der Buchwert der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 2,2 Mrd. € auf 3,9 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch Rechnungszinsanpassungen. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Marktwertentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen ein erfolgsneutral erfasster Gewinn in Höhe von 2,1 Mrd. €.

Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2021 um 1,1 Mrd. € auf 8,4 Mrd. €. Dabei verringerten sich die übrigen Personalrückstellungen um 1,0 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr 2022 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile für das Vorjahr sowie einem Rückgang der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Letzterer war im Wesentlichen auf die Folgebewertung des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewerteten Barwerts (Zinseffekt) zurückzuführen und ist bedingt durch den deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen verringerten sich um 0,4 Mrd. €. Dies stand ebenfalls im Zusammenhang mit dem Anstieg des Zinsniveaus. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für Prozessrisiken im Saldo in Höhe von 0,3 Mrd. €. In Höhe von 0,4 Mrd. € stand dies im Zusammenhang mit dem geschlossenen Vergleich und den weiteren anhängigen Verfahren wegen des Cyberangriffs auf T‑Mobile US. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, trugen zur Erhöhung des Buchwerts bei.

Übrige Schulden

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Schulden erhöhte sich um 0,8 Mrd. € auf 6,4 Mrd. €, was in Höhe von 0,4 Mrd. € durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern verursacht war. Die Schulden aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, zur Erhöhung des Buchwerts bei.

Vertragsverbindlichkeiten

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,6 Mrd. € um 0,3 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2021. Im Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst.

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 1,4 Mrd. € auf 0,0 Mrd. €. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem Verkauf der T‑Mobile Netherlands zum 31. März 2022. Diese war zum 31. Dezember 2021 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als „zur Veräußerung gehalten“ eingestuft.

Weitere Informationen zum Verkauf der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Eigenkapital

Der Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 von 81,5 Mrd. € auf 88,5 Mrd. €. Erhöhend wirkten der Überschuss in Höhe von 5,7 Mrd. € sowie das sonstige Ergebnis in Höhe von 7,8 Mrd. €. Im sonstigen Ergebnis trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6,0 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 2,1 Mrd. € sowie Gewinne aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,5 Mrd. € zum Anstieg bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,7 Mrd. € negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierten Vergütungen erhöhten das Eigenkapital in Höhe von 0,3 Mrd. €. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 3,2 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €. Ebenso reduzierten Transaktionen mit Eigentümern den Buchwert in Höhe von 2,9 Mrd. € – im Wesentlichen aufgrund des weiteren Erwerbs von T‑Mobile US Aktien zur Erhöhung des Kapitalanteils. Konsolidierungskreisveränderungen – im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung der T‑Mobile Netherlands im operativen Segment Group Development – verringerten den Buchwert des Eigenkapitals in Höhe von 0,6 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Erhöhung des Kapitalanteils an T‑Mobile US und zum Verkauf der T‑Mobile Netherlands finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung des Konsolidierungskreises, die Entwicklung der Transaktionen mit Eigentümern und die im vergangenen Geschäftsjahr gegen Sacheinlage durchgeführte Kapitalerhöhung:

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

30.06.2022

31.12.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital der Eigentümer des Mutter­unternehmens

Anteile anderer Gesellschafter

Gesamt
Konzern-Eigenkapital

Eigenkapital der Eigentümer des Mutter­unternehmens

Anteile anderer Gesellschafter

Gesamt
Konzern-Eigenkapital

Veränderung Konsolidierungskreis

0

(583)

(583)

0

(181)

(181)

Verkauf T‑Mobile Netherlands

0

(583)

(583)

0

0

0

Verkauf Telekom Romania Communications

0

0

0

0

(170)

(170)

Sonstige Effekte

0

0

0

0

(11)

(11)

Transaktionen mit Eigentümern

(1.656)

(1.223)

(2.879)

(179)

(48)

(227)

Aktienrückkauf OTE

(52)

(97)

(149)

(62)

(131)

(193)

Aktienrückkauf Hrvatski Telekom

(2)

(22)

(24)

(1)

(12)

(13)

Erhöhung Kapitalanteil an T‑Mobile US

(1.493)

(1.178)

(2.672)

 

 

 

Aktienbasierte Vergütung T‑Mobile US

(123)

127

4

(157)

165

9

Aktienrückkauf Magyar Telekom

15

(53)

(38)

9

(38)

(29)

Sale-and-Leaseback T‑Mobile Netherlands

0

0

0

33

(33)

0

Sonstige Effekte

0

0

0

0

0

0

Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom AG

0

0

0

1.511

(2.358)

(847)

4G
Bezeichnung für den Mobilfunk-Standard der vierten Mobilfunk-Generation mit höheren Übertragungsraten (siehe LTE).
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LTE – Long Term Evolution
Die Mobilfunk-Technik 4G nutzt u. a. Mobilfunk-Frequenzen im 800 MHz-Band, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind. Mit den reichweitenstarken Fernsehfrequenzen lassen sich große Flächen mit deutlich weniger Sendemasten als bisher erschließen. LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von mehr als 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload.
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