Erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile
Darüber hinaus partizipierten die Vorstandsmitglieder im Jahr 2024 an den nachfolgenden erfolgsabhängigen (variablen) Vergütungsbestandteilen:
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Vergütungsbestandteile |
Ausgestaltung |
Zielsetzung und Strategiebezug |
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Short Term Incentive (STI) |
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Pflichteigeninvestment |
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Share Matching Plan (SMP) |
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Long Term Incentive (LTI) |
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Short Term Incentive (STI)
Funktionsweise
Der Short Term Incentive (STI) ist das kurzfristige variable Vergütungsinstrument und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Die Höhe des STI bemisst sich zu je einem Drittel aus Konzernfinanzzielen, Segmentfinanzzielen und ESG-Zielen. Bei der abschließenden Zielerreichungsbestimmung verwendet der Aufsichtsrat einen individuellen Performancefaktor, mit dem die rechnerische Zielerreichung im Umfang zwischen 0,8 und 1,2 adjustiert werden kann. Bei der Entscheidung zur Anwendung dieses Faktors berücksichtigt der Aufsichtsrat die Ergebnisse der mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied vereinbarten strategischen Individualziele und der Value Adherence. Auf den jeweils aus dem Vorstandsvertrag resultierenden Zielbetrag wird die Zielerreichung angewendet und um den Performancefaktor angepasst. Die maximale Zielerreichung pro Zielparameter ist auf 150 % begrenzt. Durch Anwendung des Performancefaktors kann die Gesamtzielerreichung maximal 180 % des Zielbetrags erreichen.
b Anstelle des EBITDA AL wurde bei T‑Systems auf das EBIT abgestellt.
c Anstelle der OPEX-Quote (bereinigt) wurde bei T‑Systems auf die EBITDA AL Marge (bereinigt) abgestellt.
Beitrag zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft
Mit Hilfe des STI soll im Wesentlichen der wirtschaftliche Erfolg des laufenden Geschäftsjahres reflektiert werden. Darüber hinaus erfüllt der STI aufgrund der Ableitung von Budgetwerten aus der vierjährigen Mittelfristplanung auch einen Beitrag zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft. Die folgenden Ausführungen zum STI beziehen sich in der Regel auf unbereinigte Kennzahlen, die den veröffentlichten Ist-Werten aus dem Geschäftsbericht entsprechen. Der Aufsichtsrat nimmt auf Basis dieser Werte zielerelevante Anpassungen vor, die für eine sachgerechte Incentivierung notwendig sind. Etwaige Anpassungen werden jeweils in den entsprechenden Fußnoten erläutert.
Durch die Konzernfinanzziele soll die übergreifende Zusammenarbeit im Vorstandsteam gestärkt werden. Gleichwohl ist es dem Aufsichtsrat wichtig, dass Vorstandsmitglieder mit Verantwortung für das operative Geschäft am Erfolg dieses Segments gemessen werden. Bei nicht operativen Vorstandsmitgliedern erfolgt die Messung auf Konzernebene, je nach Verantwortungsbereich mit oder ohne Einbeziehung des US-Geschäfts (siehe dazu Abbildung im Abschnitt zu den Segmentzielen). Daneben unterstützt der Aufsichtsrat die Bedeutung der Nachhaltigkeitsstrategie durch zwei ESG-Ziele in der variablen Vergütung mit einjährigem Bemessungszeitraum.
Zielerreichung für den STI des Geschäftsjahres 2024
Die Deutsche Telekom AG hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 abgeschlossen und in den maßgeblichen Bereichen die ursprünglichen Kapitalmarkterwartungen in 2024 übertroffen. Die Gesamtzielerreichung des erfolgreichen Geschäftsjahres 2024 kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Die Berechnung der Zielerreichung erfolgt auf Basis der exakten Werte (inkl. Nachkommastellen). Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgt der Ausweis in der Tabelle ohne Nachkommastellen. Die Auszahlung des STI wird nach der Durchführung der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2025 erfolgen.
Konzernfinanzziele
Vor Beginn des Geschäftsjahres hat der Aufsichtsrat die Ziel- und Schwellenwerte für die Konzernfinanz-, Segmentfinanzziele und ESG-Ziele aus der mittelfristigen Unternehmensplanung abgeleitet. Der 100 %-Zielwert entspricht dabei dem Budgetwert aus der Planung. Jeder einzelne Zielparameter kann Zielerreichungen zwischen 0 % und 150 % annehmen.
Unter Service-Umsätzen werden dabei die Umsätze verstanden, die von Kunden aus Diensten generiert werden (d. h. Umsätze aus Festnetz und Mobilfunk, Sprachdiensten, eingehenden und abgehenden Gesprächen, sowie Datendiensten), zuzüglich Roaming-Umsätzen, monatlicher Grundgebühren und Visitoren-Umsätze sowie Umsätze aus dem ICT-Geschäft (Informations- und Kommunikationstechnologien). Die Service-Umsätze sind somit ein wichtiger Indikator für die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie des Konzerns.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen After Leases (EBITDA AL) ist die wichtigste Kennziffer zur Messung der operativen Leistung des Unternehmens und bildet das Ergebnis der Wachstumsstrategie auf der Kundenseite (Privat- und Geschäftskunden) sowie die Einsparungen zur Förderung von Investitionen ab. Bei der Ermittlung des EBITDA AL wird das EBITDA um die Abschreibungen der aktivierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen und die Zinsaufwendungen für die passivierten Leasingverbindlichkeiten angepasst.
Der Free Cashflow After Leases (FCF AL) ist eine weitere wichtige Kennziffer zur Messung der operativen Leistungskraft des Konzerns, die direkt mit der Finanzstrategie verlinkt ist (Dividendenfähigkeit sowie Fähigkeit zum Abbau von Verbindlichkeiten). Bei der Ermittlung des FCF AL wird der Free Cashflow (Operativer Cashflow abzüglich Auszahlungen für Investitionen) um die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten angepasst.
Für das Geschäftsjahr 2024 galten die nachfolgend dargestellten Zielwertvorgaben und daraus abgeleiteten Zielerreichungen:
in Mrd. € |
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Gewichtung |
unterer Schwellenwert Zielerreichung |
Zielwert Zielerreichung |
oberer Schwellenwert Zielerreichung |
Ergebnisa |
Zielerreichung |
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Service-Umsätze |
30 % |
91,3 |
96,1 |
98,0 |
96,9 |
121 % |
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EBITDA AL |
30 % |
36,7 |
40,7 |
41,5 |
41,5 |
146 % |
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FCF AL |
40 % |
16,8 |
18,6 |
19,4 |
19,4 |
150 % |
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Mit Blick auf die Service-Umsätze, EBITDA AL und den FCF AL konnte eine signifikant bessere Leistung, als im Budget unterstellt, erreicht werden, was zu einer Zielerreichung von 121 %, 146 % bzw. 150 % führte. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2024 eine gewichtete Zielerreichung für die Konzernfinanzziele von 140 %.
Segmentfinanzziele
Zu den Segmentfinanzzielen gelten hinsichtlich der Ziele „Service-Umsätze“ und „EBITDA AL“ die Ausführungen zu den obigen Konzernfinanzzielen.
Bei den Segmentfinanzzielen hat sich der Aufsichtsrat dazu entschieden, die OPEX-Quote anstelle der externen indirekten Kosten als Profitabilitätsziel einzuführen. In den vergangenen Jahren lag der Fokus verstärkt auf Einsparungen bzw. auf Optimierung der absoluten Kostenbasis, um die operative Effizienz der Segmente bzw. des Konzerns zu erhöhen. Mit dem Zielparameter „OPEX-Quote“ wird nun die Reduktion von externen indirekten Kosten in Relation zu den Service-Umsätzen incentiviert, da die Profitabilität auch durch eine höhere Nettomarge verbessert werden kann. Somit wird eine gewisse Flexibilität hinsichtlich operativer Entscheidungen sichergestellt, da bspw. ein absoluter Kostenanstieg mit überproportionaler Erhöhung der Service-Umsätze und folglich des Ergebnisses ermöglicht wird. Eingesparte externe indirekte Kosten sowie eine gestiegene Nettomarge tragen zur Verbesserung der operativen Leistung bei, die sich im EBITDA AL und dem FCF AL widerspiegeln und sich somit positiv auf die Bewertung des Unternehmens auf dem Kapitalmarkt auswirken. Analog zur Ermittlung des EBITDA AL werden auch bei den externen bereinigten indirekten Kosten AL die bereinigten indirekten Kosten um die Abschreibungen der aktivierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen und die Zinsaufwendungen für die passivierten Leasingverbindlichkeiten angepasst.
Die Verteilung der Segmentfinanzziele auf die einzelnen Vorstandsmitglieder stellt sich dabei wie folgt dar:
b Anstelle des EBITDA AL wurde bei T‑Systems auf das EBIT abgestellt.
c Anstelle der OPEX-Quote (bereinigt) wurde bei T‑Systems auf die EBITDA AL Marge (bereinigt) abgestellt.
Im Gegensatz zu den Konzernfinanzzielen, wird bei den Segmentfinanzzielen auf Grund der Vielzahl von Kennzahlen und individuellen Unterschieden pro Vorstandsmitglied auf eine detaillierte Veröffentlichung der Zielwertvorgaben verzichtet.
ESG-Ziele
Der Aufsichtsrat hat für das Berichtsjahr 2024 erneut den „Energieverbrauch“ und die „CO2-Emissionen“ als Nachhaltigkeitsziele verankert.
Mit dem Ziel „Energieverbrauch“ sollen die Vorstandsmitglieder in ihrem Verhalten dahingehend incentiviert werden, dass der Energieverbrauch, der umweltbelastend wirkt, mittelfristig mindestens stabil bleibt (2027 gegenüber 2023, ohne T‑Mobile US). Dieses Ziel wird unterstützt durch Programme und Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen für alle Energieträger, Optimierung der Infrastruktur sowie durch den Einsatz innovativer Technologiekomponenten.
Das Ziel „CO2-Emissionen“ soll die Vorstandsmitglieder zu einer nachhaltigen Verankerung von Grünstrom sowie einer Verbrauchsoptimierung bei Gebäuden und der sukzessiven Umstellung der im Konzern eingesetzten Fahrzeugflotte von fossilen Brennstoffen auf emissionsfreie oder -arme Antriebsformen motivieren.
Bei beiden ESG-Zielen wurde das Ambitionsniveau und die Zielerreichung ohne T‑Mobile US ermittelt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass zum einen in den USA das 5G-Netz insbesondere in ländlichen Gebieten sehr intensiv ausgebaut wird und dies zu einem steigenden Stromverbrauch führt. Diesen Verbrauch deckt T‑Mobile US wie der Gesamtkonzern seit 2021 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen. Zum anderen sind die Scope-1-Emissionen von T‑Mobile US Schwankungen durch nicht planbare Naturkatastrophen und dem damit verbundenen temporären Einsatz von u. a. Dieselgeneratoren zur Wiederherstellung und Sicherstellung beschädigter Netzinfrastruktur ausgesetzt. Der besonderen nationalen Situation in diesem wichtigen Markt soll Rechnung getragen werden. Deshalb wurde entschieden, T‑Mobile US im Rahmen der kurzfristigen variablen Vergütung in den ESG-Zielen nicht zu berücksichtigen. So soll die richtige Anreizwirkung für den Vorstand zugunsten einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung bei gleichzeitiger Sicherstellung eines stabilen Netzbetriebs gewährleistet werden.
Für das Ziel „CO2-Emissionen“ wird im diesjährigen Lagebericht ein Wert von 183 ktCO2e (ohne T-Mobile US) ausgewiesen, welcher vom Wert im Vergütungsbericht abweicht. Dies liegt darin begründet, dass diese Kennzahl im Lagebericht nun auch sogenannte „flüchtige Emissionen“ enthält. Diese Emissionsart resultiert aus der Nutzung von Kühl- und Feuerschutzmitteln und hat in den vergangenen Jahren an Steuerungsrelevanz gewonnen. Bisher war der Anteil an diesen Emissionen schwer messbar. Um eine verlässliche Datengrundlage sicherzustellen, wurden „flüchtige Emissionen“ sukzessive in den Datenerfassungs- und Planungsprozess integriert. Ab 2025 wird diese Emissionsart daher nun auch Teil des Ziels „CO2-Ausstoß“ und erhöht damit die jeweilige Baseline als Ausgangspunkt für künftige Planungen.
Das Ambitionsniveau und die Zielerreichung der ESG-Ziele ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:
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Gewichtung |
unterer Schwellenwert Zielerreichung |
Zielwert Zielerreichung |
oberer Schwellenwert Zielerreichung |
Ergebnis |
Zielerreichung |
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---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
CO2-Emissionen |
50 % |
204 |
170 |
153 |
162 |
125 % |
||||
Energieverbrauch |
50 % |
4.890 |
4.613 |
4.475 |
4.514 |
136 % |
||||
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Die guten Zielerreichungen im Jahr 2024 sind vor allem auf zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen in den Segmenten Deutschland und Europa zurückzuführen. Dazu zählen insbesondere Effizienzmaßnahmen in der Gebäudenutzung, wie die vorgezogene Flächenabmietung, die zu einem geringeren Heiz- und Strombedarf führte. Im Netzbetrieb, insbesondere im Mobilfunkbereich, konnten zusätzlich implementierte Maßnahmen schneller als erwartet höhere Effizienzen erzielen, was zu einem optimierten Energieverbrauch führte.
Daraus ergibt sich für die ESG-Ziele im Geschäftsjahr 2024 eine gewichtete Zielerreichung von 130 %.
Performancefaktor
Für die Bemessung des Performancefaktors orientiert sich der Aufsichtsrat einerseits an der Value Adherence der einzelnen Vorstandsmitglieder und andererseits an der Erreichung der vor Beginn des Geschäftsjahres individuell mit jedem Vorstandsmitglied vereinbarten Strategieumsetzungsziele.
Bei der Value Adherence wird das Verhalten der Vorstandsmitglieder in Bezug auf die nachfolgenden Kategorien, die die konzerneinheitlichen sechs Leitlinien darstellen, bewertet:
- Begeistere unsere Kunden
- Handle mit Respekt und Integrität
- Offen diskutieren, dann geschlossen handeln
- Ich bin die Telekom – auf mich ist Verlass
- Bleibe neugierig und wachse
- Einfach machen
Die Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats bewerten jede einzelne Value Adherence-Kategorie pro Vorstandsmitglied zwischen ein und zehn Punkten und bilden dann den arithmetischen Durchschnittswert für jedes Vorstandsmitglied. Das rechnerische Ergebnis geht dann als Vorschlagswert in die Sitzung des Aufsichtsrats ein, der über die Gesamtzielerreichung beschließt.
Der Aufsichtsrat hat für das Geschäftsjahr 2024 die nachfolgenden individuellen Strategieumsetzungsziele mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern abgeschlossen und nach Abschluss des Geschäftsjahres hierzu Zielerreichungen abgeleitet.
Timotheus Höttges |
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Dr. Ferri Abolhassan |
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Birgit Bohle |
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Srinivasan Gopalan |
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Dr. Christian P. Illek |
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Thorsten Langheim |
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Dominique Leroy |
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Claudia Nemat |
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In einer gesamthaften Würdigung hat der Aufsichtsrat die Bewertungen für die Value Adherence und der individuellen Strategieumsetzungsziele in die nachfolgenden Performancefaktoren für jedes Vorstandsmitglied überführt. Dabei wirken alle Werte größer 1,0 wie ein Bonus und kleiner 1,0 wie ein Malus. Dr. Ferri Abolhassan und Claudia Nemat erhielten demnach einen Faktor von 1,05. Bei Timotheus Höttges, Birgit Bohle, Srinivasan Gopalan, Dr. Christian P. Illek, Thorsten Langheim und Dominique Leroy wurde ein Faktor von 1,1 angewendet.
Pflichteigeninvestment
Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, einen Betrag von einem Drittel des jährlich vom durch den Aufsichtsrat festgesetzten Brutto-STI in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Optional haben Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, das Eigeninvestment auf 50 % des Brutto-STI auszuweiten. Beginnend vom Kaufdatum an unterliegen die Aktien einer vierjährigen Halteverpflichtung. Die vom Vorstandsmitglied zu diesem Zweck erworbenen Aktien werden in einem gesonderten Sperrdepot der administrierenden Bank geführt, so dass eine vorzeitige Verfügung über die Aktien ausgeschlossen ist.
Den Zusammenhang zwischen Aktieninvestitionsverpflichtung aus dem STI und Teilnahme am SMP verdeutlicht die nachfolgende Abbildung:
Share Matching Plan (SMP)
Funktionsweise
Das vom Vorstandsmitglied durchgeführte Eigeninvestment führt zur Teilnahme am SMP. Nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist kann das Vorstandsmitglied frei über sein Eigeninvestment verfügen und erhält zusätzlich für jede Aktie des Eigeninvestments eine weitere Aktie kostenfrei. Die übertragenen Matching Shares stehen dem Vorstandsmitglied dann sofort zur freien Verwendung zur Verfügung. Die Übertragung der Aktien führt beim Vorstandsmitglied zur Entstehung eines geldwerten Vorteils, der in der auf die Übertragung folgenden Gehaltsabrechnung versteuert wird. Bei Fälligkeit der Matching Shares wird der Übertragungswert der Aktien, der sich aus der Aktienkursentwicklung während der Laufzeit ergibt, auf höchstens 150 % des für das Jahr des Eigeninvestments ausgezahlten Brutto-STI begrenzt. Sofern der Wert der Matching Shares am Übertragungsstichtag höher ist, wird die Anzahl der zu übertragenden Aktien gekürzt. In diesem Fall ist das Matching-Verhältnis kleiner als 1:1.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die maßgebliche Höhe des für das Eigeninvestment in 2023 und 2024 relevanten STI, die sich daraus ergebende Mindestinvestitionsverpflichtung und maximale Investitionshöhe, die Höhe des vom jeweiligen Vorstandsmitglied investierten Betrags und die daraus resultierende Stückzahl an Aktien, die konkret erworben wurde. Dabei entspricht die Anzahl der in 2024 erworbenen Aktien der Zusage auf Matching Shares durch die Deutsche Telekom AG. Des Weiteren zeigt die Tabelle die Anzahl der in den Jahren 2023 und 2024 übertragenen Matching Shares, deren zugrunde liegende Eigeninvestments aus den Geschäftsjahren 2019 und 2020 stammen. Die von Adel Al-Saleh vorgenommenen Eigeninvestments in den Jahren 2020 bis 2023 bleiben trotz seiner Mandatsniederlegung mit Ablauf des 31. Dezember 2023 bis zum Ende der ursprünglichen Haltefrist gesperrt. Die während seines Vorstandsmandats erworbenen Ansprüche auf Matching Shares sind mit seinem Ausscheiden ersatz- und entschädigungslos verfallen. Die Eigeninvestments von Dr. Ferri Abolhassan in den Jahren 2023 und 2024 sowie die Übertragungen von Matching Shares stammen noch aus seiner Zeit als leitender Angestellter (Business Leader) und stellen somit keine Vorstandsvergütung dar, die in der unten stehenden Tabelle zu zeigen sind.
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Vorstanda |
Geschäftsjahr |
STI als Bemessungsgrundlage des Eigeninvestments |
verpflichtendes Eigeninvestment/ |
durchgeführtes Eigeninvestment |
Stückzahl erworbene Aktien/ |
Stückzahl übertragene Aktien |
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---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Birgit Bohle |
2024 |
1.092.000 € |
364.000 € – 546.000 € |
545.986 € |
24.863 |
24.219 |
||
2023 |
1.092.000 € |
364.000 € – 546.000 € |
545.983 € |
25.280 |
0 |
|||
Srinivasan Gopalan |
2024 |
1.138.800 € |
379.600 € – 569.400 € |
569.396 € |
25.929 |
26.450 |
||
2023 |
1.115.400 € |
371.800 € – 557.700 € |
557.688 € |
25.822 |
23.505 |
|||
Timotheus Höttges |
2024 |
2.466.000 € |
822.000 € – 1.233.000 € |
1.232.999 € |
56.148 |
99.337 |
||
2023 |
2.557.500 € |
852.500 € – 1.278.750 € |
1.278.740 € |
59.208 |
58.131 |
|||
Dr. Christian P. Illek |
2024 |
1.109.700 € |
369.900 € – 554.850 € |
549.983 € |
25.045 |
24.000 |
||
2023 |
1.162.200 € |
387.400 € – 581.100 € |
449.982 € |
20.835 |
26.000 |
|||
Thorsten Langheim |
2024 |
1.123.400 € |
374.467 € – 561.700 € |
561.688 € |
25.578 |
30.475 |
||
2023 |
1.093.333 € |
364.444 € – 546.667 € |
546.652 € |
25.311 |
0 |
|||
Dominique Leroy |
2024 |
1.066.975 € |
355.658 € – 533.488 € |
533.469 € |
24.293 |
0 |
||
2023 |
1.065.350 € |
355.117 € – 532.675 € |
532.657 € |
24.663 |
0 |
|||
Claudia Nemat |
2024 |
1.090.600 € |
363.533 € – 545.300 € |
499.981 € |
22.768 |
27.350 |
||
2023 |
1.148.000 € |
382.667 € – 574.000 € |
573.995 € |
26.577 |
26.440 |
|||
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Übersicht über die Anzahl der zugesagten Aktien im Rahmen des Share Matching Plans (SMP)
Zum Zeitpunkt 31. Dezember 2024 bestehen für die Mitglieder des Vorstands die nachfolgenden Zusagen auf Matching Shares, die sich infolge des Eigeninvestments eines jeden Vorstandsmitglieds ergeben. Adel Al-Saleh hat durch die Niederlegung seines Vorstandsmandats mit Ablauf des 31. Dezember 2023 jegliche Ansprüche auf Matching Shares ersatz- und entschädigungslos verloren. Die Zusagen auf Matching Shares von Dr. Ferri Abolhassan sind ebenfalls nicht in der folgenden Übersicht enthalten, da diese auf seine Zeit als leitender Angestellter (Business Leader) entfallen.
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Birgit |
Srinivasan |
Timotheus |
Dr. Christian |
Thorsten |
Dominique |
Claudia |
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Zusage auf Matching Shares Tranche 2021 |
21.280 |
– |
71.084 |
26.189 |
25.542 |
3.273 |
26.398 |
||
Zusage auf Matching Shares Tranche 2022 |
24.273 |
– |
77.550 |
30.250 |
34.946 |
29.297 |
31.718 |
||
Zusage auf Matching Shares Tranche 2023 |
25.280 |
– |
59.208 |
20.835 |
25.311 |
24.663 |
26.577 |
||
Zusage auf Matching Shares Tranche 2024 |
24.863 |
– |
56.148 |
25.045 |
25.578 |
24.293 |
22.768 |
||
Summe |
95.696 |
– |
263.990 |
102.319 |
111.377 |
81.526 |
107.461 |
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Long Term Incentive (LTI, im Altsystem: Variable II)
Mit Einführung des Vorstandsvergütungssystems im Geschäftsjahr 2021 wurde der LTI für Vorstandsmitglieder aktienbasiert ausgestaltet. Die erstmalige Auszahlung aus dem LTI der Tranche 2021 wird im Geschäftsjahr 2025 erfolgen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde letztmalig eine Tranche der Variable II als Vorgänger des heutigen LTI ausgezahlt. Hinsichtlich der Ausgestaltung der beiden Pläne gibt es bezüglich der Laufzeit und der verwendeten strategischen Erfolgsparameter – Return on Capital Employed (ROCE), bereinigte Earnings Per Share (EPS), Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit – keinen Unterschied. Die Ziele für die beiden Erfolgsfaktoren ROCE und bereinigtes EPS wurden aus der aufgestellten vierjährigen Mittelfristplanung abgeleitet und stellen beide wesentliche Steuerungsgrößen der Deutschen Telekom AG dar. Für eine sachgerechte Incentivierung kann der Aufsichtsrat zielerelevante Anpassungen an den finanziellen Zielgrößen vornehmen, die durch entsprechende Fußnoten erläutert werden. Ergänzt werden diese beiden Parameter um die Kundenzufriedenheit, die nach der weltweit anerkannten TRI*M-Methodik ermittelt wird, und die Mitarbeiterzufriedenheit, bei der der Aufsichtsrat aus seiner Sicht besonders relevante Fragen im Rahmen der unterjährig durchgeführten Puls- und Mitarbeiterbefragungen auswertet. Alle vier Parameter sind untereinander gleich gewichtet und können eine Zielerreichungsausprägung zwischen 0 % und 150 % annehmen.
Durch die Umstellung auf einen aktienbasierten Plan soll es zu einer stärkeren Angleichung der Interessenslage von Vorstandsmitgliedern und Aktionären kommen. Zusätzlich soll durch den LTI die langfristige Bindung der Vorstandsmitglieder an das Unternehmen sichergestellt werden. Zu Planbeginn einer Tranche wird der Teilnahmebetrag eines Vorstandsmitglieds in virtuelle Aktien (Phantom Shares) der Gesellschaft umgerechnet und gleichmäßig auf vier Jahre verteilt. Während der Laufzeit erhöht sich der Bestand an Phantom Shares durch die während der Planlaufzeit ausgeschütteten Dividenden, die ebenfalls in Phantom Shares umgerechnet werden. Zudem verändert sich der Phantom Shares Bestand in Abhängigkeit der vom Aufsichtsrat beschlossenen Zielerreichungen der Zielparameter für jedes einzelne Planjahr der Tranche. Nach Ablauf der Planlaufzeit wird die dann erreichte Anzahl an Phantom Shares anhand der nicht gewichteten Durchschnitte der Schlusskurse der Aktie der Deutschen Telekom AG im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG während der letzten zehn Börsenhandelstage vor Planende in einen Geldbetrag umgerechnet und zusammen mit der Dividende für das letzte Planjahr an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt. Die Zielerreichung jedes einzelnen Zielparameters ist auf maximal 150 % begrenzt. Die Gesamtauszahlung des LTI ist unter Berücksichtigung der Aktienkursentwicklung auf maximal 200 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht die Wirkungsweise des ab 2021 geltenden LTI:
Am 31. Dezember 2024 endete die Planlaufzeit der LTI-Tranche 2021. Der Aufsichtsrat hat die finale Zielerreichung der Tranche 2021 mit 278 % festgestellt. Die Auszahlung des LTI, die im Geschäftsjahr 2025 erfolgt, wird bei 200 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Im Folgenden werden die Zielerreichung der Zielparameter der abgeschlossenen LTI-Tranche 2021 detailliert dargestellt. Auf die Darstellung der Zielerreichungen einzelner Jahre von noch nicht abgeschlossenen LTI-Tranchen wird mit Blick auf die mangelnde Übersichtlichkeit einer solchen Darstellung verzichtet.
Aufgrund des Umstands, dass der LTI ab der Tranche 2021 aktienbasiert als Phantom Share Plan ausgestaltet ist, haben auch die Dividendenausschüttungen und die Aktienkursentwicklung während der vierjährigen Planlaufzeit Auswirkung auf die Gesamtzielerreichung des LTI. Die folgende Übersicht gibt exemplarisch einen Überblick über die Zusammensetzung der Gesamtzielerreichung der Tranche 2021 für ein ordentliches Vorstandsmitglied unter Berücksichtigung der Dividendenausschüttungen und der Aktienkursentwicklung: