Liebe Leserinnen und Leser,
2025 war für die Deutsche Telekom ein starkes Jahr. Wir haben unsere Prognosen übertroffen und neue Rekordmarken gesetzt. Über 300 Millionen Kundinnen und Kunden weltweit vertrauen auf uns. Dieses Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen. Es entsteht durch Verlässlichkeit.
Diese Verlässlichkeit wird um uns herum immer knapper. Regeln werden brüchiger, der Wettbewerb wird härter, der Ton rauer. Technologien verschieben Märkte in immer kürzeren Zyklen. In diesem Umfeld zeigt sich, wofür Unternehmen stehen.
Klar: Erfolg bemisst sich am Ergebnis. Aber nicht nur. Entscheidend ist auch, wie wir das Ergebnis erreichen – welche Prioritäten wir setzen und wofür wir Verantwortung übernehmen. Seit 30 Jahren hat die Telekom den Anspruch, nachhaltig zu wirtschaften. Nachhaltigkeit ist für uns kein Nischenthema, sie ist Teil unseres Geschäftsmodells. Sie ist ein Hebel, um Chancen und Risiken früh zu erkennen und sie im Sinne der Umwelt und der Gesellschaft ökonomisch zu nutzen.
Unser Geschäft verbessern wir in allen Bereichen durch den konsequenten Einsatz von KI. 2025 haben wir in München innerhalb von nur 6 Monaten eine neue KI‑Fabrik mit dem Ziel der Stärkung der europäischen Souveränität aufgebaut. Sie ist zentraler Baustein einer europäischen KI‑Infrastruktur, mit souveränem Betrieb, souveränen Daten und nach europäischen Standards. Effizienz und Energieverbrauch haben wir von Anfang an mitgedacht.
Weder KI noch Nachhaltigkeit sind Selbstläufer. Ihr Wert entsteht dort, wo sie integriert werden, und uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Ein Beispiel ist das Copernicus Data Space Ecosystem der Europäischen Union. Es schafft freien Zugang zu Erdbeobachtungsdaten, die Umwelt‑ und Klimaveränderungen sichtbar machen. Gemeinsam mit europäischen Partnern bringen wir technologische Kompetenz ein, um diese Daten verfügbar zu machen – als Entscheidungsgrundlage für Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.
Denn nur mit verlässlichen Daten wird der Schutz unseres Klimas steuerbar. Für unser eigenes Unternehmen haben wir 2025 ein wichtiges Etappenziel erreicht: Wir sind im eigenen Geschäftsbetrieb bilanziell treibhausgasneutral (Scope 1 und 2) – als erster multinationaler Telekommunikationskonzern und erstes DAX‑40‑Unternehmen. Seit 2017 haben wir unsere Emissionen um mehr als 94 Prozent reduziert und verbleibende Emissionen durch hochwertige Projekte, die CO2e aus der Atmosphäre binden, neutralisiert.
Wir halten fest an unserer Klimastrategie und setzen sie verlässlich um. Und ja: unser Börsenwert hat sich in dieser Zeit positiv entwickelt, genauso wie unser Markenwert. Die Telekom ist stärkste Unternehmensmarke in Deutschland und Europa und bleibt globale Telko-Marke Nummer eins. Die Gegenüberstellung von entweder Klimaschutz oder wirtschaftlichem Erfolg ist für mich deshalb eine Scheindebatte. Klug umgesetzt stärken sie sich gegenseitig und schaffen Vertrauen.
Vertrauen allein reicht in der Welt der neuen Technologien, in Zeiten täglich neuer KI‑Anwendungen allerdings nicht. Menschen können sich auf Informationen, die von KI‑Modellen erzeugt werden, nicht einfach verlassen. Sie müssen lernen, Fakt von Fake zu unterscheiden. Digitale Teilhabe und eine breite Medienkompetenz sind deshalb entscheidend, um als Person und als Gesellschaft entscheidungs- und wettbewerbsfähig zu sein. Allein 2025 hat die Telekom weltweit rund 977 Millionen Euro in digitale Teilhabe investiert und hat damit 40 Millionen Menschen erreicht.
Verlässlichkeit zeigt sich vor allem dann, wenn es darauf ankommt. Zum Beispiel bei Naturkatastrophen, die uns leider auch 2025 begleitet haben, wenn Infrastruktur gebraucht wird und Kommunikation von Mensch zu Mensch zählt. So konnten wir u. a. bei Waldbränden und Flutkatastrophen in den USA oder Erdbeben in Griechenland erneut helfen. Dank des Könnens und großen Engagements unserer Mitarbeitenden, die weltweit dafür sorgen, dass unsere Netze auch in Ausnahmesituationen laufen.
Wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, das Vertrauen in die Telekom zu rechtfertigen. Denn Fortschritt entsteht nicht durch Abwarten. Er entsteht durch Mut zu klaren Entscheidungen – und durch die Verlässlichkeit, sie umzusetzen.
Ihr
Tim Höttges