Home
Eine Frau und ein Mann lehnen an einer gefliesten Wand. Die Frau macht ein Selfie. (Header Photo)

Digitale Werte: für ein besseres Miteinander im Netz

Der Umgang miteinander ist in den vergangenen Jahren spürbar rauer geworden – online wie offline. Hass, Ausgrenzung und Wegsehen gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Umso wichtiger ist es, hinzuschauen, Haltung zu zeigen und füreinander einzustehen. Mit Initiativen zur Förderung der digitalen Gesellschaft engagiert sich die Deutsche Telekom für Verbundenheit, Zusammenhalt und Zivilcourage. Wir wollen Menschen ermutigen, nicht wegzusehen, sondern Betroffene zu unterstützen und sich aktiv für ein besseres Miteinander einzusetzen.

Wir behandeln dieses Thema auch in der Nachhaltigkeitserklärung 2025. Eng verknüpft mit „Digitalen Werten“ ist auch unser Engagement für digitale Teilhabe, das wir hier im CR-Bericht unter Digitale Teilhabe schildern.

Erreichte Meilensteine, Initiativen, Maßnahmen und Ziele

Seit vielen Jahren setzen wir uns für respektvolles Verhalten im Internet und gegen die Verbreitung von Desinformation ein.

Mit der Initiative „Gegen Hass im Netz“ machen wir uns seit 2020 für ein Internet stark, in dem alle Menschen die Chancen der digitalen Welt nutzen können, ohne Angst vor Ausgrenzung oder Hass haben zu müssen. Die Initiative begann in Deutschland, hat sich jedoch inzwischen deutlich verbreitert: Zahlreiche Landesgesellschaften setzen heute eigene Programme gegen Hass im Netz um. Dieses langjährige Engagement führen wir auch über das Berichtsjahr hinaus fort.

Scrollen, um mehr zu erfahren

Wo wir herkommen

  • Unsere Initiative „Gegen Hass im Netz“ startete mit der Kampagne „Worte dürfen nicht zur Waffe werden“.

  • Unsere Aktion „Influencer“ konzentrierte sich auf den Umgang mit Hass in sozialen Medien. Hass im Netz kann jede*n treffen, besonders stark betroffen sind Minderheiten und marginalisierte Gruppen sowie Influencer*innen.

  • Bei unserer Kampagne „Gemeinsam #GegenHassImNetz“ legten wir den Schwerpunkt auf die Kraft der Gemeinschaft. Unter dem Motto „Lauter sein als der Hass“ ermutigten wir die Gesellschaft, sich gemeinsam für ein respektvolles Miteinander im Netz einzusetzen.

  • In Österreich passte Magenta Telekom die Allgemeinen Geschäftsbedingungen an. Kund*innen wurden dort über mögliche strafrechtliche Konsequenzen für die Verbreitung von Hassbotschaften informiert. Betroffene fanden zudem Hinweise und Informationen zu Meldestellen.

  • Mit der Kampagne „Gegen Hass im Netz – Wir entscheiden!“ verdeutlichten wir, welche Wirkung bereits ein einzelner positiver Kommentar gegen Hass entfalten kann.

  • Gemeinsam mit dem FC Bayern München riefen wir in zwei Spots zu mehr Haltung im digitalen Raum auf.

  • Bei der Kampagne „Licht an!“ hoben wir die Kraft der Gemeinschaft hervor. Das Licht als Symbol zeigte: Jede*r von uns kann aktiv gegen Hass, Rassismus und Antisemitismus vorgehen und etwas bewegen.

  • Mit der Kampagne „Lasst uns hinterfragen, was wir teilen.“ riefen wir zum verantwortungsvollen Umgang mit Informationen im Netz auf.

  • Im Innovationsprogramm X-Creation von T‑Systems erarbeiteten wir gemeinsam mit verschiedenen Partnern, darunter z. B. auch NGOs, KI-Expert*innen oder Start-ups, digitale Ansätze, um Desinformation kompetent zu begegnen.

Wo wir im Berichtsjahr stehen

  • Mit unserer Kampagne „Augen auf“ machen wir die zunehmende Verrohung im digitalen Raum sichtbar und rufen mit einem Kampagnenfilm dazu auf, hinzuschauen und gegen Hass aktiv zu werden, wo immer er sich zeigt.

  • Gemeinsam mit dem FC Bayern München rufen wir in zwei zusätzlichen Kampagnen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Informationen im Netz auf. Wir ermutigen zu respektvollem Verhalten, Fairplay und Zivilcourage und zeigen Wege auf, um Hass und Desinformation aktiv entgegenzuwirken.

  • Unsere Initiative „Gegen Hass im Netz“ wächst auch außerhalb Deutschlands weiter: In der Slowakei starten wir „Absolventi šikany“ zur Prävention von Cybermobbing, während T‑Mobile Polska mit der Kampagne #HejtOutLoveIn dazu aufruft, Online‑Hass nicht hinzunehmen und aktiv Haltung zu zeigen. Insgesamt beteiligen sich sechs europäische Landesgesellschaften an der Initiative.

Wo wir hinwollen

  • Wir wollen unser Engagement gegen Hass im Netz über das Berichtsjahr hinaus fortführen und weiterentwickeln. Unter anderem wollen wir dabei einen Fokus auf Kinder und Jugendliche legen, da sie im digitalen Raum besonderen Schutz und Orientierung benötigen.

Mit unseren Maßnahmen leisten wir einen Beitrag zu unserem konzernweiten Ziel, zwischen 2024 und 2027 kumuliert mehr als 80 Millionen Menschen mit Angeboten zur Förderung der digitalen Gesellschaft zu erreichen. Weitere Informationen zu diesem Ziel finden Sie unter Digitale Teilhabe in diesem CR-Bericht.

„Gemeinsam – Gegen Hass im Netz“: Augen auf

Leute in U-Bahn stehen um eine Frau mit ihrem Baby im Schoß und starren sie an (Foto)

Im Fokus der Initiative stand im Berichtsjahr die Kampagne „Augen auf“. Sie greift die zunehmende Verrohung im digitalen Raum auf und zeigt, wie sehr Hass im Netz unser gesellschaftliches Miteinander gefährdet. Ein zentraler Kampagnenfilm überträgt digitale Anfeindungen in reale Alltagssituationen. So soll deutlich gemacht werden, dass Wegschauen das Problem verstärkt. Die Botschaft: „Augen verschließen ist keine Lösung“. Mit ihr rufen wir dazu auf, Haltung zu zeigen und aktiv gegen Hass vorzugehen, wo auch immer er sich zeigt. Unterstützt wird die Initiative von unseren Partnern ichbinhier e. V. und der Internet-Beschwerdestelle.de. Über unsere Medienkompetenz-Plattform Teachtoday finden Eltern und Pädagog*innen weiterführende Materialien und Informationen.

Menschen, die Hass verbreiten, fühlen sich durch fehlende Gegenwehr bestätigt. Deshalb müssen wir auch in der digitalen Welt hinsehen, uns verbinden und zusammenhalten.

Marike Mehlmann-Tripp Cluster Lead Social Engagement, Deutsche Telekom AG

Gemeinsam Betroffene schützen

Eine Übersicht über unsere Partner in Deutschland finden Sie auf unserer

Website

Gemeinsam mit Partnern unterstützen wir Menschen, die von Hass im Netz betroffen sind, mit konkreten Hilfsangeboten. In mehreren Ländern, darunter Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Nordmazedonien, arbeiten wir mit Organisationen zusammen, die sich gezielt gegen Ausgrenzung stellen und ein respektvolles Miteinander im Netz fördern.

Künstliche Intelligenz (KI) im Einsatz gegen Desinformation

Desinformation ist eine wachsende gesellschaftliche Herausforderung. Um ihr zu begegnen, haben wir 2025 an digitalen Lösungsansätzen weitergearbeitet. Dazu zählt die Weiterentwicklung einer KI‑gestützten Faktencheck-App, die Nutzer*innen dabei unterstützen soll, Inhalte vor dem Teilen kritisch zu prüfen. Beim internationalen Innovationswettbewerb „T‑Challenge“ haben wir 2025 außerdem Resemble AI ausgezeichnet, deren KI-Lösung manipulierte Audio‑ und Sprachinhalte erkennen kann. Das soll helfen, Deepfakes und Falschinformationen besser zu identifizieren.

Weitere Informationen zu unseren Initiativen zum verantwortungsvollen Umgang mit KI finden Sie in unserer geprüften Nachhaltigkeitserklärung im Geschäftsbericht 2025.

Segment Europa: wenn Online‑Hass nicht folgenlos bleibt (Slovak Telekom & T‑Mobile Polska)

Online‑Hass trifft oft junge Menschen. 2025 setzten Slovak Telekom und T‑Mobile Polska deshalb ihre Initiativen fort, um betroffene Jugendliche zu unterstützen. In der Slowakei bietet Absolventi šikany konkrete Hilfe gegen Cybermobbing unter Schüler*innen, von verständlichen Informationen bis hin zu psychologischer Unterstützung. In Polen ruft T‑Mobile Polska mit #HejtOutLoveIn dazu auf, Online‑Hass nicht länger hinzunehmen, sondern Haltung zu zeigen und aktiv dagegen einzustehen.

„Gemeinsam – Gegen Hass im Netz“: was wir 2025 erreicht haben

Netzwerk auf einem Smartphone (Icon)

Rund 1,4 Mrd. Medienkontakte erzielt a

Personennetzwerk (Icon)

Mehr als 7,2 Mio. Menschen mit unseren Inhalten erreicht – direkt oder über Multiplikator*innen wie Eltern oder Pädagog*innen

„Equal Esports“: für ein respektvolles Miteinander im Gaming

Auch 2025 haben wir uns für mehr Diversität und Respekt in Esports und Gaming eingesetzt. Unser Ziel ist es, Menschen zu stärken, die im Esports besonders häufig mit Anfeindungen konfrontiert sind – vor allem Frauen und nicht‑binäre Personen. Gemeinsam mit der Esports-Organisation „SK Gaming“ und der „esports player foundation“ haben wir daher 2021 in Deutschland die „Equal Esports“-Initiative ins Leben gerufen. Bei unserem Auftritt auf der Gamescom 2025 haben wir unser Engagement erneut sichtbar gemacht.

Ein Blick nach vorn

Mehr als 7,2 Millionen Menschen haben sich 2025 – direkt oder über Multiplikator*innen wie Eltern oder Pädagog*innen – mit unseren Inhalten gegen Hass im Netz auseinandergesetzt. Gleichzeitig sehen wir: Gerade in unsicheren Zeiten kommt es darauf an, digitalen Zusammenhalt und digitale Kompetenzen aktiv zu stärken. Deshalb setzen wir unser Engagement gegen Ausgrenzung, Hass und Desinformation fort. Dabei richten wir den Blick künftig noch stärker auf Kinder und Jugendliche, die im digitalen Raum besonderen Schutz und Orientierung brauchen.

Deep Dive für Expert*innen

Management & Rahmenwerke

  • Sowohl im Unternehmen als auch außerhalb möchten wir ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander fördern. Dies gilt auch für unsere Kommunikationskultur. Mit unseren Social-Media-Grundsätzen schaffen wir Transparenz und Sicherheit für alle Mitarbeitenden bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen. Diese Grundsätze gelten sowohl für interne als auch externe Plattformen der Telekom sowie für privat genutzte Social-Media-Accounts von Mitarbeitenden, wenn dort veröffentlichte Beiträge einen Bezug zur Telekom aufweisen. Die Grundsätze haben auch eine praktische Funktion, da sie helfen, uns vor Schäden zu bewahren. Im digitalen Raum gibt es zahlreiche Stolpersteine, die es zu beachten gilt und die wir vermeiden wollen.

  • Die Markenpositionierung der Deutschen Telekom gibt unserer Kommunikation eine klare Leitplanke: Sie übersetzt unseren Zweck und unsere Werte in Tonalität und Verhalten – klar, transparent und fair. So bleiben unsere Aussagen konsistent und nachvollziehbar.

  • 2018 haben wir als eines der ersten Unternehmen weltweit Leitlinien für den ethischen Umgang mit unserer KI entwickelt. Sie verdeutlichen, wie wir verantwortungsvoll mit KI umgehen. Unsere KI-Leitlinien folgen dem Ansatz einer KI, die sich um und für den Menschen entwickelt, und verweisen auf gesetzliche Grundlagen sowie auf unseren Menschenrechtskodex. In diesem verpflichten wir uns, Menschenrechte zu achten und zu fördern sowie Verantwortung zu übernehmen. T‑Mobile US steuert den verantwortungsvollen Umgang mit KI durch ihre „Responsible AI Policy and Guidelines“.

  • In unserem „Corporate Digital Responsibility@Deutsche Telekom“-Rahmenwerk fassen wir zusammen, wie wir digitale Verantwortung verstehen. Kern des CDR-Rahmenwerks ist unser „Haus der Digitalen Verantwortung“, bei dem sich alles um menschenzentrierte Technologie dreht.

Relevante Standards

  • GSMA-INT-03 (Online-Sicherheitsmaßnahmen)

App
App steht für Application und bezeichnet jede Art von Anwendungsprogramm. Im engeren Sinne sind Apps Programme, die über einen Online-Shop direkt auf einem Smartphone oder Tablet PC installiert werden können. Sie bieten vielfältige Funktionen wie beispielsweise Fahrplanauskünfte, Spiele oder Übersetzungen.
Zum Glossar
Cybermobbing
Unter Cybermobbing (auch Cyber-Bullying, Cyber-Stalking, E-Mobbing u.Ä.) versteht man das Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mithilfe moderner Kommunikationsmittel wie Mobilfunk oder Internet.
Zum Glossar
Digitale Verantwortung
Verantwortung ist die meist freiwillige Übernahme von Verpflichtungen und dem Einstehen der Folgen seiner Handlungen. Digitale Verantwortung ist das Übernehmen von dieser Verantwortung auch in der digitalen Welt.
Zum Glossar
KI – Künstliche Intelligenz
KI bezeichnet die Fähigkeit einer Maschine oder einer Software, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen und Planen zu imitieren. Generative Künstliche Intelligenz (auch GenAI) – als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz – wird verwendet, um neue Inhalte wie Text, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen.
Zum Glossar

a aDie Anzahl der Medienkontakte beschreibt, wie oft unsere Kommunikationsmaßnahmen zu „Gegen Hass im Netz“ innerhalb eines Kalenderjahres insgesamt gesehen wurden. Dabei können einzelne Personen mehrfach gezählt sein. Die Ermittlung der Medienkontakte basiert auf externen Reichweitendaten aus Mediastudien sowie auf Daten von Vermarktern, Plattformen und internen Auswertungssystemen.

Themenfilter

Ergebnisse

  • Herzlich willkommen in unserem Themenfilter! Bitte wählen Sie ein oder mehrere Themen aus, um den Bericht nach Ihren Interessen zu filtern.
  • Leider wurden für Ihre Themenauswahl keine Ergebnisse gefunden. Wählen Sie eine andere Themenkombination.