Wie können wir negative Auswirkungen im gesamten Lebenszyklus unserer Produkte reduzieren? Diese Frage beschäftigt uns bei der Produktentwicklung. Im Fokus stehen Aspekte wie Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Emissionsreduktion. Um mögliche Wirkungen systematisch zu bewerten, nutzen wir einen strukturierten Ansatz zur Wirkungsmessung.
Ausführlich behandeln wir diese Aspekte auch unter „Klimawandel“ und „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ in unserer geprüften Nachhaltigkeitserklärung 2025.
Erreichte Meilensteine, laufende Projekte und Ziele
Seit 2014 analysieren wir die Auswirkungen unseres Produktportfolios. 2020 haben wir einen Ansatz zur Wirkungsmessung eingeführt, der uns hilft, die Auswirkungen unserer Produkte und Services systematisch zu erfassen und zu bewerten. 2023 wurde dieser Ansatz vom TÜV Rheinland validiert. Die Ergebnisse nutzen wir, um Transparenz zu schaffen und die (Weiter-)Entwicklung unserer Produkte und Services zu unterstützen.
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Wo wir herkommen
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Wir bewerteten die ökologischen Eigenschaften unserer Produkte erstmals mit eigener Analysemethode. Die Ergebnisse fließen in die Berechnung unseres KPI „Anteil Umsatz mit Nachhaltigkeitsbezug“ ein.
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Launch des „We Care“-Labels, um spezifische ökologische oder soziale Eigenschaften unserer Produkte und Services sichtbar zu machen. Die Basis bildet unser Wirkungsmessungsprozess, mit dem wir definierte Kriterien und Anwendungsfälle betrachten.
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Wir führten die #GreenMagenta und #GoodMagenta ein, um ökologische und soziale Eigenschaften ausgewählter Produkte und Maßnahmen transparent darzustellen. Sie lösten das „We Care“-Label ab.
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Wir führten eine Verpackungsleitlinie ein, die konkrete ökologische Anforderungen an die Gestaltung von Verpackungen festlegt – etwa den Verzicht auf Einwegplastik.
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Der TÜV Rheinland validierte den Prozess und die Methodik unserer IT‑gestützten Wirkungsmessung.
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Das 50. Produkt der Deutschen Telekom hat den Wirkungsmessungsprozess durchlaufen.
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Wir führten das T Phone 2 und T Phone 2 Pro ein. Im Vergleich zu den jeweiligen Vorgängermodellen weisen die Geräte in der Herstellungsphase um 33 % (T Phone 2) bzw. 47 % (T Phone 2 Pro) geringere Treibhausgasemissionen auf. Die Angaben basieren auf einer Lebenszyklusanalyse, auf deren Grundlage der Product Carbon Footprint (PCF) nach anerkannten Standards ermittelt wurde.
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Wir veröffentlichten die „Grundsätze für grüne Künstliche Intelligenz (KI)“. Diese legen interne Leitplanken für die Berücksichtigung ökologischer Aspekte bei der Entwicklung und Anwendung von KI‑Lösungen fest.
Wo wir im Berichtsjahr stehen
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Wir führen den Telco Circularity Score (TCS) ein, den wir ab 2026 als Mess- und Steuerungsinstrument für unseren systematischen Kreislaufwirtschaftsansatz nutzen möchten (ohne T‑Mobile US).
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Wir entwickeln ein Tool, mit dem der Product Carbon Footprint (PCF) der wichtigsten Produkte und Services der Deutschen Telekom entlang anerkannter ISO‑Standards ermittelt werden kann (ohne T‑Mobile US).
Wo wir hinwollen
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Geschäftskunden sollen auf Anfrage für ihre Treibhausgasbilanzierung Informationen zum Product Carbon Footprint (PCF) unserer wichtigsten Produkte und Services erhalten können (ohne T‑Mobile US).
Vorgaben für die Produktgestaltung
Bereits bei der Entwicklung unserer Eigenmarken-Produkte berücksichtigen wir potenzielle ökologische Auswirkungen entlang des gesamten Lebenszyklus. Dabei orientieren sich unsere Produktentwickler*innen an den Telekom Design Specifications. Sie geben konkrete Anforderungen vor, etwa zum Materialeinsatz oder zum Umgang mit potenziell gefährlichen Inhaltsstoffen.
Die Gestaltung von Verpackungen ist in unserer Verpackungsleitlinie geregelt, die Bestandteil der Telekom Design Specifications ist. Ausführliche Informationen zum Thema Verpackungen finden Sie unter Kreislaufwirtschaft hier im CR‑Bericht.
Darüber hinaus arbeiten wir zusammen mit Partnern daran, die Nutzung von Streaming-Diensten energieeffizienter zu gestalten. 2024 haben wir an einem Leitfaden mitgearbeitet, der Entscheidungsträgern, Entwicklerteams und Verbraucher*innen hilft, den Energiebedarf von Video-Streaming besser einzuordnen.
Validierte Methodik: Produktauswirkungen im Blick
Um mögliche ökologische und soziale Wirkungen unserer Produkte, Services und digitalen Lösungen fundiert zu bewerten, nutzen wir eine IT‑gestützte Wirkungsmessung. Unser Ansatz definiert klare Kriterien und Nutzungsszenarien entlang des Produktlebenszyklus.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Vergleich: Wir prüfen, was sich durch eine konkrete Lösung im Vergleich zu einer Ausgangssituation verändert – zum Beispiel beim Einsatz von Ressourcen. Dafür legen wir im Vorfeld fest, welche Annahmen zugrunde liegen und welche Teile der Wertschöpfung relevant sind.
Der Prozess und die zugrunde liegende Methodik wurden 2023 durch den TÜV Rheinland validiert. Die Validierung wurde im Berichtsjahr erneut bestätigt.
Nach der Auswertung unserer Wirkungsmessung fassen wir die Ergebnisse zusammen. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir, um unsere Produkte und Services weiterzuentwickeln. Außerdem dienen die Ergebnisse u. a. als methodische Basis für die Fortschrittsmessung anhand definierter Kennzahlen zu Aspekten der Kreislaufwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie hier im CR‑Bericht unter Kreislaufwirtschaft.
Seit Einführung der Methodik haben wir mit dem Wirkungsmessungsprozess für über 50 Produkte und Lösungen der Deutschen Telekom ökologische oder soziale Effekte gemäß unserer definierten Kriterien ermittelt. Im Berichtsjahr sind sechs weitere Produkte und Maßnahmen hinzugekommen. Eine Übersicht über alle Produkte und Services, die den TÜV‑validierten Wirkungsmessungsprozess durchlaufen haben, finden Sie auf unserer Website.
Im Folgenden stellen wir aktuelle Beispiele vor:
E‑Ladeinfrastruktur von Comfortcharge
Der Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende in Deutschland. Mit Comfortcharge nutzt die Deutsche Telekom für den Aufbau von Schnellladestationen gezielt bereits vorhandene Infrastruktur auf ihren deutschlandweiten Liegenschaften – etwa bestehende Stromanschlüsse oder Kabeltrassen. Sind diese Voraussetzungen am Standort bereits vorhanden, kann der Aufbau von Ladeinfrastruktur schneller erfolgen und mit geringerem zusätzlichem Material- und Bauaufwand umgesetzt werden. Dadurch lassen sich Emissionen vermeiden, die sonst bei Erdarbeiten, zusätzlichen Leitungsverlegungen oder der Herstellung weiterer Komponenten anfallen. Gemäß unserer Wirkungsmessung ergeben sich durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur bei der Installation einer Schnellladestation Einsparpotenziale von über 29 Tonnen CO2e. Im Berichtsjahr betrieb Comfortcharge rund 300 Schnellladestationen an unseren Standorten in Deutschland.
Weitere Informationen zur Ladeinfrastruktur an unseren Standorten und darüber hinaus finden Sie unter Mobilität hier im CR‑Bericht.
SD‑X: Netzwerkfunktionen zentral bündeln
Mit SD‑X (Software Defined Everything) werden Netzwerkfunktionen nicht mehr über einzelne Geräte an verschiedenen Standorten gesteuert. Stattdessen laufen sie über eine zentrale, softwarebasierte Plattform in der Cloud, die mehrere Standorte miteinander verbindet. Endgeräte und interne Netzkomponenten lassen sich so aus der Ferne einrichten, aktualisieren und verwalten. Zudem können bei SD‑X mehrere Funktionen in einem einzigen Gerät gebündelt werden, die sonst auf mehrere Geräte verteilt wären. Dadurch werden pro Standort weniger Hardwarekomponenten benötigt – das kann dazu beitragen, das Aufkommen von Elektroschrott zu verringern.
Im Berichtsjahr hat die SD‑X-Lösung der ungarischen Landesgesellschaft Magyar Telekom unser Impact Measurement durchlaufen. Die Analyse zeigte, dass sich durch die Bündelung von Funktionen modellierte CO2e‑Einsparpotenziale ergeben. Unter den im Impact Measurement zugrunde gelegten Annahmen lassen sich bis zu 43 Kilogramm CO2e pro multifunktionalem Netzwerkgerät vermeiden. 2025 lag die Anzahl der bei Kunden in Ungarn genutzten SD‑X-Endpoints bei über 50; dies entspricht einer potenziellen Einsparung von über 23 Tonnen CO2e im Jahr 2025.
T Phone: Weiterentwicklung entlang definierter Designvorgaben
Bei der Weiterentwicklung unserer 5G‑Smartphones T Phone und T Phone Pro orientieren wir uns an den Anforderungen der Telekom Design Specifications, die u. a. Vorgaben zum Materialeinsatz enthalten.
2025 kam die neue Generation T Phone 3 und T Phone 3 Pro auf den Markt. Dabei wurden die bei der vorherigen Generation erreichten Emissionswerte als Referenz berücksichtigt. Die aktuellen Modelle wurden im Eco Rating mit 90 von 100 (T Phone 3) bzw. 88 von 100 (T Phone 3 Pro) Punkten bewertet. Zum Vergleich: Die Vorgängermodelle T Phone 2 und T Phone 2 Pro erreichten 88 bzw. 84 Punkte.
Das Eco Rating ist eine branchenweite Initiative zur Bewertung ausgewählter Umweltaspekte mobiler Endgeräte und steht allen Endgeräteherstellern offen. In die Bewertung fließen unter anderem Kriterien zur Materialeffizienz ein, darunter Aspekte der Reparaturfähigkeit, Haltbarkeit sowie der Einsatz recycelter Materialien.
Die im Vergleich zu seinen Vorgängermodellen verbesserte Eco‑Rating-Bewertung des T Phone 3 ist auf Verbesserungen bei der Materialeffizienz zurückzuführen. So wurde beispielsweise die Reparierbarkeit erhöht. Zudem wurden Verbesserungen beim Umgang mit gefährlichen Stoffen sowie beim Einsatz recycelter Materialien erzielt.
Wirkung sichtbar machen
Nachhaltigkeit soll Orientierung geben – und belastbar sein. Deshalb bildet unsere TÜV‑validierte Wirkungsmessung die Grundlage, um ökologische und soziale Wirkungen unserer Produkte, Services und Maßnahmen gegenüber Privat- und Geschäftskund*innen, Investor*innen und weiteren Stakeholdern verständlich und transparent darzustellen.
Erfüllen Produkte oder Services unsere definierten Kriterien, machen wir diese Bewertung sichtbar. Seit 2021 nutzen wir dafür die Hashtags #GreenMagenta und #GoodMagenta:
#GreenMagenta verweist auf identifizierte ökologische Effekte von Produkten, Services, Projekten, Maßnahmen und Initiativen, die einen Beitrag zum Klimaschutz oder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen leisten können.
#GoodMagenta wird für Projekte, Maßnahmen und Initiativen genutzt, bei denen soziale oder gesellschaftliche Effekte identifiziert wurden.
Die Darstellung erfolgt jeweils mit einer kurzen Erläuterung der konkreten Eigenschaften, auf deren Basis die Einordnung erfolgt. Die Hashtags stellen jedoch keine Gesamtbewertung eines Produkts oder Services dar und bedeuten nicht, dass ein Angebot in allen Bereichen nachhaltig ist.
Die Erwartungen an glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation steigen, auch regulatorisch: Ab September 2026 gelten mit der europäischen Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo‑Richtlinie) neue Anforderungen. Unser Anspruch ist es, unsere Nachhaltigkeitskommunikation kontinuierlich weiterzuentwickeln und hohe Transparenzstandards frühzeitig aufzugreifen. Vor diesem Hintergrund haben wir 2025 begonnen, die Kommunikation der Nachhaltigkeitseigenschaften unserer Produkte und Services zu überprüfen. Über die künftige Kommunikation der Ergebnisse unseres Wirkungsmessungsprozesses entscheiden wir 2026.
Product Carbon Footprint (PCF): Transparenz über produktbezogene Emissionen
Vor dem Hintergrund steigender Transparenz- und Vergleichbarkeitsanforderungen entwickeln wir die Methodik unseres Wirkungsmessungsansatz ebenfalls weiter. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der stärkeren Verzahnung mit produktbezogenen Emissionsberechnungen. Im Berichtsjahr haben wir ein Tool zur Berechnung des Product Carbon Footprint unserer wichtigsten Produkte und Services entwickelt, das 2026 vom TÜV Rheinland validiert wurde. Die Software-Lösung soll ab 2026 die Berechnung des PCF sowie die Erstellung entsprechender Berichte gemäß ISO 14067 ermöglichen.
Damit wollen wir nicht nur unseren Ansatz weiterentwickeln, sondern auch den steigenden Informationsbedarf unserer Geschäftskunden nach produktbezogenen Treibhausgasemissionen erfüllen – insbesondere von Unternehmen mit umfangreichen Produktportfolios. Ab 2026 wollen wir ihnen auf Anfrage für ihre Treibhausgasbilanzierung Informationen zum Product Carbon Footprint (PCF) unserer wichtigsten Produkte und Services zur Verfügung stellen.
Digitale Lösungen für Geschäftskunden
Mit digitalen Anwendungen unterstützen wir Geschäftskunden dabei, ökologische und regulatorische Herausforderungen zu adressieren. Die folgenden Beispiele zeigen, wie digitale Technologien zur effizienteren Nutzung von Ressourcen sowie zum Management von Nachhaltigkeits- und Energiedaten beitragen können.
Digitales Wassermanagement
In weiten Teilen Europas sinkt der Grundwasserspiegel, wodurch Lebensräume für viele Lebewesen gefährdet sind und Gegenmaßnahmen immer dringlicher werden. T‑Systems bietet Kommunen und Unternehmen eine Lösung für digitales Wassermanagement. Dabei übertragen vernetzte Wasserzähler Verbrauchsdaten automatisiert mithilfe von „Internet of Things (IOT)“-Technologie. Dies ermöglicht es, Wasserentnahmen zu überwachen und Veränderungen des Grundwasserspiegels zu erkennen. Unter geeigneten Einsatzbedingungen kann eine solche digital unterstützte Steuerung der Wasserentnahme dazu beitragen, den Grundwasserverbrauch zu reduzieren und eine effizientere Bewässerung zu unterstützen.
Anwendungen für ESG‑Datenmanagement und Energiesteuerung
Im Leistungsportfolio „Digitale Nachhaltigkeit“ bieten wir Geschäftskunden mit dem Telekom Nachhaltigkeitsmanager eine digitale Lösung an, mit der sie ESG‑Daten zentral erfassen, regulatorische Anforderungen erfüllen und Nachhaltigkeitsziele messbar steuern können. Das Angebot umfasst unter anderem eine zentrale ESG‑Datenplattform, Anwendungen zur Treibhausgasbilanzierung sowie Lösungen für Lieferketten‑ oder Compliance‑Management. Ergänzt wird das Portfolio durch datenbasierte Analysen, einschließlich KI‑gestützter Auswertungen, sowie durch Beratungsleistungen entlang des gesamten Transformationsprozesses.
Auch im Energiemanagement kommen digitale Lösungen zum Einsatz. IoT‑basierte Komplettlösungen mit nachrüstbarer Sensorik und softwaregestützter Auswertung ermöglichen die Digitalisierung von Energieverbräuchen in Gebäuden. So entsteht Transparenz über den Energieeinsatz, die eine wichtige Grundlage für Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen bildet.
Cloud4Log: Logistik digital und papierlos
Cloud4Log ist eine digitale Logistikplattform von T‑Systems, der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und dem Unternehmen GS1 Germany, die den papierlosen Austausch von Transportdokumenten ermöglicht. Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik können über diese Plattform Warenlieferungen in Echtzeit mit digitalen Lieferscheinen begleiten. Seit Juni 2025 ist zudem der elektronische internationale Frachtbrief (eCMR) als Add-on verfügbar, mit dem grenzüberschreitende Transporte digital und rechtssicher abgewickelt werden können – gemäß den regulatorischen Vorgaben. Digitale Lösungen wie diese können den Papierverbrauch in der Logistik deutlich reduzieren. Aus der Zahl der im Berichtsjahr über Cloud4Log abgewickelten Vorgänge ergibt sich rechnerisch ein Einsparpotenzial von rund 800.000 Seiten Papier.
X‑Creation – Innovation und Wertschöpfung gemeinsam vorantreiben
Wir arbeiten aktiv mit Partnern in Innovationsprojekten zusammen, um digitale Lösungen für nachhaltige Anwendungen zu entwickeln. Ein Beispiel ist das X‑Creation-Programm von T‑Systems. In dieser Community erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen. Das UNFCCC-Sekretariat (Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen) wurde 2024 offizieller Partner des Programms.
Nach einem ersten Erfolg im Jahr 2024 – einer KI‑gestützten App gegen Desinformation in den sozialen Medien – widmete sich X‑Creation im Berichtsjahr erneut aktuellen Herausforderungen. Dazu kamen bei einem digitalen Event rund 1.000 Teilnehmende von über 140 Partnerorganisationen wie Industriekunden, Behörden, Hochschulen oder NGOs zusammen.
Die Teilnehmenden entwickelten mehr als 27 Lösungsansätze, unter anderem zur Finanzierung kommunaler Klimaschutzmaßnahmen, zum Gesundheitsökosystem der Zukunft, zu Gebäudeeffizienz sowie zur Stärkung der Medienkompetenz. Darüber hinaus gingen aus dem Programm zwei Start‑ups hervor, die sich mit umweltbezogenen Technologien befassen.
Für 2026 ist geplant, X‑Creation in eine gemeinnützige Organisation zu überführen, um Zusammenarbeit und Innovation langfristig weiter zu stärken.
Enablement-Faktor: potenzielle CO2e-Einsparungen auf Kundenseite
Seit 2014 analysieren wir, in welchem Umfang unsere ICT‑Lösungen dazu beitragen können, Treibhausgasemissionen bei Kund*innen zu reduzieren. Die Berechnungen basieren auf Daten und Annahmen zu verschiedenen Nutzungsszenarien – beispielsweise zur Vermeidung von Geschäftsreisen durch den Einsatz von Business-Conference-Lösungen. Jährlich ermitteln wir so die potenzielle Klimaschutzwirkung unserer Lösungen auf Kundenseite anhand modellierter Szenarien.
Um Fortschritte zu messen, ermitteln wir den KPI „Enablement-Faktor“. Er setzt das potenzielle CO2e‑Einsparpotenzial bei Kund*innen ins Verhältnis zu unserem eigenen CO2e‑Fußabdruck (Scope 1 bis 3).
Für Deutschland wurde im Jahr 2025 ein Enablement-Faktor von 6,09 ermittelt. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis zwischen den potenziellen Einsparwirkungen durch die Nutzung unserer Lösungen und unseren eigenen Emissionen. Das bedeutet: Für jede Tonne CO2, die wir in Deutschland durch die Bereitstellung dieser Produkte und Lösungen verursachen, ergibt sich rechnerisch ein potenzielles Einsparvolumen von ca. 6 Tonnen CO2e auf Kundenseite. Die Berechnungen beruhen auf Modellannahmen und stellen keine tatsächlichen Emissionsreduktionen dar.
Ein Großteil der potenziellen Einsparungen auf Kundenseite in Deutschland entsteht durch
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Homeoffice und unsere Business- und Videokonferenz-Lösungen,
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Cloud Computing sowie
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leistungsfähigere Server, energieeffizientere Rechenzentren und eine höhere Auslastung der Infrastruktur.
Für noch mehr Transparenz und Vergleichbarkeit unterstützen wir auch im Berichtsjahr weiterhin die European Green Digital Coalition (EGDC) dabei, einen Industriestandard zur Berechnung von Emissionseinsparungen durch ICT‑Produkte zu entwickeln.
KPI „Enablement-Faktor“ Deutsche Telekom in Deutschland
Die modellierten, potenziellen positiven CO2e-Effekte, die auf Kundenseite durch die Nutzung unserer Produkte und Lösungen ermöglicht werden, lagen im Berichtsjahr in Deutschland insgesamt bei 23,5 Mio. Tonnen CO2e. Dies entspricht in etwa dem durchschnittlichen CO2e-Fußabdruck der Einwohner*innen der Städte München und Frankfurt am Main zusammen. a
Daraus ergibt sich für 2025 ein Enablement-Faktor von 6,09. Der Enablement-Faktor liegt damit höher als im Vorjahr (4,41). Diese Entwicklung ist auf mehrere Einflussfaktoren zurückzuführen: Dazu zählen unter anderem höhere Absatzmengen ausgewählter digitaler Lösungen sowie Veränderungen im Nutzungsverhalten, etwa durch vermehrtes Arbeiten im Homeoffice. Zusätzlich wirkten sich gesunkene Scope‑1‑, ‑2‑ und ‑3‑Emissionen der Deutschen Telekom auf den Enablement-Faktor aus.
Enablement-Faktor von 2022 bis 2025
Extrakt: bei unseren Kund*innen ermöglichte positive CO2-Effekte
in kt CO2e
Eine umfassende Einordnung der positiven und negativen Auswirkungen der Deutschen Telekom im Zusammenhang mit Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch finden Sie unter „Klimawandel“ in unserer geprüften Nachhaltigkeitserklärung 2025.
KI‑Entwicklung: Energie und Ressourcenbedarf im Fokus
Anwendungen, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, haben einen besonders hohen Energie- und Ressourcenbedarf. Um eine möglichst ressourcen- und energieeffiziente Entwicklung und Nutzung von KI zu unterstützen, haben wir im Jahr 2024 neun Grundsätze für „grüne KI“ entwickelt und veröffentlicht. Sie geben Orientierung, wie ökologische Aspekte bei der Entwicklung von KI‑Lösungen berücksichtigt werden können. Mit diesen Grundsätzen möchten wir nicht nur unseren Entwickler*innen praktische Leitplanken geben, sondern auch Impulse in der ICT‑Industrie setzen. So sehen die Grundsätze etwa vor, dass KI‑Modelle mehrfach verwendet und Hardware-Ausstattungen an den Bedarf angepasst sein sollen. Gleichzeitig kann KI – verantwortungsvoll genutzt – dazu beitragen, Energie effizienter zu nutzen: Beispielsweise wird im Rechenzentrum in Magdeburg seit 2025 im Regelbetrieb eine KI‑basierte Lösung zur Steuerung der Kühlsysteme erprobt. In der Testphase zeigte sich unter den betrachteten Bedingungen ein Effizienzpotenzial von bis zu 33 % beim kühlbedingten Energieverbrauch gegenüber dem Ausgangsbetrieb. Weitere Informationen finden Sie unter Energie hier im CR‑Bericht.
Ein Blick nach vorn
Ab 2026 entwickeln wir unsere Wirkungsmessung weiter, um u. a. produktbezogene Emissionskalkulationen methodisch zu schärfen und mit dem PCF‑Tool zu verknüpfen. Dabei prüfen wir eine Ausrichtung an anerkannten Standards, etwa an den ISO‑Normen (International Organization for Standardization) sowie an Empfehlungen der International Telecommunication Union (ITU).
Zugleich gewinnt „grüne KI“ für uns weiter an Bedeutung. Ein Beispiel ist die 2026 eröffnete KI‑Fabrik in München. Die KI‑Fabrik wird mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. In der KI‑Fabrik können Geschäftskunden unter anderem sogenannte digitale Zwillinge betreiben, mit denen sich Produktionslinien oder ganze Fabriken virtuell abbilden, simulieren und weiterentwickeln lassen, bevor reale Vorhaben umgesetzt werden. Solche Anwendungen können dazu beitragen, Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcenverbräuche sowie Emissionen zu reduzieren.
Deep Dive für Expert*innen
Management & Rahmenwerke
Unsere neun Grundsätze für „grüne KI“ sollen unseren Entwickler*innen eine Orientierung geben, wie KI‑Lösungen unter ökologischen Gesichtspunkten entwickelt und eingesetzt werden können. Sie sollen einen Weg aufzeigen, wie wir Risiken – etwa einem deutlich steigenden THG‑Fußabdruck – frühzeitig begegnen können.
Unsere Verpackungsleitlinie ist Teil der „Standard Design“-Spezifikationen, die auch ökologische Anforderungen an Produktbestandteile und Design enthalten. Alle Hersteller müssen diese Kriterien bei der Entwicklung von Telekom-Geräten erfüllen.
Produkte mit Nachhaltigkeitsbezug und ihr Anteil am Gesamtumsatz
Seit 2014 ermitteln wir den Anteil der Produkte mit Nachhaltigkeitsbezug am Gesamtumsatz. Die Methodik berücksichtigt ökologische und soziale Kriterien. Ausführliche Informationen zur Methodik finden Sie hier.
Relevante Standards
Global Reporting Initiative (GRI)
GRI 302-5 (Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen)
Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)
Die wichtigsten Kennzahlen zu Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken
Weitere Informationsquellen zum Impact Measurement
a aBerechnungsgrundlagen sind der durchschnittliche CO2-Fußabdruck eines/einer Deutschen gemäß Bundesumweltamt 2025 sowie die Einwohnerzahlen deutscher Großstädte.