Künstliche Intelligenz (KI), Kryptowährungen, Streaming-Dienste – die technologische Entwicklung verläuft in rasantem Tempo, und mit ihr steigt der Energiebedarf der digitalen Anwendungen. Wir verfolgen das Ziel, trotz wachsendem Datenvolumen und Netzausbau den Energieverbrauch mittelfristig mindestens stabil zu halten (2027 gegenüber dem Basisjahr 2023, ohne T‑Mobile US). In den vergangenen Jahren konnten wir die Energieintensität – also unseren Energieverbrauch im Verhältnis zum übertragenen Datenvolumen – kontinuierlich reduzieren. Darüber hinaus spielt auch der Ausbau erneuerbarer Energien für uns eine wichtige Rolle: Sie können dazu beitragen, energiebedingte Emissionen zu begrenzen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern – insbesondere in Kombination mit Batteriespeichern.
Tiefergehend behandeln wir die Themen Energieverbrauch, ‑mix und ‑effizienz sowie Klimaschutz unter „Klimawandel“ und „Allgemeine Angaben“ in unserer geprüften Nachhaltigkeitserklärung 2025. Dort schildern wir unsere Ziele und die Pläne zu ihrer Umsetzung. Weitere Informationen zum Klimaschutz erhalten Sie außerdem hier im CR‑Bericht.
Erreichte Meilensteine, laufende Projekte und Ziele
Seit 2021 beziehen wir konzernweit 100 % Strom aus erneuerbaren Energien (Scope 2, marktbasierte Methode) – aus langfristigen Lieferverträgen, direktem Stromeinkauf und zertifizierten Herkunftsnachweisen. Für einen mittelfristig stabilen Energieverbrauch legen wir den Fokus auf die Modernisierung unserer Netzinfrastruktur und den möglichst effizienten Betrieb unserer Netze und Rechenzentren.
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Wo wir herkommen
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Wir berichteten im Geschäftsbericht für das Jahr 2011 erstmals eine Kennzahl zu unserem Energieverbrauch.
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Wir ergänzten den bisherigen KPI „Energieverbrauch“ um den KPI „Energy Intensity“, der unseren Energieverbrauch ins Verhältnis zum übertragenen Datenvolumen setzt.
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Wir setzten uns das Ziel, bis Ende 2021 unseren Strombedarf konzernweit zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu decken.
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Wir implementierten unsere konzernweit geltende Energie-Guideline, die Hinweise zur Optimierung der Energieeffizienz gibt.
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Wir deckten unseren Strombedarf konzernweit zu 100 % aus erneuerbaren Energien (Scope 2, marktbasierte Methode).
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Unsere Gesellschaft Power and Air Condition Solution Management GmbH (PASM) begann damit, erste Batteriegroßspeicher in Deutschland zu errichten.
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Wir verdoppelten unsere Energieeffizienz in Deutschland und Europa (im Vergleich zu 2020). Unsere Fortschritte messen wir mit dem KPI „Energy Intensity“ (Energieverbrauch im Verhältnis zum übertragenen Datenvolumen).
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Wir nahmen in Deutschland die ersten beiden Batteriegroßspeicher in Münster und Bamberg mit einer Gesamtkapazität von 36 MWh in Betrieb.
Wo wir im Berichtsjahr stehen
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Wir nutzen vermehrt KI- und Machine-Learning-Anwendungen, um die Energieeffizienz beim Betrieb unserer Netzinfrastruktur zu optimieren, beispielsweise zur Analyse und Prognose von Daten- und Sprachverkehrsaufkommen im Netz.
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Im Rechenzentrum in Magdeburg nutzen wir eine KI‑basierte Software des Start-ups etalytics, um die Kühlsysteme zu steuern.
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Wir treiben die Planung und den Aufbau der Industrial AI Cloud, Deutschlands erster KI‑Fabrik, in München gemeinsam mit Technologiepartnern wie NVIDIA voran. Die KI‑Fabrik wird mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.
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Wir kaufen weiterhin Strom aus erneuerbaren Energien ein und schließen weitere Power Purchase Agreements (PPAs), also langfristige Stromlieferverträge, ab – im Berichtsjahr etwa einen Zehn-Jahres-Vertrag mit einem neuen PV‑Park in Mecklenburg-Vorpommern.
Wo wir hinwollen
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In Deutschland und Europa wollen wir über eine weitere Steigerung unserer Energieeffizienz unseren Energieverbrauch gegenüber dem Basisjahr 2023 mindestens stabil halten – trotz Netzausbau und steigendem Datenvolumen.
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Bis spätestens 2040 wollen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null-Emissionen erreichen – über Scope 1–3 hinweg. Dazu wollen wir im Vergleich zu 2020 mindestens 90 % der Emissionen einsparen; lediglich bis zu 10 % dürfen über hochwertige Projekte neutralisiert werden, die CO2e aus der Atmosphäre binden.
Netzinfrastruktur: Innovationen für Energieeffizienz
In konzernweiten Innovationsprojekten entwickeln wir neue Ansätze für unseren Netzbetrieb: Beispielsweise modernisieren wir die Netzinfrastruktur, setzen auf betriebliche Energiesparfunktionen und weitere Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz. Im Mobilfunk kommen z. B. sogenannte Power Saving Features zum Einsatz (ohne T‑Mobile US). Sie schalten bestimmte Funktionen automatisch ab, wenn das Netz nur gering ausgelastet ist.
Auch KI kann helfen, den Energieeinsatz im Mobilfunknetz gezielter zu steuern. In Griechenland kommen dafür etwa KI‑ und Machine-Learning-Algorithmen zum Einsatz: Sie analysieren die Auslastung des Netzes und passen den Energieverbrauch eines Netzbestandteils – des Radio Access Network (RAN) – bedarfsgerecht an. Für Kund*innen bleibt das ohne spürbare Auswirkungen.
Wir setzen KI außerdem ein, um Netzkapazitäten stärker an erwartete Auslastungen anzupassen, etwa durch dynamische Steuerung einzelner Mobilfunk-Zellen: Bei Großereignissen wie Open‑Air-Konzerten oder Fußballspielen kann die Antennenleistung erhöht werden; in Zeiten geringer Nachfrage – zum Beispiel nachts oder an spielfreien Tagen – können bestimmte Frequenzen automatisch in einen Schlafmodus wechseln.
„Green Coding & AI Community“: Best Practices teilen und in der Praxis verankern
Auch in der Software-Entwicklung spielt Energie- und Ressourceneffizienz eine immer größere Rolle. Unter dem Stichwort „Green Coding“ arbeiten Teams der Deutschen Telekom an Wegen, Anwendungen so zu entwickeln, dass sie ressourcenschonender ausgeführt werden können.
Eine eigene Green-Coding-Community bringt dafür Entwickler*innen zusammen, die solche Ansätze in ihrem Arbeitsalltag voranbringen wollen – etwa bei Hackathons oder BarCamps. Dort entstehen Prototypen und neue Ideen. Bei Veranstaltungen wie „Watt the Hack?! – Battle for the Leanest Kubernetes Cluster“ loten Teams beispielsweise aus, wie sich verschiedene Ansätze auf den Ressourcenbedarf auswirken können. Aus dem internen Wettbewerb ging ein Gewinnerteam hervor: Dessen Vorschlag zeigte unter den Testbedingungen eine um rund 30 % geringere Energieaufnahme im Vergleich zur bisherigen Lösung, bei gleichbleibender Service-Qualität. Solche Formate helfen dabei, Ideen zu erproben, Erfahrungen zu teilen und „Green Coding“-Prinzipien im Arbeitsalltag weiter zu verankern.
Auf Initiative der Green-Coding-Community wurden zudem 2025 im internen Entwicklerportal Magenta CICD sogenannte CO2‑Labels für Cloud-Projekte eingeführt. Dadurch können Entwickler*innen direkt im Arbeitsalltag den CO2‑Footprint ihres Projekts einsehen und erhalten Transparenz darüber, wie sich Cloud-Projekte anhand CO2‑bezogener Kennwerte einordnen lassen. Ab 2026 soll diese Kennzeichnung schrittweise auch Daten von weiteren Anbietern umfassen.
Moderne Telekommunikationsinfrastruktur erzeugt im Betrieb viel Wärme. Daher spielen Kühlsysteme an Telekommunikationsstandorten und in Rechenzentren auch eine wichtige Rolle für den Gesamtenergieverbrauch. Datenbasierte und automatisierte Systeme können den Kühlbedarf bedarfsgerecht steuern und die Leistung an die tatsächliche Wärmelast anpassen.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein Blick nach Griechenland: Dort kommen an mehr als 1.500 Netzwerkstandorten intelligente Automationen zum Einsatz. Sie sind Teil eines zentralen Energiemanagementsystems und unterstützen die Steuerung der Kühlung.
Darüber hinaus wird die Anwendung „Optimal Temperature Set Point“ eingesetzt: Die KI‑ bzw. Machine-Learning-basierte Automatisierung wertet die Temperaturen von Netzelementen fortlaufend aus und leitet einen passenden Sollwert für die Klimaanlage in Technikräumen ab.
Auch im Rechenzentrum Zagreb erfassen Sensoren im Minutentakt die aktuelle Wärmesituation. Mithilfe dieser Daten steuern KI‑basierte Regelungen Lüfter und Kühlaggregate so, dass sie sich flexibel an die jeweilige Last anpassen und bei Bedarf ein- und ausgeschaltet werden. So wird die Kühlung auf die Wärmeentwicklung abgestimmt. Das Projekt „White Space Cooling Optimization“ (WSCO) wird in Kroatien gemeinsam von Hrvatski Telekom und Siemens umgesetzt.
Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Energieverbrauchs und zur Erhöhung der Energieeffizienz schildern wir im „Deep Dive“ sowie in unserer geprüften Nachhaltigkeitserklärung 2025. Eng verknüpft mit unserem Ansatz für energieeffiziente Netze sind auch die Themen Betrieblicher Ressourcenschutz und Sensibilisierung von Mitarbeitenden hier im CR‑Bericht.
KPI „Energy Intensity“
Wir konnten die Energieintensität (also unseren Energieverbrauch im Verhältnis zum übertragenen Datenvolumen) in den vergangenen Jahren stetig reduzieren. Im Berichtsjahr ist die Energieintensität von 57 kWh/Terabyte (2024) auf 48 kWh/Terabyte (2025) gesunken. Dies entspricht einer Reduktion von rund 16 %. Investitionen in moderne Technik haben diese Entwicklung der letzten Jahre möglich gemacht – ebenso wie die Abschaltung von veralteten Netzwerktechnologien. Ausführliche Angaben zu unserem KPI „Energy Intensity“ finden sich in unserer Nachhaltigkeitserklärung 2025. Als Indikator für die Effizienzsteigerung in unseren Rechenzentren nutzen wir darüber hinaus den sog. PUE‑Wert (Power Usage Effectiveness). Detailinformationen zu dieser Kennzahl finden Sie im „Deep Dive“.
Energy Intensity – Datenvolumen
in kWh/Terabyte
Erneuerbare Energien: Stromlieferverträge und Batteriegroßspeicher
Wir beziehen Strom aus erneuerbaren Quellen über unterschiedliche Instrumente: Wir schließen Stromlieferverträge mit Stromproduzenten ab, sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs), kaufen vermehrt Strom aus erneuerbaren Quellen direkt ein oder erwerben entsprechende Herkunftsnachweise.
Diese Lieferverträge bieten uns Preisstabilität und können die Planungs- und Investitionssicherheit erhöhen.
Ende 2025 haben wir konzernweit 31,7 % (2024: 36,2 %) unseres Stroms über PPAs und Eigenerzeugung bezogen. Ohne T‑Mobile US lag der der Anteil bei 26,1 % (2024: 22,6 %). Wir beobachten die Strommärkte in den einzelnen Ländern kontinuierlich, um neue PPA‑Optionen zu identifizieren, und schließen entsprechende Verträge ab, sofern sie wirtschaftlich sinnvoll sind und zu unserer Absicherungsstrategie passen. Ein Beispiel dafür ist der 2025 in Betrieb genommene Photovoltaik-Park im mecklenburgischen Tützpatz – der größte seiner Art in Deutschland. Über ein zehnjähriges PPA nehmen wir den dort erzeugten PV‑Strom vollständig ab. Eine Übersicht über die jährliche Entwicklung des PPA‑Anteils seit 2022 findet sich im „Deep Dive“.
2025 hat die Gesellschaft PASM an den Standorten Bamberg, Hannover und Münster Batteriegroßspeicher betrieben. Sie dienen dazu, Strom aus erneuerbaren Quellen zwischenzuspeichern und flexibel abrufbar zu machen. Ende 2025 wurde eine Gesamtleistung von 16 MW erreicht. Die Speicherkapazität beträgt insgesamt 96 MWh (pro Tag).
USA: diversifiziertes Energieportfolio
T‑Mobile US setzt ebenfalls auf energieeffiziente Technologien und den Bezug erneuerbarer Energien. Das Unternehmen hat hierzu ein diversifiziertes Portfolio erneuerbarer Energiequellen aufgebaut. Dieses umfasst unter anderem mittel‑ bis langfristige virtuelle Stromabnahmeverträge (Virtual Power Purchase Agreements, VPPAs) mit Wind‑ und Solarparks, On‑Site‑ sowie Community‑Solar‑Verträge und ergänzende kurzfristige Grünstromvereinbarungen im Retail‑Bereich.
Diese Strategie trägt dazu bei, Preisvolatilitäten zu reduzieren und langfristig attraktive Energiekonditionen zu sichern.
Diversifiziertes Energieportfolio (T‑Mobile US)
T‑Systems: starke Leistung, effizient erbracht
T‑Systems konzentriert sich u. a. auf den Betrieb von Rechenzentren und Leistungen für Geschäftskunden. Seit 2021 beziehen unsere Rechenzentren weltweit zu 100 % Strom aus erneuerbaren Energien – entweder direkt, durch den Abschluss von PPAs, über eigene Energieerzeugung oder den Kauf von Herkunftsnachweisen. Wir verbessern die Energieeffizienz unserer Rechenzentren kontinuierlich und messen die Effizienzsteigerung über den PUE‑Wert (mehr zur Berechnung im „Deep Dive“). Der durchschnittliche globale PUE‑Wert lag genauso wie der PUE‑Wert unserer T‑Systems Rechenzentren in Deutschland bei 1,53 (2024: global 1,56; Deutschland 1,53).
Energieeffizienz der T-Systems Rechenzentren
Die Rechenzentren werden energieeffizienter (PUE-Wert)
Beim Betrieb achtet T‑Systems z. B. auf den Einsatz möglichst effizienter Server- und Speicher-Hardware, optimierte Kühlung beim Betrieb von Rechenzentren oder automatisierte Software-Features. Im Rechenzentrum in Magdeburg steuert seit 2025 im Regelbetrieb beispielsweise eine KI‑basierte Lösung des Start-ups etalytics die Kühlsysteme. Nach rund einem Jahr erfolgreicher Testphase übernimmt die Lösung im Regelbetrieb die Optimierung der komplexen Kühlinfrastruktur. Sie passt nicht nur die Austrittstemperatur der Kältemaschinen an, sondern stellt auch den optimalen Betriebsmodus für jedes Kühlmodul ein, auch bei wechselnden äußeren und inneren Bedingungen. In der Testphase zeigte sich unter den betrachteten Bedingungen ein Effizienzpotenzial von bis zu 33 % beim kühlbedingten Energieverbrauch gegenüber dem Ausgangsbetrieb.
Mittel- und langfristig möchten wir unsere Cloud-Applikationen unter Energieeffizienz-Gesichtspunkten weiterentwickeln („Green Coding“). Bereits seit 2014 nimmt T‑Systems am „EU Code of Conduct on Data Centre Energy Efficiency“ teil. Dabei handelt es sich um einen freiwilligen Verhaltenskodex mit dem Ziel, Betreiber und Eigentümer von Rechenzentren zu motivieren, den Energieverbrauch und damit die negativen Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Energieversorgungssicherheit zu reduzieren. Ende 2025 betrieb T‑Systems insgesamt 16 FMO (Future Mode of Operation/Zukunftsbetriebsmodus)-Twin-Core-Rechenzentren an sieben Standorten in Europa sowie vier lokale, kundenspezifische Rechenzentren. Seit 2024 sind alle neun internen FMO-Twin-Core-Rechenzentren im EU‑Verhaltenskodex gelistet. Daneben ist T‑Systems 2021 dem Pakt für klimaneutrale Rechenzentren („Climate Neutral Data Centre Pact“ – CNDCP) beigetreten. Seit 2023 sind wir zertifiziertes Mitglied.
Deutschlands erste KI‑Fabrik
Im Berichtsjahr wurden die Planung und der Aufbau der Industrial AI Cloud, Deutschlands erster KI‑Fabrik, in München vorangetrieben. Ziel ist es, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und dem öffentlichen Sektor KI‑Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Das Projekt entstand in Partnerschaft mit Technologieunternehmen wie NVIDIA, die Eröffnung fand am 4. Februar 2026 statt. Die KI‑Fabrik soll künftig einen zentralen Baustein einer souveränen europäischen KI‑Infrastruktur bilden. Neben Aspekten digitaler Souveränität und industrieller Wettbewerbsfähigkeit spielten auch Klimaschutzüberlegungen bei der Planung eine Rolle: Die KI‑Fabrik wird mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. Zudem nutzt die KI‑Fabrik ein Kühlkonzept, bei dem Wasser aus einem nahe gelegenen Bach in die Kühlung einbezogen wird. Darüber hinaus sollen Anwendungen wie digitale Zwillinge und simulationsbasierte Physical‑AI-Ansätze unterstützt werden. Diese können Unternehmen dabei unterstützen, Entwicklungs- und Produktionsprozesse ressourcen- und energieeffizienter zu gestalten.
Ein Blick nach vorn
In den kommenden Jahren wollen wir unseren Energieverbrauch über eine kontinuierliche Steigerung unserer Energieeffizienz weiter stabilisieren – trotz rasant wachsendem Datenvolumen. Ein wichtiger Fokus liegt auch auf dem weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien und Großspeicherlösungen. Ergänzend setzen wir verstärkt auf den Einsatz digitaler und KI‑basierter Lösungen, um Energieverbräuche insbesondere in Rechenzentren weiter zu optimieren.
Deep Dive für Expert*innen
Management & Rahmenwerke
Die Telekom-Gesellschaft PASM bezieht die Energie für die deutschen Telekom-Konzerngesellschaften. Ihr Energiemanagementsystem ist nach der internationalen Norm ISO 50001 zertifiziert.
Unser Ziel, bis Ende 2021 konzernweit unseren Strombedarf zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu beziehen (marktbasiert, Scope 2), haben wir erreicht. Um diese Selbstverpflichtung zu betonen, haben wir uns der globalen Initiative RE100 angeschlossen. Ihr Ziel ist es, den Strombezug aus erneuerbaren Quellen voranzutreiben.
Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Energieverbrauchs und zur Erhöhung der Energieeffizienz
Das Thema Energieeffizienz haben wir bei der Auswahl von neuen Technologien bereits in der Architektur- und Designphase durch Spezifikationen und Vorgaben fest verankert. Die Guideline umfasst technische Anlagen entlang der gesamten Infrastruktur: von Netzelementen über Rechenzentren bis hin zu Klimatisierungs- und Überwachungssystemen.
Die Eigenproduktion erneuerbarer Energien stieg konzernweit von 7,8 GWh im Jahr 2024 auf 13,9 GWh im Jahr 2025. Dazu kooperieren wir im Bereich der erneuerbaren Energien mit verschiedenen Zulieferern. Parallel liegt ein Fokus auf dem Einsatz von Stromspeichern und der Implementierung von intelligentem Lastmanagement. In Deutschland wird Abwärme in ITK‑Netzknoten (Informations- und Telekommunikationstechnik) von PASM genutzt. Ein Beispiel ist die Versorgung des Pallasseum-Gebäudes in Berlin. Im Jahr 2025 wurden am Standort Winterfeldtstraße in Berlin mithilfe einer Wärmepumpe 732 MWh Wärme aus Abwärme erzeugt und an den Energieversorger GASAG für die Beheizung des Wohngebäudes geliefert.
KPI „PUE“
Die Energieeffizienz in unseren Rechenzentren a (RZ) verbessern wir kontinuierlich mit verschiedenen Maßnahmen. Ein Indikator für die Effizienzsteigerung unserer Rechenzentren ist der „Power Usage Effectiveness (PUE)“-Wert, den wir nach der Methode der RZ‑Norm EN 50600 ermitteln. Der PUE‑Wert ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der verbrauchten elektrischen Gesamtenergie des RZ und der elektrischen Energieaufnahme der IT.
Rechenzentren PUE
KPI „Erneuerbare Energien“
Mit dem KPI „Erneuerbare Energien“ messen wir unsere Fortschritte. Die Kennzahl weist den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien im Verhältnis zum Gesamtstromverbrauch aus. Darüber hinaus haben wir konzernweit gültige Parameter entwickelt, mit denen wir Stromeinkäufe in allen Landesgesellschaften in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte bewerten.
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2025 |
2024 |
2023 |
2022 |
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Da |
EUb |
Konzern |
Da |
EUb |
Konzern |
Da |
EUb |
Konzern |
Da |
EUb |
Konzern |
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Gesamtenergieverbrauch (GWh) |
2.184 |
1.728 |
11.957 |
2.274 |
1.759 |
11.991 |
– |
– |
– |
– |
– |
– |
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Gesamtverbrauch erneuerbarer Energien (GWh) |
1.897 |
1.549 |
11.144 |
1.948 |
1.564 |
11.120 |
– |
– |
– |
– |
– |
– |
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Anteil erneuerbare Energien |
87 % |
90 % |
93 % |
86 % |
89 % |
93 % |
– |
– |
– |
– |
– |
– |
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Gesamtstromverbrauch (GWh) |
1.894 |
1.549 |
11.139 |
1.947 |
1.564 |
11.118 |
1.911 |
1.540 |
11.316 |
2.265 |
1.576 |
12.252 |
||||||||
Strom aus erneuerbaren Energien (GWh) |
1.894 |
1.549 |
11.139 |
1.947 |
1.564 |
11.118 |
1.911 |
1.540 |
11.316 |
2.265 |
1.576 |
12.252 |
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Anteil erneuerbarer Strom |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
100 % |
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Zertifikate |
67 % |
66 % |
51 % |
68 % |
66 % |
44 % |
74 % |
68 % |
46 % |
53 % |
63 % |
50 % |
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Power Purchase Agreementsc |
33 % |
20 % |
32 % |
29 % |
17 % |
36 % |
26 % |
5 % |
32 % |
23 % |
0 % |
28 % |
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Direktbezugd |
1 % |
14 % |
17 % |
4 % |
17 % |
20 % |
0 % |
26 % |
21 % |
23 % |
22 % |
23 % |
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Selbsterzeugungc |
– |
– |
– |
– |
– |
– |
0,18 % |
0 % |
0,05 % |
0,1 % |
0 % |
0,04 % |
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Auch wenn wir unseren Stromverbrauch bevorzugt über PPAs und Eigenerzeugung sowie Direktbezug decken, müssen wir aufgrund begrenzter Kapazitäten nach wie vor auf Herkunftsnachweise zurückgreifen.
Erneuerbare Energien im Konzern
in MWh
bSeit diesem Berichtsjahr enthält diese Position neben Biogas auch weitere erneuerbare Quellen (z.B. Biokraftstoffe wie HVO100). Die Bezeichnung und die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
Relevante Standards
Global Reporting Initiative (GRI)
GRI 3-3 (Management der wesentlichen Themen); GRI 302: Energie
GRI 302-1 (Energieverbrauch innerhalb der Organisation)
GRI 302-3 (Energieintensität)
GRI 302-5 (Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen)
Indikatoren der GSM Association (GSMA) für Telekommunikationsanbieter
GSMA-ENV-03 (Energieverbrauch)
Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)
Die wichtigsten Kennzahlen zur Messung und zum Management klimabezogener Chancen und Risiken
a aBetrieb und Nutzung als Multi-Customer- und Multi-Plattform-Rechenzentren.