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Investitionen

Das Herzstück unserer Wertschöpfung sind unsere Netze und unsere Technologie. Deshalb bauen wir unsere Fest- und Mobilfunknetze konsequent aus und verzahnen sie miteinander. Denn unser strategisches Ziel ist, unseren Kunden jederzeit und überall die schnellstmögliche Verbindung in hervorragender Qualität anzubieten. Auch für die Zukunft setzen wir weiter auf hohe Investitionen. Auf unserem Kapitalmarkttag 2024 haben wir angekündigt, bis 2027 rund 21 % unserer Service-Umsätze wieder zu investieren (Deutsche Telekom ohne T‑Mobile US und ohne Investitionen in Spektrum). Im Jahr 2024 investierten wir konzernweit rund 16 Mrd. € v. a. in den Aufbau und Betrieb von Netzen (Spektruminvestitionen nicht berücksichtigt), davon entfallen 5,8 Mrd. € allein auf Deutschland. Damit investieren wir mehr als jeder einzelne unserer Wettbewerber in Deutschland. Für hervorragende Qualität und einen noch schnelleren und effizienteren Netzausbau gehen wir auch neue Wege, z. B. mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) für eine bedarfsgerechtere oder stärker automatisierte Infrastrukturplanung und ‑ausbau. Eine integrierte Steuerung verbessert die Auslastung unserer Infrastruktur und erhöht die Effizienz in Betrieb sowie Wartung.

Glasfaserbasierte Festnetze sind die Grundlage für integrierte Netzerlebnisse. Mit Priorität bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. So konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden im operativen Segment Europa gegenüber dem Jahresende 2023 um 3,3 % auf 7,2 Mio. Kunden erhöhen. Insgesamt 10,1 Mio. Haushalte (Abdeckung von rund 38,5 %) haben in unseren europäischen Landesgesellschaften Zugang zu unserem leistungsfähigen Glasfasernetz. In Deutschland haben wir im Jahr 2024 weiteren 2,5 Mio. Haushalten und Unternehmen Zugang zu Glasfaser-Anschlüssen (FTTH) ermöglicht. Damit haben wir unser selbstgestecktes Ziel, bis Ende 2024 mehr als 10 Mio. Glasfaser-Anschlüsse bereitzustellen, erreicht (31. Dezember 2024: 10,1 Mio.). Auch die Nutzung steigt spürbar. Mehr als 470 Tsd. neue Kunden haben sich 2024 für einen unserer Glasfaser-Anschlüsse entschieden. Das ist eine Steigerung von rund 60 % im Vergleich zum Vorjahr. 2025 möchten wir das Level beim Glasfaser-Ausbau beibehalten und erneut ca. 2,5 Mio. neuen Haushalten Glasfaser ermöglichen. Bis 2030 soll jeder Haushalt und jedes Unternehmen in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss bekommen. Unser Anspruch ist es, dass die Telekom Deutschland einen Großteil davon bauen wird. Um dieses Ziel zu unterstützen, haben wir 2023 eine eigene Tiefbaugesellschaft (Deutsche Telekom Tiefbau) gegründet, um die dringend benötigten Kapazitäten für Tiefbauarbeiten auf dem Markt zu erhöhen. Mit den Joint Ventures GlasfaserPlus und Glasfaser NordWest wollen wir in Summe mehr als 5 Mio. Haushalten in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss ermöglichen. Zudem haben wir Kooperationen mit anderen Unternehmen vereinbart, die zu unserer strategischen Zielsetzung beitragen (z. B. die Zusammenarbeit mit dem Verband der Immobilienverwalter Deutschland e.V., der Glasfaser Ruhr und mit 179 Städten und Gemeinden in der Gigabit-Region Stuttgart in Deutschland). Neben den urbanen Zentren soll auch der ländliche Raum vom Netzausbau profitieren, daher planen wir dort bis 2030 insgesamt 8 Mio. Haushalte mit Glasfaser zu versorgen. Auch in unseren europäischen Landesgesellschaften nutzen wir Kooperationen, um den Glasfaser-Ausbau voranzutreiben (z. B. Alpen Glasfaser in Österreich). Auch in den USA wollen wir unser Angebot um Breitband-Festnetz erweitern. Dazu nutzt T‑Mobile US zum einen ihre Spitzenposition in Bezug auf Mobilfunk-Spektrum im mittleren Frequenzband, um Kunden mittels Fixed Wireless Access breitbandiges Festnetz anzubieten. Zum anderen möchte T‑Mobile US bis 2030 12 bis 15 Mio. Haushalte in den USA mit Glasfaser erreichen. Dafür werden sie vornehmlich auf Kollaborationen und Joint Ventures setzen.

Die positive Resonanz zeigt, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen. 2024 sind wir erneut ausgezeichnet worden: Imtest hat die Deutsche Telekom zum besten Internetanbieter Deutschlands gekürt (09/2024), wobei sie im Festnetz-Test 2024 mit der Spitzennote „sehr gut“ als Testsieger hervorging. Auch bei der Connect Leserwahl 2024 in Deutschland konnten wir erneut überzeugen und belegten den ersten Platz in der Kategorie „Festnetzanbieter“. Beim Test der digitalen Service-Angebote der Fachzeitschrift Chip holten wir in der Kategorie „DSL & Festnetz“ ebenfalls den ersten Platz mit der Gesamtnote „sehr gut“. Auch bei dem Festnetz-Test der Fachzeitung Connect sind wir in Deutschland (09/2024) und Österreich Testsieger unter den bundesweiten Anbietern. Unser Netz in Österreich ist zudem beim Ookla® Speedtest Award 2024 als schnellstes Festnetz-Internet ausgezeichnet worden. In Kroatien hat unser Festnetz den Best in Test Award von Umlaut erhalten.

Im Mobilfunk heben wir uns mit unserer durch vielfache Netztests ausgezeichneten Netzqualität vom Wettbewerb ab. Mit 5G schaffen wir ein mobiles Netz mit sehr hoher Zuverlässigkeit, extrem kurzer Reaktionszeit sowie hohen Datendurchsatzraten. Zum Jahresende 2024 können bereits 98,0 % der Bevölkerung in Deutschland unser 5G-Netz nutzen. Bis Ende 2025 soll unser 5G-Netz 90 % der Fläche in Deutschland abdecken und 99 % der Bevölkerung erreichen. Im Jahr 2024 haben wir 5G-Standalone mit innovativen Funktionen wie Network Slicing für unsere Privatkunden in dedizierten Tarifen verfügbar gemacht. Für unsere Geschäftskunden ist diese Technologie bereits seit Längerem verfügbar, z. B. für Live-TV‑Übertragungen oder in 5G-Campus-Netzen für Industrie und Forschung. Zum Jahresende 2024 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 77,2 % der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt. In den USA hat T‑Mobile US seine 5G-Netzführerschaft im Berichtsjahr ausgebaut. Unabhängigen Netztests zufolge erreicht das Netz die beste 5G-Verfügbarkeit und eine höhere Abdeckung als der Wettbewerb.

Bei unabhängigen Netztests schneiden wir immer wieder als Sieger ab: Bei der Connect Leserwahl 2024 in Deutschland belegt die Deutsche Telekom in den Kategorien „Mobilfunknetzbetreiber“ und „Netzbetreiber-Prepaid-Karten“ wiederholt den ersten Platz. Auch bei den drei großen Mobilfunk-Netztests der Fachmagazine Connect, Chip und Computer Bild sind wir erneut Testsieger – bei Ersterem erhält unser Netz sogar die Bestnote „überragend“. Das Mobilfunknetz von T‑Mobile US ist beim Ookla® Speedtest hinsichtlich der Geschwindigkeit weiterhin ungeschlagen. Auch unsere Landesgesellschaften in der Tschechischen Republik, Österreich und Kroatien erhalten diese Auszeichnungen von Ookla. Unser Mobilfunknetz in Kroatien erhält darüber hinaus den Best in Test Award von Umlaut und auch der Test der kroatischen Regulierungsbehörde HAKOM bestätigt uns das beste Mobilfunknetz.

Unser strategisches Ziel ist es, dass wir für unsere Produkte und Dienste die beste integrierte Netzinfrastruktur nutzen können. Daher ergänzen wir unsere eigene Infrastruktur mit der von strategischen Partnern und berücksichtigen auch alternative Zugangsnetze (z. B. Satelliten). Im Berichtsjahr haben T‑Mobile US und SpaceX von der US‑Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) die Genehmigung erhalten, das bestehende Mobilfunknetz in den USA um Verbindungen zu ergänzen, die direkt über Satelliten abgewickelt werden. Mit fast allen aktuellen Smartphones soll es dann auch in Funklöchern möglich sein, Verbindungen herzustellen. Auch in Griechenland testen wir, wie zukünftig Satelliten in das Mobilfunknetz integriert werden können. Dazu hat unsere griechischen Landesgesellschaft eine innovative Anwendung realisiert: Gemeinsam mit dem Partner Skylo konnten die Technik-Teams erfolgreich Satellitenkommunikation in unser Netz integrieren. In ersten Tests haben wir SMS über diesen Weg direkt auf ein mobiles Endgerät geschickt. Kommunikation über Satellit ergänzt mittlerweile auch die klassischen terrestrischen IoT-Netze (NB-IoT, LTE-M, 4G und 5G). Im Berichtsjahr haben wir IoT-Tarife für Satellitenkonnektivität auf den Markt gebracht. Dafür arbeitet unsere Deutsche Telekom IoT mit drei Spezialisten zusammen: Intelsat, Skylo und Viasat.

Die Bereitstellung von Konnektivität und Diensten auf Basis eigener und Partnerinfrastruktur setzt technologie- und domänenunabhängige Orchestrierungsfähigkeiten voraus. Diese liegen in einem separaten technischen Kontroll-Layer über der eigentlichen Infrastruktur. Mit dieser Orchestrierungsebene steuern wir das „Netz der Netze“. Um die notwendigen Orchestrierungsfähigkeiten aufzubauen, modernisieren wir unsere NT-/IT-Architektur. Wir fokussieren uns darauf, das volle Potenzial von Netzwerk-Automatisierung, Cloudifizierung und Disaggregation zu heben und somit auch deutlich schneller, flexibler und kosteneffizienter in unserer Produktion zu werden. Durch Disaggregation – also die Trennung von Hardware und Software – wird auch die Einführung neuer Lieferanten möglich. Im Berichtsjahr haben wir wesentliche Fortschritte beim offenen Antennen-Zugangsnetz, dem sog. Open Radio Access Network (Open RAN), gemacht. Anders als bisher funktionieren dabei Komponenten einer Vielzahl verschiedener Technologielieferanten zusammen. Der erste Verbund solcher Antennen funkt seit Dezember 2023 erstmals im kommerziellen Netz und versorgt Gebiete in Neubrandenburg. Nokia und Fujitsu liefern die dafür nötigen Technologiekomponenten. Bis 2027 planen wir mehr als 3 Tsd. Open-RAN-kompatible Antennenstandorte. Dazu haben wir im Berichtsjahr einen Vertrag mit Nokia und Fujitsu abgeschlossen. Die Hersteller werden für diese Standorte Komponenten zur Unterstützung des Open-RAN-Netzwerks liefern.

4G
Bezeichnung für den Mobilfunk-Standard der vierten Mobilfunk-Generation (siehe LTE).
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5G
Bezeichnung für den seit 2020 eingeführten Mobilfunk-Standard, der Datenraten im Gigabit-Bereich, v. a. auf den 3,6- und 2,1-GHz-Frequenzen, bietet, Festnetz und Mobilfunk zusammen führt und das Internet der Dinge unterstützt.
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AI – Artificial Intelligence
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die Fähigkeit einer Maschine oder einer Software, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen, und Planen zu imitieren. Generative Künstliche Intelligenz (auch GenAI) – als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz – wird verwendet, um neue Inhalte wie Text, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen.
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FTTH – Fiber to the Home
FTTH bezeichnet in der Telekommunikation das Verlegen von Glasfaser-Kabeln bis in die Wohnung des Kunden.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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Glasfaser-Anschlüsse
Gesamtzahl aller FTTx-Anschlüsse (z. B. FTTC/VDSL, Vectoring sowie FTTH).
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IoT – Internet of Things
Das Internet der Dinge ermöglicht die intelligente Vernetzung von Dingen (Sensoren, Geräten, Maschinen, Fahrzeugen usw.) mit dem Ziel, Anwendungen und Entscheidungsprozesse zu automatisieren. Das IoT-Angebot der Deutschen Telekom reicht von SIM-Karten und flexiblen Datentarifen über IoT-Plattformen in der Cloud bis hin zu Komplettlösungen aus einer Hand.
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LTE – Long Term Evolution
Die Mobilfunk-Technik 4G nutzt u. a. Mobilfunk-Frequenzen im 800 MHz-Band, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind. Mit den reichweitenstarken Fernsehfrequenzen lassen sich große Flächen mit deutlich weniger Sendemasten als bisher erschließen. LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von mehr als 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload.
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Prepaid
Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen im Voraus bezahlte Kommunikationsleistungen in Form von Guthaben ohne vertragliche Bindung.
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