16 Sonstige Rückstellungen
Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2023 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 0,2 Mrd. € auf 7,9 Mrd. €.
Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie die übrigen Personalrückstellungen umfassen u. a. Rückstellungen für den Personalumbau. Diese haben sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen reduzierten sich um 0,2 Mrd. €. Im Vorjahr wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit dem seitens T‑Mobile US umgesetzten Programm zur Reduzierung des Personalbestands passiviert. Der Rückgang resultierte v. a. aus damit verbundenen Zahlungsmittelabflüssen im Geschäftsjahr.
Die übrigen Personalrückstellungen erhöhten sich um 0,4 Mrd. €, v. a. aufgrund eines Anstiegs der Rückstellungen für kurz- und langfristige variable Vergütungsbestandteile sowie der Rückstellungen für Altersteilzeit. Die Konsolidierungskreiseffekte stammen aus dem Erwerb von Ka’ena in den USA. Der Buchwert der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) lag auf Vorjahresniveau. Weiterhin umfassen die übrigen Personalrückstellungen u. a. Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen.
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen lagen auf Vorjahresniveau. Diese enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen von Vermögenswerten und die Wiederherstellung der Standorte, an denen diese sich befinden. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte.
Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Rückstellungen für Prozessrisiken um 0,4 Mrd. €. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Zahlungen zur Beilegung der bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage im Zusammenhang mit dem Cyberangriff auf T‑Mobile US im August 2021. Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen.
Weitere Informationen zum Verfahren gegen T‑Mobile US wegen Cyberangriff auf T‑Mobile US im August 2021 finden Sie in Angabe 39 „Eventualverbindlichkeiten und ‑forderungen“.
Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen lagen ebenfalls auf Vorjahresniveau. Sie werden für Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen gebildet.
Auch die übrigen sonstigen Rückstellungen lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Altlasten (Umweltschutzrückstellungen) enthalten.
Die Deutsche Telekom unterliegt bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen Zinssatzschwankungen, sodass die Auswirkung einer möglichen Zinssatzänderung auf die wesentlichen langfristigen Rückstellungen simuliert wurde. Die sonstigen, nicht personalbezogenen Rückstellungen werden mit laufzeitadäquaten und währungsraumspezifischen Zinssätzen diskontiert. Die Deutsche Telekom ermittelt hierfür Zinssätze, die Laufzeiten bis zu 30 Jahren abdecken. Die Zinsen reichen im Jahr 2024 im Euro-Währungsraum von 2,52 % bis 3,78 % (2023: von 2,95 % bis 4,10 %) sowie im US‑Dollar-Währungsraum von 4,81 % bis 6,09 % (2023: von 5,18 % bis 6,17 %). Bei einer Erhöhung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte bei sonst unveränderten Annahmen wäre der Barwert der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 59 Mio. € (31. Dezember 2023: 62 Mio. €) niedriger gewesen. Eine Verringerung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte würde bei sonst unveränderten Annahmen zu einer Erhöhung des Barwerts der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 60 Mio. € (31. Dezember 2023: 65 Mio. €) führen.