Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und dessen Auswirkungen
Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2025 bemerkenswert widerstandsfähig – trotz hoher politischer Unsicherheit und gestiegener Handelsbarrieren. Sie wurde getragen von vorgezogenen Produktions- und Handelsströmen, hohen Investitionen in Rechenzentren und Künstliche Intelligenz (KI) sowie unterstützenden fiskalpolitischen Maßnahmen und einem zunehmend lockereren geldpolitischen Umfeld im Zuge von Leitzinssenkungen. Dennoch hat sich das Wachstum im Welthandel im Verlauf des Berichtsjahres abgeschwächt. Die Arbeitsmärkte blieben insgesamt robust, zeigen jedoch erste Anzeichen einer Abschwächung.
Die Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung bleibt weiterhin hoch. Insbesondere die anhaltend hohen geopolitischen Spannungen stellen einen bedeutenden Risikofaktor dar. Vor dem Hintergrund zunehmender importbeschränkender Maßnahmen großer Volkswirtschaften ist die Unsicherheit in der Handelspolitik weiter gestiegen. Hingegen könnte eine Belebung des privaten Konsums auf breiterer Basis im kommenden Jahr zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. Mittelfristig dürften Fortschritte bei der digitalen Transformation und der breitere Einsatz künstlicher Intelligenz das Produktivitätswachstum unterstützen. Der Konjunkturausblick bleibt jedoch weiterhin mit bedeutenden Abwärtsrisiken behaftet.
Die Telekommunikationsbranche hat sich bislang als vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber Konjunkturschwankungen erwiesen.
Weitere Informationen zur konjunkturellen Entwicklung finden Sie im Kapitel „Wirtschaftliches Umfeld“ im zusammengefassten Lagebericht.
Der Deutschen Telekom ist bewusst, dass ein Fortschreiben von Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Zukunft gerade unter den aktuellen Entwicklungen nur begrenzt möglich ist. Die Deutsche Telekom setzt sich fortlaufend mit den Herausforderungen auseinander und berücksichtigt diese bei Geschäftsentscheidungen im Rahmen der Entwicklung von Maßnahmen zur Risikobegrenzung. So wird z. B. Zinsänderungsrisiken durch ein aktives Zins-Management begegnet indem jährlich unter Berücksichtigung des geplanten Zinsergebnisses ein maximaler Anteil für die variabel verzinsten Verbindlichkeiten festgelegt wird. Hinsichtlich ihrer Energieversorgung folgen die Landesgesellschaften der Deutschen Telekom unterschiedlichen Beschaffungsstrategien, wie z. B. das Abschließen von Power Purchase Agreements, um langfristige Liefersicherheit und angemessene Preisgestaltung in Einklang zu bringen.
Weitere Informationen zu Maßnahmen der Risikobegrenzung finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ im zusammengefassten Lagebericht.
Ebenfalls berücksichtigt die Deutsche Telekom die Entwicklungen des wirtschaftlichen Umfelds bei der Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss, z. B. bei der Ermittlung der Werthaltigkeit des Goodwill, dem Ansatz von latenten Steuern, der Bewertung von Rückstellungen, Finanzinstrumenten sowie von Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen.