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Produkt und Technologie

Im Geschäftsjahr 2025 wurde der Vorstandsbereich von „Technologie und Innovation“ in „Produkt und Technologie“ umbenannt. Mit diesem Schritt unterstreichen wir die zunehmende Bedeutung eines integrierten Ansatzes bei der Deutschen Telekom: Innovation entsteht nicht isoliert, sondern durch das Zusammenspiel von technologischer Exzellenz, datenbasierter Wertschöpfung und klarer Produktorientierung. Unser Ziel bleibt unverändert: mit leistungsstarken Netzen das bestmögliche Kundenerlebnis sicherzustellen und unsere Technologieführerschaft auszubauen.

Unsere strategischen Schwerpunkte

Unsere technologische Strategie bleibt klar ausgerichtet: Wir analysieren Trends, prüfen deren Relevanz frühzeitig, entwickeln daraus Anwendungen und skalieren diese anschließend konzernweit. Die nachstehenden vier strategischen Schwerpunkte werden künftig noch enger miteinander verzahnt.

  • Globale Größenvorteile: Nutzung unserer internationalen Infrastruktur, Plattformen und Skalenmechanismen
  • Technologische Souveränität: Sicherstellung der Unabhängigkeit durch eigene Kompetenzen, offene Standards und starke Partnerschaften
  • Datengestützte Künstliche Intelligenz (KI): verantwortungsvolle, sichere und effiziente Förderung von Produkt- und Prozessinnovationen
  • Autonome Netze: selbstoptimierende, KI-gestützte Netze, die Performance und Service-Qualität permanent verbessern

Unsere Kernkompetenz liegt in der Entwicklung von Technologie- und Produktplattformen, die wir weltweit bereitstellen, sowie in der durchgängigen Integration von Hard- und Software-Komponenten im Festnetz und Mobilfunk. Mit resilienten und zukunftssicheren Technologien ist es unser Ziel, ein herausragendes Kundenerlebnis auf nachhaltiger Kostenbasis zu schaffen – gestützt auf unsere eigene Netz- und IT-Infrastruktur und die enge Zusammenarbeit mit starken Partnern.

Unsere Aktivitäten im Produkt- und Technologieumfeld richten wir konsequent darauf aus, unsere Netz- und Technologieführerschaft zu sichern, zu stärken und das Kundenerlebnis in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und USA weiter zu verbessern. Die zunehmende Bedeutung von KI eröffnet uns zusätzliche Handlungsspielräume: Ein verantwortungsvoller Einsatz von KI unterstützt uns dabei, konkreten Mehrwert zu schaffen: sei es Kundenbedürfnisse präziser zu adressieren, Prozesse effizienter zu gestalten oder unsere Mitarbeiter im Arbeitsalltag nachhaltig zu unterstützen.

Eigenentwicklungen, Partnerschaften und Start-up-Förderung

Wir entwickeln Innovationen entlang dreier etablierter Wege – diese werden strategisch durch KI-Expertise, leistungsfähige Datenplattformen und eine konsistente Plattformlogik verstärkt.

  • Eigenentwicklungen: Die T-Labs sind der Forschungs- und Entwicklungsbereich der Deutschen Telekom. Sie fokussieren sich auf disruptive Technologien, zunehmend mit Blick auf KI-gestützte Netze, autonome Systeme und neue Formen kontextbezogener Kommunikation. Forschungsfelder wie Netze der Zukunft, Quantenkommunikation, Spatial Computing, dezentrale Systeme und Sicherheit bleiben bestehen und werden durch KI-basierte Analysetechnologie ergänzt. Die T-Labs arbeiten mit zahlreichen Universitäten weltweit zusammen.
  • Partnerschaften und Kooperationen: Um die digitale Transformation erfolgreich umsetzen zu können, greifen wir auch auf die Kompetenzen und Fähigkeiten unserer Partner zurück. Dabei setzen wir weltweit auf Innovationskraft und kooperieren mit Unternehmen aus Deutschland, den USA, Israel, Korea, Indien und aus anderen Innovations-Hotspots.
  • Start-up-Förderung, Venture- und Wachstumskapital: Unser Tech-Inkubator hubraum verbindet Start-ups mit relevanten Geschäftseinheiten und Forschungs- und Entwicklungsinitiativen im Konzern. Durch exklusiven Zugang zu Netzen (mittels Netzwerk-APIs), zu Produktplattformen oder Testdaten können die Start-ups ihre Produkte bzw. Angebote schneller und besser entwickeln und testen. Die globale T Challenge, die gemeinsam mit T‑Mobile US durchgeführt wird, fördert Start-ups bei der Entwicklung zukunftsweisender Lösungen, die zur digitalen Transformation und Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Telekom beitragen. Venture- und Wachstumskapital wird sowohl direkt durch unser strategisches Beteiligungsvehikel T.Capital, als auch über unsere Investitionen in die Investment-Management-Gruppe DTCP bereitgestellt. Wir unterstützen die WIN-Initiative der Bundesregierung und stärken gemeinsam den Technologiestandort Deutschland und Europa.

Konzernweit gültige Innovationsfelder

Die Koordination dieser Aktivitäten liegt in den Vorstandsbereichen „Produkt und Technologie“ sowie „USA und Unternehmensentwicklung“ in enger Zusammenarbeit mit unseren operativen Segmenten. Unsere Innovationsaktivitäten sind unternehmensübergreifend und strategisch ausgerichtet. Einen konzernweit gültigen Rahmen dafür bilden unsere miteinander verbundenen Innovationsfelder:

  • Home Experience & TV: Breitband, Smart Home, Entertainment sowie MagentaTV
  • Digitale Kanäle: Apps und andere Kanäle für Kundenbindung und Marketing, Service sowie Entstörung (OneApp, Chatbot Frag Magenta)
  • AI Competence Center: Nutzung und Ausbau generativer KI für interne und externe Prozesse (produktorientierte KI, Prozessautomatisierung)
  • Telco-as-a-Platform: Cloudifizierung, Automatisierung und Disaggregation von Telekommunikationsnetzen
  • 6G: Entwicklung der sechsten Generation von Mobilfunknetzen
  • Sustainable Telco: Verbesserung der Energieeffizienz und -resilienz

Patent-Portfolio

Die Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsbranche wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen unsere Patentstrategie. Dabei gilt es einerseits, die Handlungsfreiheit unseres Konzerns zu erhalten. Andererseits wollen wir die Ergebnisse unserer eigenen Forschung und Entwicklung schützen und in Kooperationen und Partnerschaften nutzen. Dafür sind Patentrechte – national wie international – außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns daher intensiv der Entwicklung, Erteilung und Aufrechterhaltung eigener Patente. Im Berichtsjahr verfügt die Deutsche Telekom über einen Gesamtbestand von 8.089 Patentrechten. Unser Patent-Portfolio entwickeln wir intensiv weiter unter Berücksichtigung heutiger und zukünftig relevanter Technologien. Dies sichert in einer dynamischen Welt die Werthaltigkeit unserer Innovationen und stützt die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns. Wir lizenzieren unsere Patente insbesondere durch die Teilnahme an Patentpools.

Investitionen in Forschung und Entwicklung

Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als F&E-Aufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software, die zum Ziel hat, die Produktivität zu steigern und unsere Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten. 2025 lag der F&E-Aufwand für den Konzern bei 20 Mio. € (2024: 21 Mio. €). Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand mit 9 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 12 Mio. €). Diese Kennzahl darf jedoch nicht losgelöst betrachtet werden von unserem oben genannten Innovationsdreiklang aus Eigenentwicklungen, Partnerschaften und Start-up-Förderung. Die Investitionen unseres Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen 2025 bei 590 Mio. € und damit nahezu gleichauf mit dem Vorjahreswert von 592 Mio. €. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf das Segment Group Headquarters & Group Services entfällt. Die Investitionen der Deutschen Telekom AG in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen 2025 bei 10 Mio. € gegenüber einem Vorjahreswert von 5 Mio. €.

AI – Artificial Intelligence
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die Fähigkeit einer Maschine oder einer Software, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen und Planen zu imitieren. Generative Künstliche Intelligenz (auch GenAI) – als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz – wird verwendet, um neue Inhalte wie Text, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen.
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Spatial Computing
Diese Technologie konzentriert sich darauf, eine neue Dimension der Benutzerinteraktion für verschiedene Kundensegmente durch Einsatz von Extended-Reality-Technologien der nächsten Generation und Mensch-Maschine-Schnittstellen zu ermöglichen.
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