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Gesamtaussage des Vorstands zur Geschäfts­entwicklung im Jahr 2025

Bonn, den 17. Februar 2026

Die Deutsche Telekom war im Geschäftsjahr 2025 in einem geopolitisch und makroökonomisch herausfordernden Umfeld weiterhin verlässlich und wirtschaftete erfolgreich. Wir konzentrieren uns auf unsere Stärke, behalten Ziele im Blick und erreichen sie mit Engagement, einem klaren Plan und Zusammenhalt. Im Berichtsjahr haben wir z. B. erfolgreich die Akquisitionen in den USA abgeschlossen, gezielt in unsere Netze und Zukunftstechnologie investiert und die Digitalisierung u. a. durch den vielfältigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorangetrieben.

Unterjährig haben wir unsere Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2025 (bereinigtes EBITDA AL, Free Cashflow AL) dreimal erhöht. Unser Wachstumskurs hat sich fortgesetzt: Unser Konzernumsatz ist um 2,9 % auf 119,1 Mrd. € gestiegen. Der Service-Umsatz stieg ebenfalls um 2,9 % auf 99,4 Mrd. €. Dies ist das Ergebnis des positiven Kundenzuspruchs. Unser bereinigtes EBITDA AL stieg um 2,8 % auf 44,2 Mrd. €. Hauptgrund dafür ist die gute operative Entwicklung sowie eine weiter verbesserte Kosteneffizienz. Unser EBIT verringerte sich um 5,5 % auf 24,8 Mrd. €. Das lag v. a. an der im Jahr 2024 erfassten Wertaufholung von zuvor wertgeminderten FCC-Lizenzen der T‑Mobile US. Diese Wachstumsraten haben wir trotz eines herausfordernden Marktumfelds, insbesondere im Hinblick auf die Schwäche des US‑Dollar, erzielt. Auf organischer Basis, also unter der Annahme vergleichbarer Währungskurse und eines vergleichbaren Konsolidierungskreises, legte unser Umsatz um 4,2 % und das bereinigte EBITDA AL um 4,7 % zu.

Unser Finanzergebnis reduzierte sich auf minus 5,3 Mrd. €, da hier im Vorjahr höhere Wertaufholungen auf unsere Beteiligungen an GD Towers und GlasfaserPlus erfasst waren. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich auf 9,7 Mrd. €. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,00 €.

Unser ROCE sank im Vergleich zum Vorjahr auf 7,5 %. Ursache hierfür war eine Verringerung des operativen Ergebnisses (NOPAT). Im Geschäftsjahr 2025 hat das NOPAT nicht so stark von den zuvor beschriebenen Wertaufholungen profitiert wie im Vorjahr.

Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten verringerten sich um 4,8 Mrd. € auf 132,5 Mrd. €. Das ist zum überwiegenden Teil auf den Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) und den schwächeren US‑Dollar zurückzuführen. Erhöhend wirkten v. a. die Unternehmenstransaktionen im operativen Segment USA, die Aktienrückkaufprogramme von T‑Mobile US und Deutscher Telekom AG sowie die Dividendenausschüttungen.

Im Berichtsjahr blieben die Rahmenbedingungen auf den Telekommunikationsmärkten aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks und hoher regulatorischer Anforderungen herausfordernd. Dennoch haben wir wichtige Akquisitionen in den USA erfolgreich abgeschlossen und unsere Netzinfrastruktur konsequent ausgebaut. 2025 haben wir konzernweit Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 16,9 Mrd. € getätigt. Einschließlich der Ausgaben für Mobilfunk-Spektrum waren es 19,3 Mrd. €. Unser Fokus lag dabei auf unserer Breitband- und Mobilfunk-Infrastruktur (Glasfaser und 5G). Unser Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) stieg auf 19,5 Mrd. €. Als Unternehmen im soliden Investment-Grade-Bereich haben wir Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Die Rating-Agentur Moody’s hat unser Rating im September 2025 von Baa1/positiv auf A3/stabil angehoben.

Unsere Finanzstrategie bis 2027 präsentierten wir auf dem Kapitalmarkttag 2024. Für unsere Aktionäre behalten wir unsere attraktive Dividendenpolitik bei: Jährlich sollen 40 bis 60 % des bereinigten EPS ausgeschüttet werden. Für das Geschäftsjahr 2025 werden wir eine Dividende von 1,00 € je dividendenberechtigte Aktie vorschlagen. Diese wird auch in diesem Jahr ohne Abzug von Kapitalertragsteuer ausgezahlt. Unser neu aufgelegtes Aktienrückkaufprogramm 2026 mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2 Mrd. € haben wir am 5. Januar 2026 begonnen.

Die internationalen Aktienmärkte und der europäische Telekommunikationssektor blieben 2025 von einer starken Kursentwicklung geprägt. Nach einem soliden ersten Halbjahr 2025 beendete die T‑Aktie das Geschäftsjahr v. a. aufgrund des schwachen US‑Dollar sowie der schwächeren Entwicklung des Aktienkurses unserer US‑Tochter T‑Mobile US mit einem leichten Minus.

Wir greifen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als die zentralen Treiber für wesentliche Veränderungen in unserem Ökosystem und infolgedessen auch in unserer strategischen Ausrichtung auf. Konvergente Netze zu bauen und zu betreiben, ist weiterhin Kern unserer Strategie. Unser Ziel haben wir klar vor Augen: Wir wollen das führende digitale Telekommunikationsunternehmen sein. Im Geschäftsjahr 2025 haben wir Geschäftsmodelle digitalisiert und in Bezug auf KI Fortschritte erzielt. Unsere KI-Partnerschaft mit Nvidia war ein Meilenstein. Genauso wie unser KI-Phone. Und natürlich lassen wir uns mit KI auch selbst helfen, wo immer es geht. Dabei übernehmen wir Verantwortung. Denn wir verbinden Menschen – über Ländergrenzen, Generationen und Lebenssituationen hinweg. Wir investieren weiter in Neues, in Nachhaltigkeit und in die Zukunft. Mit dieser Haltung gehen wir in das Geschäftsjahr 2026.

5G
Bezeichnung für den seit 2020 eingeführten Mobilfunk-Standard, der Datenraten im Gigabit-Bereich, v. a. auf den 3,6- und 2,1-GHz-Frequenzen, bietet, Festnetz und Mobilfunk zusammen führt und das Internet der Dinge unterstützt.
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AI – Artificial Intelligence
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die Fähigkeit einer Maschine oder einer Software, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen und Planen zu imitieren. Generative Künstliche Intelligenz (auch GenAI) – als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz – wird verwendet, um neue Inhalte wie Text, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen.
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AL – after leases
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2019 berücksichtigt die Deutsche Telekom bei der Definition der finanziellen Leistungsindikatoren die Auswirkungen der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 „Leases“. Zur Ermittlung des „EBITDA after leases“ (EBITDA AL) wird das EBITDA um die Abschreibungen der aktivierten Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-Verbindlichkeiten angepasst. Bei der Ermittlung des „Free Cashflow after leases“ (Free Cashflow AL) wird der Free Cashflow um die Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten angepasst.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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