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32 Ertragsteuern

Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2025 entstand ein Steueraufwand in Höhe von 4,6 Mrd. €. Die Höhe des Steueraufwands spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationale Steuersätze wider. Die Steuerquote wurde jedoch durch steuerlich nicht zu berücksichtigende Wertaufholungen auf Beteiligungsbuchwerte an den GD-Tower-Gesellschaften und GlasfaserPlus gemindert. Darüber hinaus mindert die Neubewertung der Bestände latenter Steuern auf Grund der zukünftigen Senkung des Körperschaftsteuertarifs in Deutschland die Steuerquote ebenso wie die Realisierung eines steuerlichen Vorteils im operativen Segment Europa. Im Vorjahr entstand ein Steueraufwand in Höhe von 5,3 Mrd. €. Hier war die Steuerquote ebenfalls durch erfasste Wertaufholungen auf Beteiligungsbuchwerte an den GD-Tower-Gesellschaften und GlasfaserPlus gemindert, die steuerlich nicht zu berücksichtigen waren.

Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf:

Aufteilung der Ertragsteuern auf In- und Ausland

in Mio. €

 

 

 

 

2025

2024

2023

Tatsächliche Steuern

1.639

1.380

1.125

Deutschland

679

521

531

Ausland

960

859

594

Latente Steuern

2.935

3.921

2.547

Deutschland

130

491

233

Ausland

2.805

3.430

2.314

 

4.573

5.301

3.672

Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2025 beträgt bei der Deutschen Telekom 31,7 % (2024: 31,7 %; 2023: 31,4 %). Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 454 % (2024: 454 %; 2023: 445 %) zusammen.

Ableitung Effektivsteuersatz. Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von -4.573 Mio. € (als Aufwand) (2024: -5.301 Mio. € (als Aufwand); 2023: ‑3.672 Mio. € (als Aufwand)) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand/(-ertrag) ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:

Ableitung Effektivsteuersatz

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

2025

2024

2023

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

19.499

22.958

11.968

Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag)
(Nominaler Ertragsteuersatz der Deutschen Telekom AG:
2025: 31,7 %, 2024: 31,7 %, 2023: 31,4 %)

 

6.181

7.278

3.758

Anpassungen des erwarteten Steueraufwands/(-ertrags)

 

 

 

 

Auswirkungen von Steuersatzänderungen

 

(52)

(48)

30

Steuereffekte aus Vorjahren

 

(107)

(218)

(30)

Steuereffekte aus anderen Ertragsteuern

 

575

754

474

Steuerfreie Erträge

 

(74)

(11)

(82)

Steuereffekte aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

 

(288)

(765)

820

Nicht abziehbare Aufwendungen

 

192

172

86

Permanente Differenzen

 

(171)

149

(196)

Wertminderungen auf Goodwill

 

0

0

(2)

Steuereffekte aus Verlustvorträgen

 

(31)

(6)

152

Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern

 

69

72

68

Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz

 

(1.721)

(2.074)

(1.406)

Sonstige Steuereffekte

 

0

(2)

0

Ertragsteueraufwand/(-ertrag)
gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

 

4.573

5.301

3.672

Effektiver Steuersatz

%

23

23

31

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €

 

 

 

 

2025

2024

2023

Tatsächliche Ertragsteuern

1.639

1.380

1.125

davon: Steueraufwand der laufenden Periode

1.704

1.426

1.178

davon: Steueraufwand aus Vorperioden

(27)

(78)

(53)

davon: Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis

(38)

32

0

Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der latenten Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €

 

 

 

 

2025

2024

2023

Latenter Steueraufwand/(-ertrag)

2.935

3.921

2.547

davon: aus temporären Differenzen

1.715

1.508

2.146

davon: aus Verlustvorträgen

1.249

2.210

457

davon: aus Steuergutschriften

(29)

203

(56)

Ertragsteuern in der Konzernbilanz

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzernbilanz

Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzernbilanz

in Mio. €

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

Steuerforderungen

495

445

Steuerverbindlichkeiten

(563)

(736)

Tatsächliche Steuern aus Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis

 

 

Sicherungsinstrumente

(282)

(244)

Latente Steuern in der Konzernbilanz

Latente Steuern in der Konzernbilanz

in Mio. €

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

Aktive latente Steuern

660

3.682

Passive latente Steuern

(22.291)

(24.260)

 

(21.631)

(20.579)

davon: aus Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis

 

 

Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen

209

437

Neubewertungsrücklage

226

203

Sicherungsinstrumente

177

356

Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter

612

995

Anteile anderer Gesellschafter

(103)

(109)

 

509

886

Die latenten Steuern haben sie wie folgt entwickelt:

Entwicklung der latenten Steuern

in Mio. €

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

Bilanzansatz latente Steuern

(21.631)

(20.579)

Unterschied gegenüber dem Vorjahr

(1.052)

(5.062)

davon: erfolgswirksam

(2.934)

(3.921)

davon: Verrechnung mit dem sonstigen Ergebnis

(385)

(85)

davon: Verrechnung mit den Kapitalrücklagen

23

44

davon: Akquisitionen/Veräußerungen (inkl. zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen)

(17)

(84)

davon: Währungsdifferenzen

2.261

(1.016)

Die latenten Steuern auf Verlustvorträge haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der latenten Steuern auf Verlustvorträge

in Mio. €

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

Latente Steuern auf Verlustvorträge vor Wertberichtigung

2.390

3.980

Unterschied gegenüber dem Vorjahr

(1.590)

(1.962)

davon: Zugang/(Abgang)

(1.211)

(2.237)

davon: Akquisitionen/Veräußerungen (inkl. zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen)

(10)

0

davon: Währungsdifferenzen

(369)

275

Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften:

Wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften auf die latente Steuern entfallen

in Mio. €

 

 

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

 

 

 

 

 

 

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

Aktive latente Steuern

Passive latente Steuern

Kurzfristige Vermögenswerte

1.768

(980)

1.752

(1.581)

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

465

(48)

529

(45)

Vorräte

512

0

388

0

Übrige Vermögenswerte

765

(336)

829

(469)

Vertragsvermögenswerte

26

(596)

6

(1.067)

Langfristige Vermögenswerte

3.298

(36.885)

3.813

(40.461)

Immaterielle Vermögenswerte

920

(21.273)

1.165

(23.331)

Sachanlagen

485

(7.196)

605

(7.439)

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

1.891

(7.874)

2.042

(9.183)

Aktivierte Vertragskosten

2

(542)

1

(508)

Kurzfristige Schulden

1.911

(1.461)

1.875

(1.418)

Finanzielle Verbindlichkeiten

433

(173)

490

(201)

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

185

(53)

163

(38)

Sonstige Rückstellungen

385

(232)

387

(193)

Übrige Schulden

696

(632)

763

(670)

Vertragsverbindlichkeiten

212

(371)

72

(316)

Langfristige Schulden

12.202

(3.896)

14.562

(3.996)

Finanzielle Verbindlichkeiten

2.333

(1.657)

2.865

(1.595)

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

982

(1.906)

1.630

(1.953)

Sonstige Rückstellungen

761

(232)

866

(271)

Übrige Schulden

8.025

(45)

9.097

(106)

Vertragsverbindlichkeiten

101

(56)

104

(71)

Gewinnrücklagen

7

(129)

8

(164)

Steuergutschriften

227

0

217

0

Verlustvorträge

2.021

0

3.506

0

Zins- und sonstige Vorträge

286

0

1.309

0

Gesamt

21.720

(43.351)

27.042

(47.620)

davon: langfristig

16.982

(37.147)

23.905

(44.604)

Saldierung

(21.060)

21.060

(23.360)

23.360

Bilanzansatz

660

(22.291)

3.682

(24.260)

Die Verlustvorträge betragen:

Verlustvorträge

in Mio. €

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

Verlustvorträge Körperschaftsteuera

7.708

13.914

Verfallsdatum innerhalb von

 

 

1 Jahr

0

0

2 Jahren

13

0

3 Jahren

0

14

4 Jahren

1

0

5 Jahren

5

22

Nach 5 Jahren

936

1.199

Unbegrenzt vortragsfähig

6.753

12.679

a

Bei den Verlustvorträgen handelt es sich um inländische und ausländische Verlustvorträge.

Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen:

Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden

in Mio. €

 

 

 

31.12.2025

31.12.2024

Verlustvorträge Körperschaftsteuera

1.387

1.669

Verfallsdatum innerhalb von

 

 

1 Jahr

0

0

2 Jahren

13

0

3 Jahren

0

14

4 Jahren

0

0

5 Jahren

0

0

Nach 5 Jahren

761

919

Unbegrenzt vortragsfähig

613

736

Temporäre Differenzen Körperschaftsteuer

248

426

a

Bei den Verlustvorträgen handelt es sich um inländische und ausländische Verlustvorträge.

Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 35 Mio. € (31. Dezember 2024: 123 Mio. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 1 Mio. € (31. Dezember 2024: 2 Mio. €) angesetzt. Weiterhin wurden – getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen – keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 67 Mio. € (31. Dezember 2024: 95 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge und – getrennt von den gewerbesteuerlichen Ansprüchen aus temporären Differenzen – keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 4 Mio. € (31. Dezember 2024: 4 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Ansprüche angesetzt.

Auf die zuvor genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 9 Mio. € (2024: 4 Mio. €; 2023: 3 Mio. €).

Aus der Wertaufholung von aktiven latenten Steuern entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 39 Mio. € (2024: 22 Mio. €).

Latente Steueransprüche aus dem Unternehmenszusammenschluss der T‑Mobile US mit Sprint wurden in Höhe von 24 Mio. € erstmalig angesetzt.

Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 1.014 Mio. € (31. Dezember 2024: 844 Mio. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Ertragsteuern in der Gesamtergebnisrechnung

Ertragsteuern in der Gesamtergebnisrechnung

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2025

2024

2023

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor
Steuer-
effekt

Steuer-
effekt

Nach
Steuer-
effekt

Vor
Steuer-
effekt

Steuer-
effekt

Nach
Steuer-
effekt

Vor
Steuer-
effekt

Steuer-
effekt

Nach
Steuer-
effekt

Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen

1.118

(229)

889

834

(117)

717

18

61

79

Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten

271

1

272

54

0

54

(70)

2

(67)

Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

1

0

1

0

0

0

0

0

0

 

1.390

(228)

1.162

889

(117)

772

(52)

63

12

Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden, wenn bestimmte Gründe vorliegen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgswirksame Änderung

31

0

31

2

0

2

4

0

4

Erfolgsneutrale Änderung

(7.638)

0

(7.638)

3.901

0

3.901

(2.094)

0

(2.094)

Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgswirksame Änderung

1.319

(36)

1.283

1.163

(38)

1.125

921

(18)

902

Erfolgsneutrale Änderung

(1.223)

31

(1.192)

(1.116)

31

(1.085)

(838)

(17)

(855)

Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (designierte Risikokomponenten)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgswirksame Änderung

(132)

(54)

(186)

(44)

33

(11)

(33)

21

(12)

Erfolgsneutrale Änderung

787

(156)

630

(13)

(5)

(18)

(251)

75

(176)

Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (Kosten der Absicherung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgswirksame Änderung

1

0

1

1

0

1

1

0

1

Erfolgsneutrale Änderung

11

(2)

9

(4)

0

(4)

(25)

8

(17)

Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgswirksame Änderung

(2)

0

(2)

0

0

0

(4)

0

(4)

Erfolgsneutrale Änderung

28

0

28

(9)

0

(9)

(22)

0

(22)

 

(6.819)

(218)

(7.036)

3.881

21

3.902

(2.342)

69

(2.273)

Sonstiges Ergebnis

(5.429)

(445)

(5.874)

4.770

(96)

4.674

(2.394)

132

(2.262)

Überschuss/(Fehlbetrag)

 

 

14.926

 

 

17.657

 

 

21.992

Gesamtergebnis

 

 

9.052

 

 

22.331

 

 

19.730

Änderung der Steuergesetze in Deutschland

Der Bundesrat hat am 11. Juli 2025 das Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland angenommen. Das am 19. Juli 2025 in Kraft getretene Gesetz sieht u. a. die Einführung einer steuerlich degressiven Abschreibung für bestimme Wirtschaftsgüter sowie eine stufenweise Absenkung des Körperschaftsteuersatzes ab dem Jahr 2028 vor. Im Zusammenhang mit den verbesserten Abschreibungsbedingungen ist von einer teilweisen Verschiebung von Ertragsteuerzahlungen in künftige Perioden auszugehen.

Angaben zur globalen Mindestbesteuerung

Vorschriften gemäß der sog. OECD Pillar-2 Model Rules, die eine Mindestbesteuerung multinationaler Unternehmensgruppen sicherstellen sollen, wurden in Deutschland in nationales Recht umgesetzt und im Mindeststeuergesetz (MinStG) zusammengefasst. Die Deutsche Telekom fällt in den Anwendungsbereich des MinStG. Auch in vielen anderen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, erfolgte eine entsprechende Umsetzung in nationales Recht bzw. ist diese für die Zukunft vorgesehen. Dementsprechend waren auch von ausländischen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom nationale gesetzliche Vorschriften zur Mindestbesteuerung anzuwenden. In diesem Zusammenhang wurden zum 31. Dezember 2025 Rückstellungen für sog. globale Mindeststeuern in Höhe von 1 Mio. € im Konzernabschluss berücksichtigt. Der Konzern hat darüber hinaus die vom IASB im Mai 2023 veröffentlichte vorübergehende Ausnahme von den Rechnungslegungsvorschriften für latenten Steuern (IAS 12.4A) angewendet; dementsprechend werden bezogen auf die Regelungen der globalen Mindestbesteuerung keine latenten Steuern angesetzt und keine diesbezüglichen Informationen angegeben.

Änderung der Steuergesetze in den USA

Am 4. Juli 2025 wurde der sog. One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) von US‑Präsident Donald Trump unterzeichnet. Dieses Gesetz enthält zahlreiche steuerrechtliche Änderungen, u. a. hinsichtlich der Regelungen zur Abschreibung bestimmter Wirtschaftsgüter, den Abzugsbeschränkungen für Zinsaufwendungen und der Abzugsfähigkeit von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Die geänderten gesetzlichen Regelungen sind im Jahr 2025 in Kraft getreten und werden voraussichtlich eine teilweise Verschiebung von Ertragsteuerzahlungen in künftige Perioden bewirken. Es wird nach gegenwärtiger Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernüberschuss erwartet. Die Überprüfung der durch den OBBBA geänderten Steuergesetzgebung hinsichtlich ihrer Auswirkung auf den Konzernabschluss wird jedoch weiter fortgesetzt.

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