16 Sonstige Rückstellungen
Zum 31. Dezember 2025 lag der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen mit 7,9 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Dazu trugen im Wesentlichen die nachfolgend beschriebenen Sachverhalte bei.
Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie die übrigen Personalrückstellungen umfassen u. a. Rückstellungen für den Personalumbau. Diese haben sich im Geschäftsjahr 2025 wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen erhöhten sich um 0,2 Mrd. €. Dies steht v. a. im Zusammenhang mit einem im vierten Quartal 2025 seitens T‑Mobile US begonnenen Personaltransformationsprogramm. Ziel des Programms ist die Optimierung der Abläufe durch die Zentralisierung von Führungskräften und Teams, Reduzierung von Organisationsebenen und Beseitigung von Doppelrollen.
Die übrigen Personalrückstellungen reduzierten sich um 0,3 Mrd. €, u. a. aufgrund eines Rückgangs der Rückstellungen für kurz- und langfristige variable Vergütungsbestandteile. Der Buchwert der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) reduzierte sich um 0,1 Mrd. €, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg des Rechnungszinses. Zudem reduzierten Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US‑Dollar in Euro, den Buchwert um weitere 0,1 Mrd. €. Weiterhin umfassen die übrigen Personalrückstellungen u. a. Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen.
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Konsolidierungskreiseffekte, im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb von UScellular im operativen Segment USA, erhöhten den Buchwert um 0,2 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Währungskurseffekte in Höhe von 0,1 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US‑Dollar in Euro. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen von Vermögenswerten und die Wiederherstellung der Standorte, an denen diese sich befinden. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte.
Die Rückstellungen für Prozessrisiken lagen auf Vorjahresniveau. Diese betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen.
Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Sie werden für Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen gebildet.
Die übrigen sonstigen Rückstellungen lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen und Altlasten (Umweltschutzrückstellungen) enthalten.
Die Deutsche Telekom unterliegt bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen Zinssatzschwankungen, sodass die Auswirkung einer möglichen Zinssatzänderung auf die wesentlichen langfristigen Rückstellungen simuliert wurde. Die sonstigen, nicht personalbezogenen Rückstellungen werden mit laufzeitadäquaten und währungsraumspezifischen Zinssätzen diskontiert. Die Deutsche Telekom ermittelt hierfür Zinssätze, die Laufzeiten bis zu 30 Jahren abdecken. Die Zinsen reichen im Jahr 2025 im Euro-Währungsraum von 2,43 % bis 5,04 % (2024: von 2,52 % bis 3,78 %) sowie im US‑Dollar-Währungsraum von 4,26 % bis 6,53 % (2024: von 4,81 % bis 6,09 %). Bei einer Erhöhung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte bei sonst unveränderten Annahmen wäre der Barwert der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 64 Mio. € (31. Dezember 2024: 59 Mio. €) niedriger gewesen. Eine Verringerung des Rechnungszinses um 50 Basispunkte würde bei sonst unveränderten Annahmen zu einer Erhöhung des Barwerts der wesentlichen langfristigen sonstigen Rückstellungen um 67 Mio. € (31. Dezember 2024: 60 Mio. €) führen.