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6 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte

in Mio. €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst erstellte immaterielle Vermögens­werte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte

Goodwill

Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögens­werte in Entwicklung

 

 

 

Gesamt

Erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

LTE-Lizenzen

UMTS-Lizenzen

GSM-Lizenzen

FCC-Lizenzen (T-Mobile US)

5G-Lizenzen

Übrige
erworbene
immaterielle
Vermögens­werte

 

 

Gesamt

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand zum 31. Dezember 2023

13.032

140.687

1.964

5.696

617

1.232

97.942

2.711

30.526

37.887

2.340

193.945

Währungsumrechnung

540

7.323

16

(35)

(1)

2

6.306

0

1.035

1.367

69

9.299

Veränderung Konsolidierungskreis

1

683

65

0

0

0

0

0

619

673

0

1.357

Zugänge

592

5.301

340

0

0

0

4.290

59

612

0

3.677

9.571

Abgänge

(2.702)

(6.699)

(462)

(5)

(151)

(185)

(62)

0

(5.834)

0

(55)

(9.456)

Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

0

(963)

0

(9)

0

0

(954)

0

0

0

0

(963)

Umbuchungen

1.541

2.583

46

0

0

0

281

160

2.097

0

(4.099)

26

Stand zum 31. Dezember 2024

13.004

148.916

1.969

5.647

465

1.048

107.801

2.931

29.054

39.927

1.932

203.779

Währungsumrechnung

(1.088)

(14.340)

(39)

59

0

2

(12.299)

8

(2.072)

(2.765)

(121)

(18.314)

Veränderung Konsolidierungskreis

60

2.403

38

0

0

0

1.516

0

848

393

0

2.856

Zugänge

590

4.199

415

100

0

110

1.261

283

2.031

0

3.605

8.394

Abgänge

(1.145)

(3.523)

(360)

(1.387)

(255)

(104)

(4)

0

(1.413)

0

(253)

(4.921)

Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

0

(5.487)

0

(167)

(63)

(36)

(5.078)

0

(144)

(3)

0

(5.489)

Umbuchungen

1.852

1.648

14

0

0

0

0

20

1.614

0

(3.476)

23

Stand zum 31. Dezember 2025

13.273

133.816

2.037

4.252

147

1.019

93.199

3.242

29.919

37.552

1.687

186.328

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand zum 31. Dezember 2023

(9.024)

(31.300)

(1.369)

(3.096)

(532)

(836)

(2.547)

(408)

(22.513)

(17.591)

(26)

(57.941)

Währungsumrechnung

(413)

(823)

(8)

4

2

(1)

(138)

0

(682)

(722)

0

(1.959)

Veränderung Konsolidierungskreis

0

1

0

0

0

0

0

0

1

0

0

1

Zugänge (planmäßige Abschreibungen)

(2.268)

(4.366)

(398)

(354)

(14)

(50)

0

(145)

(3.404)

0

0

(6.633)

Zugänge (Wertminderungen)

(5)

(18)

0

0

0

(4)

0

0

(14)

0

(10)

(33)

Abgänge

2.702

6.574

459

3

151

185

55

0

5.721

0

2

9.278

Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

0

6

0

6

0

0

0

0

0

0

0

6

Umbuchungen

(10)

(11)

(3)

(4)

0

0

0

0

(4)

0

10

(12)

Zuschreibungen

0

2.630

0

0

0

0

2.630

0

0

0

0

2.630

Stand zum 31. Dezember 2024

(9.019)

(27.307)

(1.319)

(3.441)

(393)

(706)

0

(553)

(20.895)

(18.313)

(24)

(54.663)

Währungsumrechnung

839

1.327

17

(20)

1

(1)

0

(1)

1.332

1.371

0

3.537

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

0

0

0

0

0

0

0

250

0

250

Zugänge (planmäßige Abschreibungen)

(2.328)

(4.462)

(417)

(356)

(7)

(49)

0

(161)

(3.472)

0

0

(6.790)

Zugänge (Wertminderungen)

0

(2)

0

0

0

0

0

0

(2)

0

0

(2)

Abgänge

1.139

3.456

365

1.387

255

104

0

0

1.344

0

0

4.595

Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

0

406

0

167

63

36

0

0

141

0

0

406

Umbuchungen

(22)

(11)

0

1

0

0

0

0

(12)

0

23

(10)

Zuschreibungen

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Stand zum 31. Dezember 2025

(9.390)

(26.594)

(1.353)

(2.263)

(82)

(617)

0

(715)

(21.565)

(16.693)

(2)

(52.678)

Buchwerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand zum 31. Dezember 2024

3.986

121.609

650

2.206

72

342

107.801

2.379

8.159

21.613

1.908

149.115

Stand zum 31. Dezember 2025

3.883

107.223

685

1.989

66

403

93.199

2.527

8.354

20.859

1.685

133.650

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte reduzierte sich um 15,5 Mrd. € auf 133,7 Mrd. €. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US‑Dollar in Euro, in Höhe von 14,8 Mrd. € sowie Abschreibungen in Höhe von 6,8 Mrd. € wirkten buchwertreduzierend. Ebenfalls reduzierten die Umgliederungen von immateriellen Vermögenswerten in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen den Buchwert um 5,1 Mrd. €. Diese betrafen im operativen Segment USA den im Abschnitt „Vereinbarungen über Spektrumlizenzen“ beschriebenen vereinbarten Verkauf von Spektrumlizenzen an Grain in Höhe von 3,1 Mrd. € sowie den Verkauf von Spektrumlizenzen an N77 in Höhe von 1,7 Mrd. €. Darüber hinaus wurden in der Berichtsperiode weitere Vereinbarungen über den Tausch von Spektrumlizenzen getroffen. Abgänge reduzierten den Buchwert um 0,3 Mrd. €, insbesondere aufgrund einer erfolgswirksamen Ausbuchung eines bis dahin in den Anlagen im Bau befindlichen Billing-Systems im operativen Segment USA. Gegenläufig erhöhten Investitionen den Buchwert um 8,4 Mrd. €, die mit 1,9 Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum entfielen. Davon entfielen 1,3 Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum im operativen Segment USA. Dieser stand in Höhe von 0,5 Mrd. € im Zusammenhang mit dem im Abschnitt „Vereinbarungen über Spektrumlizenzen“ beschriebenen Erwerb der restlichen Lizenzen von Channel 51. Weitere 0,2 Mrd. € entfielen auf das operative Segment Deutschland und betrafen die Verlängerung der Zuteilung von Lizenzen durch die BNetzA in den Frequenzbereichen 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz. Im operativen Segment Europa wurde in Polen Mobilfunk-Spektrum in Höhe von 0,3 Mrd. € erworben. Weitere 0,2 Mrd. € entfallen auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum in der Slowakei. Diese sind innerhalb der geleisteten Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung erfasst. Darüber hinaus entfielen 1,3 Mrd. € der Investitionen auf erworbene Kundenstämme außerhalb von Unternehmenszusammenschlüssen, im Wesentlichen von Metronet. Konsolidierungskreiseffekte – im Wesentlichen aus den Erwerben von UScellular, Vistar Media und Blis – erhöhten den Buchwert um 3,1 Mrd. €. Hiervon entfielen 0,6 Mrd. € auf erworbenen Goodwill.

Weitere Informationen zu den Abschreibungen finden Sie in Angabe 27 „Abschreibungen“.

Vereinbarungen über Spektrumlizenzen

T‑Mobile US hat im Berichtsjahr mehrere mit Telekommunikationsunternehmen vereinbarte Transaktionen über den Tausch von Spektrumlizenzen vollzogen. Die beizulegenden Zeitwerte der im Rahmen dieser Transaktionen erhaltenen Lizenzen beliefen sich auf insgesamt 0,4 Mrd. €. Das daraus resultierende Ergebnis war insgesamt unwesentlich. Die im Zuge der Tauschtransaktionen hingegebenen Lizenzen mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 0,4 Mrd. € waren nach entsprechenden Umgliederungen aufgrund der abgeschlossenen Vereinbarungen und bis zum Vollzug dieser Transaktionen in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthalten.

Am 10. September 2024 hatten T‑Mobile US und N77 License Co LLC (N77) eine Vereinbarung über den Verkauf von Spektrumlizenzen getroffen, nach der N77 die Option hatte, alle oder einen Teil der verbliebenen 3,45-GHz-Spektrumlizenzen von T‑Mobile US gegen eine Barzahlung in einer bestimmten Preisspanne zu erwerben. Die Anzahl der zu verkaufenden Lizenzen wurde in Abhängigkeit von der Höhe der Finanzierungszusage festgelegt, die N77 gewährt wurde. Am 30. April 2025 hat T‑Mobile US einen Teil der Lizenzen zu einem Kaufpreis in Höhe von 2,0 Mrd. US‑$ (1,8 Mrd. €) an N77 verkauft. Aus dem Verkauf resultierte ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mrd. €. Zuvor wurde die Genehmigung der US‑Regulierungsbehörde FCC erteilt. Die im Zuge der Transaktion hingegebenen Lizenzen mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 1,7 Mrd. € waren nach entsprechenden Umgliederungen aufgrund der abgeschlossenen Vereinbarung und bis zum Vollzug dieser Transaktion in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthalten.

Am 8. August 2022 hatte T‑Mobile US mit Channel 51 License Co LLC und LB License Co, LLC (Veräußerer) Vereinbarungen über den Erwerb von Spektrumlizenzen im 600-MHz-Bereich zu einem Kaufpreis von insgesamt 3,5 Mrd. US‑$ (3,2 Mrd. €) getroffen. Am 30. März 2023 hatten die Vertragspartner weiterhin vereinbart, dass die Transaktion in zwei separate Tranchen aufgeteilt wird. Die FCC hatte dem Transfer der Lizenzen der ersten Tranche zuvor zugestimmt. Der Transfer der ersten Tranche wurde am 24. Juni 2024 vollzogen. Die entsprechende Kaufpreiszahlung in Höhe von 2,4 Mrd. US‑$ (2,2 Mrd. €) wurde am 5. August 2024 entrichtet. Am 22. Oktober 2024 hat die FCC dem Transfer von bestimmten Lizenzen der zweiten Tranche zugestimmt. Der Transfer dieser Lizenzen und die damit verbundene Kaufpreiszahlung in Höhe von 0,5 Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €) wurde am 6. Dezember 2024 vollzogen. Für die restlichen Lizenzen der zweiten Tranche wurde die Transaktion am 2. Juni 2025 mit der Kaufpreiszahlung in Höhe von 0,6 Mrd. US‑$ (0,5 Mrd. €) abgeschlossen. Zuvor wurde die Genehmigung der FCC erteilt.

Weitere Informationen finden Sie in Angabe 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen“.

Folgende Vereinbarungen werden in Zukunft Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom haben:

T‑Mobile US hat am 30. Mai 2025 eine Vereinbarung über den Verkauf von 800-MHz-Spektrumlizenzen an Konzerngesellschaften von Grain Management, LLC (Grain) getroffen. Sie sieht vor, dass T‑Mobile US für die Spektrumlizenzen eine Barzahlung in Höhe von 2,9 Mrd. US‑$ (2,5 Mrd. €) sowie Spektrum im 600-MHz-Bereich von Grain erhält. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass T‑Mobile US unter bestimmten Voraussetzungen einen Anteil zukünftiger Gewinne aus Weiterverkäufen des 800-MHz-Spektrums von Grain erhält. Seit dem 30. Mai 2025 werden die entsprechenden Lizenzen mit einem Buchwert von 3,1 Mrd. € als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen der FCC sowie weiterer Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Das Ergebnis aus dem Verkauf wird für die Ertragslage des Konzerns voraussichtlich unwesentlich sein.

Am 12. September 2023 hat T‑Mobile US mit dem US‑Kabelnetzbetreiber Comcast Corporation (Comcast) den Erwerb von Spektrumlizenzen im 600-MHz-Bereich für einen Gesamtkaufpreis zwischen 1,2 und 3,3 Mrd. US‑$ (1,0 und 2,8 Mrd. €), abhängig von der Anzahl der zugrundeliegenden Lizenzen, vereinbart. Die endgültige Höhe des Kaufpreises wird erst zum Zeitpunkt der Übertragungsanträge bei der FCC festgelegt. Gleichzeitig haben T‑Mobile US und Comcast exklusive Leasing-Vereinbarungen getroffen. Die Leasing-Rechte für T‑Mobile US werden mindestens 2 Jahre bestehen, unabhängig davon, ob Comcast beschließt, einen Teil seiner Lizenzen aus der Kaufvereinbarung herauszunehmen. Am 13. Januar 2025 haben T‑Mobile US und Comcast eine Änderungsvereinbarung getroffen, nach der T‑Mobile US zusätzliche Spektrumlizenzen erwerben wird. Infolge der Änderungsvereinbarung beträgt der Gesamtkaufpreis zwischen 1,2 und 3,4 Mrd. US‑$ (1,0 und 2,9 Mrd. €). Ein Teilabschluss für Spektrumlizenzen im Wert von rund 45 Mio. US‑$ (38 Mio. €) wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Der Abschluss des Erwerbs der dann noch verbleibenden Lizenzen wird für das erste Halbjahr 2028 erwartet.

Weitere Informationen finden Sie in Angabe 42 „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“.

Wertaufholung 2024 bei in Vorjahren wertgeminderten FCC-Lizenzen im operativen Segment USA

In 2024 wurde in Höhe von 2,6 Mrd. € (vor Berücksichtigung latenter Steuern) eine vollständige Wertaufholung des Buchwerts der bei T‑Mobile US in der Vergangenheit erworbenen FCC-Lizenzen vorgenommen. Diese FCC-Lizenzen wurden im Rahmen eines anlassbezogenen Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA zum 30. September 2012 wertgemindert. In den Folgeperioden war regelmäßig zu prüfen, ob die Wertminderungsgründe weiterhin – ganz oder teilweise – bestanden. Der aus dem Börsenkurs der seit 2013 börsennotierten T‑Mobile US abgeleitete beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA lag bereits seit Jahren deutlich über ihrem Buchwert. Die Wertaufholung wird jedoch begrenzt durch den niedrigeren Betrag aus einerseits dem erzielbaren Betrag der wertgeminderten Spektrumlizenzen, ermittelt aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, und andererseits aus deren Anschaffungskosten. Im dritten Quartal 2017 wurde erstmalig eine Wertaufholung in Höhe von 1,7 Mrd. € (vor Berücksichtigung latenter Steuern) erfasst, die seinerzeit durch die Ergebnisse der 2017 abgeschlossenen 600-MHz-Spektrum-Auktion indiziert war. Die Bewertung der FCC-Lizenzen von Sprint zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgrund des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint zum 1. April 2020 indizierte eine weitere Wertsteigerung der PCS-Lizenzen und führte zum 31. Dezember 2020 zu einer weiteren Wertaufholung in Höhe von 1,6 Mrd. €. Da die Wertminderung der FCC-Lizenzen vollständig dem Bestand der PCS-Lizenzen zugeordnet war, unterlag nur dieser Bestand den Wertaufholungen.

Beginnend im Jahr 2024 wurde im Zusammenhang mit dem Ausbau des 5G-Netzes PCS- und AWS-Spektrum, die beide dem mittleren Frequenzbereich zuzurechnen sind, zu einem immer größeren Teil auf den gleichen Netzkomponenten eingesetzt. Das heißt, die beiden Frequenzbänder sind mittlerweile austauschbar und daher für Zwecke der Prüfung der Wertaufholung als einheitliche Bilanzierungseinheit zu betrachten. Darüber hinaus sind mit dem Abschluss der Integration des Sprint-Netzes nunmehr auch die im Rahmen des damaligen Zusammenschlusses erworbenen Lizenzen Teil der Bilanzierungseinheit. Insgesamt indizierten diese Entwicklungen einen deutlich über der Summe der Buchwerte liegenden beizulegenden Zeitwert der zusammengefassten Mid-Band-Bilanzierungseinheit. Daraufhin wurde im Jahr 2024 eine Neubewertung der kombinierten PCS- und AWS-Lizenzen der T‑Mobile US mittels der Greenfield-Methode (Level 3-Inputfaktor gemäß IFRS 13) vorgenommen, die mittels eines Marktwertverfahrens plausibilisiert wurde (Level 2-Inputfaktor gemäß IFRS 13). Grundlage des Marktwertverfahrens waren Marktpreise aus vergleichbaren Auktionen und Sekundärmarkttransaktionen sowie Analystenschätzungen. Die Einschätzungen von Analysten wurden herangezogen, weil diese Marktwertschätzungen für einzelne Frequenzbänder der Mobilfunk-Unternehmen in den USA enthielten. Aus diesen Marktpreisen wurden Multiplikatoren für den Preis in US‑Dollar pro MHz bezogen auf die Bevölkerung (Preis pro MHz/Pop) ermittelt. Ausgehend von der Bandbreite beobachtbarer Multiplikatoren wurde zur Ableitung des beizulegenden Zeitwerts der PCS- und AWS-Lizenzen der T‑Mobile US ein Multiplikator in Höhe von 1,95 US‑$ pro MHz/Pop zugrunde gelegt. Für die PCS- und AWS-Lizenzen wurde infolge der Neubewertung ein erzielbarer Betrag in Höhe von 69,8 Mrd. € ermittelt. Unter Berücksichtigung des Buchwerts von 48,6 Mrd. € ergab sich somit in 2024 eine vollständige Wertaufholung des bisher noch verbleibenden Wertminderungsbetrags der FCC-Lizenzen in Höhe von 2,6 Mrd. € die innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst wurde.

Goodwill

Im Berichtsjahr hat sich der Buchwert der Goodwills der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in den operativen Segmenten um 0,8 Mrd. € auf 20,9 Mrd. € reduziert. Dies resultierte aus folgenden Effekten:

Operatives Segment USA. Der Rückgang des Goodwill um 0,9 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus Währungskurseffekten aus der Umrechnung von US‑Dollar in Euro. Gegenläufig wirkten Konsolidierungskreiseffekte – aus den Erwerben von UScellular, Vistar Media und Blis – in Höhe von 0,6 Mrd. € auf den Buchwert des erworbenen Goodwill.

Weitere Informationen zu den Transaktionen von UScellular, Vistar Media und Blis finden Sie im Kapitel „Grundlagen und Methoden“ im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“.

Operatives Segment Europa. Die Änderungen der Goodwills in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Polen, Ungarn und Tschechische Republik resultierten im Wesentlichen aus Währungskurseffekten.

Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests. Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2025 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für die den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Goodwills und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (insbesondere FCC-Lizenzen in den USA) durch.

Die für die Werthaltigkeitstests zu ermittelnden erzielbaren Beträge wurden überwiegend auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. Diese Werte wurden – mit Ausnahme bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA (Level 1-Bewertung) – mittels eines Barwertverfahrens berechnet. Die wesentlichen Parameter sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Werthaltigkeitstests der Goodwills zum 31. Dezember 2025 führten zu keinem Wertminderungsbedarf bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Zum Abschluss-Stichtag des Vorjahres ergab sich ebenfalls kein Wertminderungsbedarf bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

Bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Griechenland, Kroatien, Montenegro und Nordmazedonien wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts berechnet. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der T‑Mobile US Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen aller anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen, wie auch beim Nutzungswert, Prognosen mit einem zehnjährigen Prognosezeitraum zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider und wird gewählt, um einen für die Berechnung der ewigen Rente nötigen stabilen Geschäftsausblick des Unternehmens zu erhalten. Dieser wird erst bei diesem Planungshorizont insbesondere aufgrund der teilweise langen Investitionszyklen in der Telekommunikationsbranche sowie der langfristig geplanten und erwarteten Investitionen zum Erwerb und zur Verlängerung von Frequenznutzungsrechten erreicht. Cashflows, die über die interne Mittelfristplanung hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Diese Wachstumsraten werden dabei für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit einzeln festgelegt. Die angesetzten Wachstumsraten orientieren sich am langfristigen realen Wachstum und an der langfristigen Inflationserwartung der Länder, in denen die jeweilige Einheit ihre Geschäftstätigkeit ausübt. Zur Erzielung der für den Zeitraum der ewigen Rente angesetzten nachhaltigen Wachstumsraten werden zusätzliche, für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit spezifisch abgeleitete, nachhaltige Investitionen berücksichtigt. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Markt- und Länderrisiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den zuvor aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch künftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, den anhaltend intensiven Wettbewerb sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe negativ auswirken.

Weitere Informationen zur Ermittlung der erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten finden Sie im Kapitel „Grundlagen und Methoden“ im Abschnitt „Ansatz und Bewertung“.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Bewertung sowie die Einordnung der den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparameter (Level) nach IFRS 13.

Übersicht über die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Bewertung sowie die Einordnung der den erzielbaren Beträgen zugeordneten Eingangsparameter (Level) nach IFRS 13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchwert
Goodwill
in Mio. €

Wert­minderung
in Mio. €

Detail­planungs­zeitraum
in Jahren

Diskontierungs­zinssätzea
in %

Nachhaltige
Wachstums­rate p.a. 
Ø in %

Level­zuordnung der Eingangs­parameterb

Deutschland

2025

4.849

0

10

5,21

0,0

Level 3

2024

4.848

0

10

4,88

0,0

Level 3

USA

2025

11.495

0

n.a.

n.a.

n.a.

Level 1

2024

12.355

0

n.a.

n.a.

n.a.

Level 1

Europa

 

 

 

 

 

 

 

Polen

2025

206

0

10

6,36

1,0

Level 3

2024

203

0

10

6,50

1,0

Level 3

Ungarn

2025

857

0

10

7,80

1,0

Level 3

2024

805

0

10

8,11

1,0

Level 3

Tschechische Republik

2025

833

0

10

5,82

1,0

Level 3

2024

801

0

10

5,02

1,0

Level 3

Kroatien

2025

506

0

10

5,80

1,0

Nutzungswert

2024

506

0

10

5,85

1,0

Nutzungswert

Slowakei

2025

417

0

10

5,19

1,0

Level 3

2024

417

0

10

5,46

1,0

Level 3

Griechenland

2025

422

0

10

5,54

1,0

Nutzungswert

2024

422

0

10

5,54

1,0

Level 3

Österreich

2025

613

0

10

5,64

1,0

Level 3

2024

613

0

10

5,56

1,0

Level 3

Übrigec

2025

53

0

10

7,97–8,96

1,0

Nutzungswert

2024

53

0

10

8,00–8,22

1,0

Nutzungswert

Systemgeschäft

2025

18

0

10

8,50

1,0

Level 3

2024

0

0

10

8,37

1,0

Level 3

Group Headquarters & Group Services

 

 

 

 

 

 

 

Deutsche Telekom IT

2025

590

0

10

8,40

1,0

Level 3

2024

590

0

10

8,23

1,0

Level 3

Gesamt Deutsche Telekom

2025

20.859

0

 

 

 

 

2024

21.613

0

 

 

 

 

a

Diskontierungszinssatz einheitlich nach Steuern. Der Diskontierungszinssatz vor Steuern für die Berechnung des Nutzungswerts beträgt für Griechenland 7,19 % (2024: n.a.), Kroatien 6,99 % (2024: 7,06 %) und für Übrige 9,40 % bis 10,00 % (2024: 9,03 % bis 9,79 %).

b

Levelangabe der Eingangsparameter im Fall beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

c

Hierin enthalten sind Goodwills der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Montenegro und Nordmazedonien.

Die Sensitivitätsanalysen für den Wertminderungsbedarf infolge einer Änderung der wesentlichen Einflussparameter auf die Bewertung haben für keine zahlungsmittelgenerierende Einheit, der Goodwill zugeordnet ist, zu einem Wertminderungsbedarf geführt. Jeweils isoliert analysiert wurden dabei Änderungen des Diskontierungszinssatzes und der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils 50 Basispunkte sowie des Nettozahlungsstroms um 5 Prozentpunkte.

Wertminderungen der langfristigen Vermögenswerte im operativen Segment Europa. Im Berichtsjahr wurden Wertminderungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte von insgesamt 71 Mio. € erfasst. Aus anlassbezogenen Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien wurden im operativen Segment Europa Wertminderungen in Höhe von insgesamt 50 Mio. € erfasst. Insgesamt entfielen die Wertminderungen mit 27 Mio. € auf Nutzungsrechte, mit 20 Mio. € auf Sachanlagen und mit 2 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte. Dabei ergaben sich die Wertminderungen unterjährig wie folgt:

Im ersten Halbjahr 2025 wurden aus einem anlassbezogenen Werthaltigkeitstest der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien im operativen Segment Europa Wertminderungen in Höhe von 40 Mio. € erfasst. Die Beteiligung in Rumänien operierte in einem strukturell herausfordernden und wettbewerbsintensiven Markt. Dabei lag der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bei 17 Mio. € und um 40 Mio. € unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Kaufangeboten abgeleitet.

Zum 30. September 2025 wurden die Vermögenswerte und Schulden der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Rumänien aufgrund der am 19. September 2025 geschlossenen Vereinbarung über ihren Verkauf in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen bzw. Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen umgegliedert. Aus dem in diesem Zusammenhang durchgeführten Werthaltigkeitstest wurden weitere Wertminderungen in Höhe von 10 Mio. € erfasst. Dabei lag der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bei minus 3 Mio. € und um 10 Mio. € unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 5,9 Mrd. € (31. Dezember 2024: 6,0 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der wesentliche Anteil entfällt auf von T‑Mobile US eingegangene Verpflichtungen.

Weitere Informationen finden Sie in Angabe 42 „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“.

Die von der Deutschen Telekom erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf 20,0 Mio. € (2024: 21,3 Mio. €).

5G
Bezeichnung für den seit 2020 eingeführten Mobilfunk-Standard, der Datenraten im Gigabit-Bereich, v. a. auf den 3,6- und 2,1-GHz-Frequenzen, bietet, Festnetz und Mobilfunk zusammen führt und das Internet der Dinge unterstützt.
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