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Investitionen

Das Herzstück unserer Wertschöpfung sind unsere Netze und unsere Technologie. Deshalb bauen wir unsere Fest- und Mobilfunknetze konsequent aus und verzahnen sie miteinander. Denn unser strategisches Ziel ist, unseren Kunden jederzeit und überall die schnellstmögliche Verbindung in hervorragender Qualität anzubieten. Auch für die Zukunft setzen wir weiter auf hohe Investitionen. Auf unserem Kapitalmarkttag 2024 haben wir angekündigt, bis 2027 rund 21 % unserer Service-Umsätze wieder zu investieren (Deutsche Telekom ohne T‑Mobile US und ohne Investitionen in Spektrum). Im Jahr 2025 investierten wir konzernweit 16,9 Mrd. € v. a. in den Aufbau und Betrieb von Netzen (Spektruminvestitionen nicht berücksichtigt), davon entfallen 5,9 Mrd. € allein auf Deutschland. Damit investieren wir mehr als jeder einzelne unserer Wettbewerber in Deutschland. Für hervorragende Qualität und einen noch schnelleren und effizienteren Netzausbau gehen wir auch neue Wege, z. B. mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz für eine bedarfsgerechtere oder stärker automatisierte Infrastrukturplanung und ‑ausbau. Eine integrierte Steuerung verbessert die Auslastung unserer Infrastruktur und erhöht die Effizienz in Betrieb sowie Wartung.

Glasfaserbasierte Festnetze sind die Grundlage für integrierte Netzerlebnisse. Mit Priorität bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. In Deutschland haben wir im Jahr 2025 weiteren 2,5 Mio. Haushalten und Unternehmen per Eigenausbau und Kooperationen Zugang zu Glasfaser-Anschlüssen (FTTH) ermöglicht. Damit können nun 12,6 Mio. Haushalte und Unternehmen in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss bei uns buchen. 2026 möchten wir das Level beim Glasfaser-Ausbau beibehalten und einer ähnlichen Anzahl an neuen Haushalten Zugang zu Glasfaser ermöglichen. Bis 2030 soll jeder Haushalt und jedes Unternehmen in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss bekommen können. Unser Anspruch ist es, dass Telekom Deutschland einen Großteil davon bauen wird. Der Breitband-Markt in Deutschland ist geprägt von geringem, abnehmendem Wachstum und anhaltend starkem Wettbewerb, v. a. durch alternative Netzbetreiber. Die Nutzung von Glasfaser steigt spürbar. Gleichzeitig findet eine Verschiebung von DSL zu FTTH statt. Mehr als 580 Tsd. neue Kunden haben sich 2025 für einen unserer Glasfaser-Anschlüsse entschieden. Das ist eine Steigerung von rund 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Diesem positiven Trend stehen Kündigungen insbesondere bei DSL-Anschlüssen gegenüber, was dazu führt, dass wir im Berichtsjahr rund 50 Tsd. Breitband-Kunden verloren haben. Um zukünftig noch mehr Kunden für unser Glasfasernetz zu gewinnen und somit wieder im Breitband-Markt zu wachsen, haben wir unsere Glasfaser-Strategie im Berichtsjahr angepasst. Wir setzen zukünftig stärker auf den Vollausbau von Gebäuden, insbesondere Mehrfamilienhäusern im städtischen Raum, auf verstärkten Vertrieb und auf den Ausbau in ländlichen Gebieten.

Neben dem Eigenausbau setzen wir auch auf Kooperationen: Bislang kooperieren wir deutschlandweit mit rund 50 Partnern (z. B. Stadtwerke Münster, Kassel und Regensburg), bei rund der Hälfte davon kommt das Modell der „Fiber-Plattform“ zum Einsatz. Das bedeutet: Die regionalen Partner übernehmen den Ausbau der Glasfaser vor Ort, Telekom Deutschland mietet die passive Infrastruktur an und sichert den offenen und diskriminierungsfreien Netzbetrieb. Unsere bislang größte Kooperation haben wir im Berichtsjahr abgeschlossen: In München arbeiten wir gemeinsam mit den Stadtwerken und M-net daran, 550 Tsd. Haushalte mit Glasfaser zu versorgen. Eine weitere Kooperationsform sind Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Hierbei gründet die Deutsche Telekom mit einem Partner ein gemeinsames Ausbauunternehmen, das eigenständig agiert und durch seine Aktivitäten den Glasfaser-Ausbau beschleunigt. Wir haben in der Vergangenheit zwei Joint Ventures gegründet: Im Nordwesten Deutschlands baut seit 2020 Glasfaser NordWest (ein Gemeinschaftsunternehmen mit der EWE) das Netz der Zukunft. Darüber hinaus haben wir mit dem australischen Finanzinvestor IFM im Jahr 2022 GlasfaserPlus gegründet, die bundesweit tätig ist und sich insbesondere auf den Ausbau in ländlichen Gebieten konzentriert.

Im operativen Segment Europa konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden gegenüber dem Jahresende 2024 um 3,1 % auf 7,4 Mio. Kunden erhöhen. Insgesamt 11,3 Mio. Haushalte (Abdeckung von 43,1 %) haben in unseren europäischen Landesgesellschaften Zugang zu unserem leistungsfähigen Glasfasernetz.

Auch in den USA wollen wir unser Angebot um Breitband-Festnetz erweitern. Dazu nutzt T‑Mobile US zum einen ihre Spitzenposition in Bezug auf Mobilfunk-Spektrum im mittleren Frequenzband, um Kunden mittels Fixed Wireless Access (FWA) breitbandiges Festnetz anzubieten. Zum anderen möchte T‑Mobile US bis 2030 zwischen 12 und 15 Mio. Haushalte in den USA mit Glasfaser erreichen. Um dies zu erreichen, hat T‑Mobile US ihre Position im Berichtsjahr durch die erfolgreichen Akquisitionen von Lumos und Metronet signifikant verbessert. Zudem wird T‑Mobile US auf weitere Kollaborationen setzen. Im Berichtsjahr hat T‑Mobile US mit „T‑Mobile Fiber Home Internet“ erstmalig eigene Glasfaser-Tarife auf den Markt gebracht.

Die positive Resonanz zeigt, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen. 2025 sind wir erneut ausgezeichnet worden: Die Deutsche Telekom überzeugt im deutschlandweiten Netztest der Internet-Anbieter mit Zuverlässigkeit, Vertragstreue und der geringsten Latenzzeit: Mit der Gesamtnote 1,62 sind wir Testsieger beim Netztest der Fachzeitschrift Chip. Auch bei der Connect Leserwahl 2025 in Deutschland konnten wir erneut überzeugen und belegten den ersten Platz in den Kategorien „Festnetzanbieter“ und „IPTV Dienste“. Auch bei dem Festnetz-Test der Fachzeitung Connect sind wir in Deutschland (09/2025) und Österreich Testsieger unter den bundesweiten Anbietern. Unser Netz in Österreich ist zudem beim Ookla® Speedtest Award 2025 zum fünften Mal als schnellstes Festnetz-Internet, sowie beim Festnetz-Internet-Test von Imtest mit der Note „sehr gut“ als Testsieger ausgezeichnet worden.

Im Mobilfunk heben wir uns mit unserer durch vielfache Netztests ausgezeichneten Netzqualität vom Wettbewerb ab. Mit 5G schaffen wir ein mobiles Netz mit sehr hoher Zuverlässigkeit, extrem kurzer Reaktionszeit sowie hohen Datendurchsatzraten. Unser Ziel, bis Ende 2025 rund 99 % der Bevölkerung mit 5G zu erreichen, haben wir bereits im August des Jahres erreicht. 5G-Standalone mit innovativen Funktionen wie Network Slicing ist für unsere Privatkunden in dedizierten Tarifen verfügbar. Im Berichtsjahr haben wir gemeinsam mit Nvidia ein neues 5G+-Gaming-Angebot auf den Markt gebracht. Durch Network Slicing und intelligente Netzoptimierung ermöglichen wir besonders stabile Reaktionszeiten für mobiles Cloud Gaming direkt auf dem Handy. Für unsere Geschäftskunden ist diese Technologie bereits seit Längerem verfügbar, z. B. für Live-TV‑Übertragungen oder in 5G-Campus-Netzen für Industrie und Forschung. Um unsere Netze stets weiterzuentwickeln, setzen wir auch auf KI: Mit der Einführung des RAN Guardian Agent im Jahr 2025 setzen wir als erster Netzbetreiber auf einen hochentwickelten KI-Agenten im Netzmanagement. Der RAN Guardian Agent kann das Netzwerk-Verhalten analysieren, Leistungsprobleme erkennen und eigenständig Korrekturmaßnahmen implementieren. Er unterstützt die Mitarbeiter im Netzmanagement und verkürzt die Reaktionszeiten bei der Problembehebung im Netz erheblich. Mit dem RAN Guardian Agent machen wir einen ersten Schritt in Richtung autonomer, selbstheilender Netze.

Zum Jahresende 2025 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 91,9 % der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt.

Bei unabhängigen Netztests schneiden wir immer wieder als Sieger ab: Bei der Connect Leserwahl 2025 in Deutschland belegt die Deutsche Telekom in den Kategorien „Mobilfunknetzbetreiber“ und „Netzbetreiber-Prepaid-Karten“ wiederholt den ersten Platz. Auch bei den drei großen Mobilfunk-Netztests der Fachmagazine Chip, Connect und Computer Bild sind wir erneut Testsieger – bei Ersterem wird unser Netz sogar als einziges mit dem erstmals vergebenen Prädikat „exzellent“ bewertet. Im Netztest der deutschen Mobilfunk-Anbieter von Imtest zeigt die Deutsche Telekom die beste Gesamtleistung und erhält die Note „sehr gut“. Auch unsere Landesgesellschaften in Polen und Griechenland erhalten von Ookla die Auszeichnung für das schnellste Mobilfunknetz. Zudem hat das Mobilfunknetz von Cosmote Telekom in Griechenland in Bezug auf Geschwindigkeit und Qualität zum 11. Mal in Folge die Auszeichnung „Best in Test“ von Umlaut erhalten. Das beste Mobilfunknetz in Kroatien hat laut unabhängigen Messungen der kroatischen Regulierungsbehörde erneut Hrvatski Telekom. T‑Mobile US hat unabhängigen Netztests zufolge das beste Mobilfunknetz in den USA: Ookla bestätigt z. B. erneut die 5G-Netzführerschaft in puncto Geschwindigkeit und Performance.

Unser strategisches Ziel ist es, dass wir für unsere Produkte und Dienste die beste integrierte Netzinfrastruktur nutzen können. Daher ergänzen wir unsere eigene Infrastruktur mit der von strategischen Partnern und berücksichtigen auch alternative Zugangsnetze (z. B. Satelliten). Im Berichtsjahr hat T‑Mobile US gemeinsam mit SpaceX das Angebot T-Satellite in den USA gestartet. Dieser Service ermöglicht auch in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunk-Abdeckung Basis-Telekommunikationsleistungen mit geringen Datenmengen. Kommunikation über Satelliten ergänzt mittlerweile auch die klassischen terrestrischen IoT-Netze (NB-IoT, LTE-M, 4G und 5G). Im Berichtsjahr haben wir das Set unserer Partner für IoT-Tarife mit Satellitenkonnektivität erweitert. Deutsche Telekom IoT kann nun mit dem bestehenden Roaming-Partner Skylo und unseren neuen Partnern Sateliot und OQ Technology noch mehr Anwendungsfälle mit noch größerer geographischer Reichweite bedienen.

Die Bereitstellung von Konnektivität und Diensten auf Basis eigener und Partnerinfrastruktur setzt technologie- und domänenunabhängige Orchestrierungsfähigkeiten voraus. Diese liegen in einem separaten technischen Kontroll-Layer über der eigentlichen Infrastruktur. Mit dieser Orchestrierungsebene steuern wir das „Netz der Netze“. Um die notwendigen Orchestrierungsfähigkeiten aufzubauen, modernisieren wir unsere NT-/IT-Architektur. Wir fokussieren uns darauf, das volle Potenzial von Netzwerk-Automatisierung, Cloudifizierung und Disaggregation zu heben und somit auch deutlich schneller, flexibler und kosteneffizienter in unserer Produktion zu werden. Durch Disaggregation – also die Trennung von Hardware und Software – wird auch die Einführung neuer Lieferanten möglich. Im Berichtsjahr haben wir weitere Fortschritte beim offenen Antennen-Zugangsnetz, dem sog. Open Radio Access Network (Open RAN), gemacht. Anders als bisher funktionieren dabei Komponenten verschiedener Technologielieferanten zusammen mittels offener standardisierter Schnittstellen. Bereits über Tausend solcher Open-RAN-Standorte funken im Mobilfunknetz der Telekom Deutschland. Bis Ende 2027 planen wir mehr als 3 Tsd. Open-RAN-kompatible Antennenstandorte.

4G
Bezeichnung für den Mobilfunk-Standard der vierten Mobilfunk-Generation (siehe LTE).
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5G
Bezeichnung für den seit 2020 eingeführten Mobilfunk-Standard, der Datenraten im Gigabit-Bereich, v. a. auf den 3,6- und 2,1-GHz-Frequenzen, bietet, Festnetz und Mobilfunk zusammen führt und das Internet der Dinge unterstützt.
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5G-SA – 5G-Standalone
5G-SA ist eine Mobilfunk-Infrastruktur, die speziell für 5G-Dienste durch die Implementierung von 5G-Standards und -Protokollen im Funknetz und Controller-Kern aufgebaut wird. 5G wird meist in einem hybriden Modus bereitgestellt, der als 5G-Non-Standalone (5G-NSA) bezeichnet wird. Bei 5G-NSA wird 5G-Mobilfunk-Equipment verwendet, das über den bestehenden 4G-LTE-Kern gelegt wird. 5G-SA ist hingegen ein End-to-End-5G-Netzwerk, bietet alle Vorteile von 5G und unterliegt nicht den Beschränkungen von 4G-LTE.
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AI – Artificial Intelligence
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die Fähigkeit einer Maschine oder einer Software, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen und Planen zu imitieren. Generative Künstliche Intelligenz (auch GenAI) – als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz – wird verwendet, um neue Inhalte wie Text, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen.
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FTTH – Fiber to the Home
FTTH bezeichnet in der Telekommunikation das Verlegen von Glasfaser-Kabeln bis in die Wohnung des Kunden.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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Glasfaser-Anschlüsse
Gesamtzahl aller FTTx-Anschlüsse (z. B. FTTC/VDSL, Vectoring sowie FTTH).
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IPTV – Internet Protocol Television
IPTV bezeichnet die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen und Filmen über ein digitales Datennetz. Hierzu wird das dem Internet zugrunde liegende Internetprotokoll (IP) verwendet.
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IoT – Internet of Things
Das Internet der Dinge ermöglicht die intelligente Vernetzung von Dingen (Sensoren, Geräten, Maschinen, Fahrzeugen usw.) mit dem Ziel, Anwendungen und Entscheidungsprozesse zu automatisieren. Das IoT-Angebot der Deutschen Telekom reicht von SIM-Karten und flexiblen Datentarifen über IoT-Plattformen in der Cloud bis hin zu Komplettlösungen aus einer Hand.
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LTE – Long Term Evolution
Die Mobilfunk-Technik 4G nutzt u. a. Mobilfunk-Frequenzen im 800-MHz-Band, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind. Mit den reichweitenstarken Fernsehfrequenzen lassen sich große Flächen mit deutlich weniger Sendemasten als bisher erschließen. LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von mehr als 100 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload.
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Network Slicing
Network Slicing ist die Aufteilung einer gemeinsamen physischen Netzwerk-Infrastruktur in mehrere virtuelle, unabhängige Segmente, sog. Slices, die jeweils individuell konfiguriert sind (Datenrate, Latenz, Sicherheit, Kapazität), um unterschiedliche Anwendungsfälle zu bedienen. Es handelt sich dabei um eine Schlüsseltechnik von 5G, die verlässliche, spezialisierte End-to-End-Netzwerke ermöglicht.
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Prepaid
Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen im Voraus bezahlte Kommunikationsleistungen in Form von Guthaben ohne vertragliche Bindung.
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Roaming
Nutzung eines Kommunikationsendgeräts oder auch nur die Nutzung der Teilnehmeridentität in einem anderen Netzwerk (Visited Network) als dem Heim-Netzwerk (Home Network). Hierzu ist erforderlich, dass die Betreiber der beiden Netzwerke ein Roaming-Abkommen getroffen sowie die erforderlichen Signalisierungs- und Datenverbindungen zwischen ihren Netzen geschaltet haben. Roaming kommt z. B. bei der länderübergreifenden Nutzung von Mobiltelefonen und Smartphones zum Tragen.
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