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Strategischer und organisatorischer Nachhaltigkeits­ansatz

Unser Selbstverständnis als verantwortungsvolles Unternehmen ist als Kernelement in unserer Konzernstrategie verankert. Wir verpflichten uns zu nachhaltigem Handeln entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette – und dazu, zur Lösung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen beizutragen. Dabei bekennen wir uns ausdrücklich zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen (UN), zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex sowie zum Leitbild für verantwortliches Handeln in der Deutschen Wirtschaft. Darüber hinaus unterstützen wir wie zuvor beschrieben, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (SDGs).

Unsere CR-Strategie fokussiert vier Schwerpunkte, in denen wir mit vorbildlichem Handeln vorangehen möchten:

  1. Unser Bekenntnis zu klimaneutralem Wirtschaften
  2. Unser verbindliches Streben nach Kreislauffähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen
  3. Unsere Förderung von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe (Diversity, Equity and Inclusion, DE&I) sowie unsere Investitionen in die Weiterbildung unserer Beschäftigten
  4. Unser Engagement, eine digitale Gesellschaft mitzugestalten, die auf demokratischen Grundwerten beruht und an der alle Menschen sicher, kompetent und souverän teilhaben können

Das Fundament dieser strategischen Säulen bildet eine gute Governance. Dazu gehören für uns ein internes Kontrollsystem und ein Risiko-Management-System, einschließlich eines an der Risikolage des Unternehmens ausgerichteten Compliance-Management-Systems. Weitere bedeutsame Themen sind Datenschutz und Datensicherheit, Cybersicherheit, der Umgang mit den Grundprinzipien der digitalen Verantwortung, das Einhalten von Menschenrechten und die Gestaltung nachhaltiger Lieferketten, Kapitalanlagen nach ökologischen und sozialen Kriterien sowie transparente Kommunikation über unsere Aktivitäten im Bereich der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Die CR-Gesamtverantwortung trägt unser Vorstand: Er diskutiert und entscheidet über die wesentlichen strategischen Leitplanken und Ziele. Der Vorstand wird bei dieser Aufgabe vom Aufsichtsrat beraten und kontrolliert. Der Bereich Group Corporate Responsibility (GCR) entwickelt die konzernweite CR-Strategie einschließlich der zugehörigen Richt- und Leitlinien. Deren Ziel ist es, die Unternehmenskultur insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Innovation, ökologisches Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung weiterzuentwickeln. Seit 2022 liegt die Verantwortung für GCR im Bereich des Vorstandsvorsitzenden. Damit unterstreichen Aufsichtsrat und Vorstand, wie ernst die Deutsche Telekom ihre Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt nimmt. Quartalsweise wird der Vorstand mit dem Group Performance Report über den Status der wichtigsten Nachhaltigkeitsindikatoren informiert. Der Aufsichtsrat wird unterjährig ebenfalls regelmäßig durch GCR über die Nachhaltigkeitsstrategie und den Fortschritt ihrer Umsetzung unterrichtet. Darüber hinaus wurde 2023 ein Schulungsworkshop zur Rolle des Aufsichtsrats im Rahmen neuer Anforderungen beim Thema Nachhaltigkeit durchgeführt. Zudem wurde im Berichtsjahr das bisherige Global CR-Board als konzernweites Steuerungsgremium und vorbereitende Instanz für den Vorstand neu konzipiert.

Verantwortlich für die Umsetzung der CR-Strategie sind die Geschäftsbereiche und Segmente des Konzerns. In den operativen Segmenten wurde 2023 eine auf der Vorstandsverantwortung aufbauende Governance-Struktur etabliert: Die übergreifende CR-Verantwortung für das Segment liegt bei der jeweiligen Geschäftsleitung. Diese delegiert die inhaltliche Adaption und Umsetzung der Live-Orientierungs­sitzungen an CR-Segment-Leads. Die CR-Segment-Controller unterstützen dabei, in ihrem Segment Prozesse zur Erfassung, Konsolidierung und Analyse der ESG KPIs aufzusetzen. Konkrete Maßnahmen werden durch die CR-Manager der jeweiligen Einheiten gesteuert. Sie arbeiten im internationalen CR-Manager-Netzwerk zusammen.

Unsere Werte und Grundsätze sind in unseren Leitlinien, dem Code of Conduct, dem Menschenrechtskodex sowie in weiteren, themenspezifischen Richtlinien verankert. Die Eckpfeiler unseres Nachhaltigkeitsmanagements sind in unserer CR-Richtlinie für alle Konzerneinheiten formal und verbindlich festgeschrieben. Um die Umsetzung unserer CR-Ambitionen konzernweit weiter voranzutreiben, hat der Vorstand im Februar 2023 die weiterentwickelte und aktualisierte CR-Richtlinie beschlossen. Anschließend haben wir einen Prozess zur konzernweiten Implementierung der aktualisierten Version eingeleitet. Ende 2023 war die CR-Richtlinie bei 75 von 135 Konzerngesellschaften in Kraft gesetzt, der Roll-out wird 2024 fortgesetzt.

Ausführliche Informationen zu der CR-Richtlinie veröffentlichen wir in unserem CR-Bericht 2023.

Im Rahmen unseres CR-Controllings und -Reportings erfassen wir ESG-Daten. Diese Daten nutzen wir, um unsere ESG KPIs zu berechnen, mit denen wir unsere CR-Leistung messen und steuern. Die vergütungsrelevanten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren „Energieverbrauch“ und „CO2-Ausstoß“ (Scope 1 und 2) sind fester Bestandteil der übergeordneten Controlling-Prozesse des Konzerns. Dies gilt auch für weitere ESG KPIs, beispielweise den ESG KPI „Energy Intensity“ und die KPIs der Kreislaufwirtschaft „Nachhaltige Verpackung“ und „Rücklauf von Endgeräten“. Neben den ESG KPIs berichten wir weitere Kennzahlen und Daten, um interne und externe Transparenzanforderungen zu erfüllen.

Immer mehr Investor*innen legen ihren Fokus bei der Geldanlage auf Nachhaltigkeitsaspekte (Socially Responsible Investment, SRI). SRI-Anlageprodukte bestehen aus Wertpapieren von Unternehmen, die einer Überprüfung nach Kriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und guter Unternehmensführung (ESG) standhalten. Die Nachfrageentwicklung der T-Aktie in dieser Anlagekategorie dient uns als Indikator, um unsere Nachhaltigkeitsleistung zu beurteilen. Der ESG KPI „Nachhaltiges Investment“ gibt den Anteil von Aktien der Deutschen Telekom AG an, der von solchen Investoren gehalten wird. Wir betrachten dazu nachhaltig gemanagte Aktien auf Fondsebene. Zur besseren Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen beziehen wir die Summe der genannten Aktien auf den Streubesitz der Deutschen Telekom. Unser konzernweites Engagement für mehr Nachhaltigkeit zahlt sich aus: Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren rund 32 % der T-Aktien im Besitz von Investoren (Vorjahr: 31,3 %), die ökologische, soziale und Governance-Kriterien bei ihrer Investment-Entscheidung berücksichtigen.

Im Rahmen unserer CR-Strategie beteiligen wir uns seit vielen Jahren erfolgreich an ESG-Ratings, die wir anhand von Reputation, Relevanz und Unabhängigkeit auswählen. Wird unser gesellschaftliches und ökologisches Engagement durch die Rating-Agenturen gut bewertet, wird die T-Aktie in entsprechenden Nachhaltigkeitsindizes am Finanzmarkt gelistet. 2023 war die T-Aktie erneut in allen für uns wichtigen Nachhaltigkeitsindizes gelistet.

Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikate

 

 

 

 

 

 

 

Rating-Agentur

Indizes/Prädikate/Ranking

2023

2022

2021

2020

2019

S&P CSA

DJSI World

DJSI Europe

S&P ESG Index Series

CDP

STOXX Global Climate Change Leaders

Supplier Engagement A-List

o

MSCI

ESG Universal Indexes

ISS-ESG

„Prime“-Status (Sector Leader)

Bloomberg

Gender Equality Index

Sustainalytics

STOXX Global ESG Leadersa

UN Global Compact 100b

n.a.

FTSE Financial Times Stock Exchange

FTSE4Good

Moody’s

Euronext-Indizes, die Moody’s ESG-Daten nutzen

gelistet     nicht gelistet         o Ergebnis lag zum Veröffentlichungszeitpunkt noch nicht vor

a

In weiteren Indizes des entsprechenden Universums gelistet.

b

Index wurde im Berichtsjahr eingestellt.

Ausführliche Informationen hierzu veröffentlichen wir in unserem CR-Bericht 2023.

Sustainable Development Goals (SDGs)
Bilden den Kern der Agenda 2030, die die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen im Jahr 2015 für eine globale nachhaltige Entwicklung verabschiedet haben. Ziel ist es, weltweit wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand zu ermöglichen – im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und mit Rücksicht auf die ökologischen Grenzen des globalen Wachstums. Die Agenda gilt gleichermaßen für alle Staaten dieser Welt. Die 17 SDGs definieren Ziele, um u. a. Armut und Hunger zu reduzieren, Gesundheit und Bildung zu fördern, Gleichberechtigung zu ermöglichen, Umwelt und Klima zu schützen sowie den Konsum verantwortungsvoll zu gestalten.
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