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Corporate Responsibility und nichtfinanzielle Erklärung

Auch im Jahr 2021 hat die Deutsche Telekom ihren Beitrag zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie geleistet. In Zeiten physischer Distanz haben wir es möglich gemacht, dass Menschen in Kontakt bleiben, sich informieren und zuhause arbeiten oder lernen können. Unsere Milliardeninvestitionen in die Netzinfrastruktur haben sich ausgezahlt: Unsere Netze liefen trotz hoher Belastungen stabil. Zudem haben wir mit vielfältigen weiteren Maßnahmen einen Beitrag zur Linderung der Folgen der Corona-Krise für die Gesellschaft geleistet: Beispielsweise haben wir in Europa unseren Kunden, medizinischen Einrichtungen und Senioreneinrichtungen kostenloses Internet sowie Datenvolumen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich haben wir Schüler*innen und Student*innen den Zugang zu technischem Equipment ermöglicht, um diese in Zeiten des Distanzunterrichts zu unterstützen. Über Deutschland hinaus ist die gemeinsam mit SAP entwickelte Corona-Warn-App mit inzwischen über 34 Mio. Nutzern zu einem wichtigen persönlichen Schutzinstrument während der Pandemie geworden.

Wie wichtig der Zugang zu Mobilfunk und Internet für die Bewältigung des Alltags ist, wird oft erst deutlich, wenn das Netz ausfällt. Die Hochwasser- und Flutkatastrophe im Sommer 2021 hat in Mitteleuropa verheerende Zerstörungen verursacht – auch an unseren Netzen. Unsere Mitarbeiter*innen haben in dieser Situation erneut Außergewöhnliches geleistet: Die Flächenversorgung mit Mobilfunk war bereits Ende Juli 2021 in den betroffenen Gebieten wiederhergestellt. Um die betroffenen Bewohner*innen schnell zu unterstützen haben wir rund 5.000 Handys einschließlich SIM-Karten, Powerbanks und Schnellstarter-Pakete verteilt sowie das Datenvolumen der betroffenen Kund*innen erhöht. Zudem arbeiten wir daran, das Festnetz so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Über 96 % der bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen beschädigten 103.000 Festnetz-Anschlüsse waren zum Jahresende 2021 wieder voll funktionsfähig. In den besonders stark betroffenen Regionen bauen wir die Telekommunikationsinfrastruktur in enger Abstimmung mit Kommunen und weiteren Versorgern neu auf. Dabei setzen wir auf ein FTTH-Netz, das rund 40.000 Haushalte und Unternehmensstandorte direkt mit Glasfaser anschließen wird. Um die Menschen für die Zeit des Wiederaufbaus an das Netz zu bringen, haben unsere Techniker*innen Zwischenlösungen errichtet, z. B. wurden in Eschweiler und Stolberg die Multifunktionsgehäuse mit einer kostenlosen WLAN-Lösung ausgestattet. Unsere Mitarbeiter*innen, die in den Flutgebieten wohnen, haben wir ebenfalls z. B. mit bezahlten Freistellungen von der Arbeit und finanziellen Soforthilfen unterstützt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Mitarbeitende“.

Die Starkregenfälle waren einer internationalen Studie der World Weather Attribution in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst zufolge mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch eine Folge des Klimawandels. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, haben wir 2021 unsere Klimaziele noch einmal deutlich verschärft: Bis 2025 wollen wir Klimaneutralität für unsere direkten und indirekten Emissionen und bis spätestens 2040 für alle Emissionen entlang der Wertschöpfungskette erreichen. Bereits seit 2021 stammt der Strom der Deutschen Telekom zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen – und das konzernweit. Bei der Berechnung werden Direktbezug, Herkunftsnachweise sowie Eigenerzeugung einbezogen. In den USA wurde dies u. a. durch Power Purchase Agreements (PPAs) mit zwei zusätzlichen Windenergieparks erreicht, die im Berichtsjahr in Betrieb genommen wurden. Die hohe Bedeutung der Klimaziele zeigt sich auch in der 2021 eingeführten Steuerung und Incentivierung der Vorstände der Deutschen Telekom AG über die jährliche variable Vergütung.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Noch mehr können wir für den Klimaschutz erreichen, indem wir unseren Kund*innen helfen, CO2 einzusparen. 2021 waren in Deutschland die bei unseren Kunden ermöglichten positiven CO2-Effekte um 380 % höher als unsere eigenen CO2-Emissionen (Enablement Factor von 4,8 zu 1). Nicht nur beim Klimaschutz, auch in anderen Bereichen haben wir im Berichtsjahr wichtige Fortschritte erzielt: Alle in Deutschland neu eingeführten und mit einem „T“ gebrandeten Geräte besitzen seit 2021 eine nachhaltige Verpackung, z. B. durch den Einsatz recycelter Kartonagen. 2022 werden wir dies auf ganz Europa ausweiten.

Ein weiteres zentrales Thema war 2021 unser Engagement für digitale Teilhabe. Unsere Kampagne „#DABEI – Gegen Hass im Netz“ haben wir 2021 weitergeführt und mit dem Thema „Gaming – Wo der Spaß aufhört“ einen neuen Schwerpunkt gesetzt. Dabei setzen wir uns gemeinsam mit der Initiative #equalesports u. a. für mehr Diversität in eSports und Gaming ein und unterstützen Frauen bei der Teilhabe am Spitzen- und Breitensport.

FTTH – Fiber to the Home
(engl.) – Glasfaser bis ins Haus. Als FTTH bezeichnet man in der Telekommunikation das Verlegen von Glasfaser-Kabeln bis in die Wohnung des Kunden.
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Festnetz-Anschlüsse
Anschlüsse in Betrieb ohne Eigenverbrauch und ohne öffentliche Telekommunikationseinrichtungen, einschließlich IP-basierter Anschlüsse. In den Darstellungen des zusammengefassten Lageberichts wurden die Summen auf genauen Zahlen berechnet und auf Millionen bzw. Tausend gerundet. Prozentwerte wurden auf Basis der dargestellten Werte berechnet.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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SIM-Karte – Subscriber Identification Module
(engl.) – Teilnehmeridentitätsmodul. Chipkarte, die in das Mobiltelefon eingesetzt wird. Diese dient zur Identifikation des Mobiltelefons im Mobilfunknetz. Bei der Deutschen Telekom wird die Zahl der Kunden auf der Grundlage der aktivierten und nicht gechurnten SIM-Karten bestimmt. Im Kundenbestand werden auch die SIM-Karten eingerechnet, mit denen Maschinen automatisch miteinander kommunizieren können (M2M-Karten). Die Churn-Rate (Kundenabgangsrate) wird in unseren Ländern dem lokalen Markt entsprechend ermittelt und berichtet.
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