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Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft hat sich 2021 von der Corona-Krise erholt, ihre Auswirkungen prägen jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat der private Konsum im Zuge sinkender Neuinfektionen und rascher Impffortschritte ab dem Frühjahr 2021 deutlich angezogen. Allerdings führten seit Beginn 2021 zunehmende Liefer- und Kapazitätsengpässe zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten und bremsten in vielen Ländern die Industrieproduktion. Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Nachfrage und der angebotsseitigen Lieferengpässe sind die Erzeuger- und Verbraucherpreise stark angestiegen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2021 mit einer Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 5,9 %. Auch in unseren Kernmärkten hat sich die Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie erholt. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % gewachsen. Das Wachstum hat sich allerdings zum Jahresende 2021 aufgrund der Liefer- und Materialengpässe sowie des erneut angestiegenen Infektionsgeschehens deutlich abgeschwächt. Steigende Erzeugerpreise, Lieferengpässe und ein Anstieg der privaten Nachfrage haben in vielen Regionen der Welt im zweiten Halbjahr 2021 zu einem kräftigen Auftrieb der Inflation geführt.

Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und ‑erwartungen berechnet, ist im ersten Halbjahr 2021 stark angestiegen, in der zweiten Jahreshälfte etwas abgefallen. Im Vergleich zu der Gesamtwirtschaft lag das Geschäftsklima in der ICT-Branche auf deutlich höherem Niveau.

In den USA wuchs die Wirtschaft im Berichtsjahr um 5,7 % und erreichte bereits im zweiten Quartal 2021 das Niveau vor Ausbruch der Corona-Krise. Der deutliche Anstieg der privaten Konsumausgaben trug maßgeblich zum Wachstum bei. Der US-Arbeitsmarkt hat sich 2021 nach dem Corona-Einbruch erholt, die Arbeitslosenquote lag allerdings noch über Vorkrisenniveau. Die Verbraucherpreise sind 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Maßgebliche Ursache sind Lieferengpässe, höhere Energiepreise und steigende Mieten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden wirtschaftlichen Aktivität hat die US-Notenbank Ende 2021 beschlossen, ihre Anleihenkäufe zurückzuführen und die Weichen für Zinserhöhungen gestellt. Auch die Volkswirtschaften der Länder unseres operativen Segments Europa verzeichneten 2021 trotz teils hoher Corona-Infektionszahlen ein kräftiges Wachstum der Wirtschaftsleistung; die Erwerbslosenquoten gingen zurück. Angesichts hoher Inflationsraten haben die Zentralbanken Ungarns, der Tschechischen Republik und Polens die Zinsen angehoben.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP und der Arbeits- bzw. Erwerbslosenquoten in unseren wichtigsten Märkten. Für Deutschland wird die Arbeitslosenquote und für die übrigen Länder die Erwerbslosenquote nach ILO-Standard gezeigt.

in %

 

 

 

 

 

 

 

BIP 2019
gegenüber 2018

BIP 2020
gegenüber 2019

Schätzung
BIP 2021
gegenüber 2020

Arbeits-/Erwerbslosen­quote
2019

Arbeits-/Erwerbslosen­quote
2020

Schätzung
Arbeits-/Erwerbslosen­quote
2021

Deutschland

1,1

(4,6)

2,7

5,0

5,9

5,7

USA

2,3

(3,4)

5,7

3,7

7,7

5,5

Griechenland

1,8

(9,0)

7,1

17,9

17,6

15,3

Rumänien

4,2

(3,7)

7,0

3,9

5,0

5,0

Ungarn

4,6

(4,7)

7,4

3,3

4,1

4,1

Polen

4,7

(2,5)

4,9

3,3

3,2

3,3

Tschechische Republik

3,0

(5,8)

3,0

2,0

2,6

2,7

Kroatien

3,5

(8,1)

8,1

6,6

7,5

6,7

Niederlande

2,0

(3,8)

4,0

3,4

3,8

3,5

Slowakei

2,6

(4,4)

3,8

5,8

6,7

6,8

Österreich

1,5

(6,7)

4,4

4,8

6,0

5,0

Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, nationale Behörden. Stand Januar 2022.

in %

 

 

 

 

 

 

 

 

BIP 2019
gegenüber 2018

BIP 2020
gegenüber 2019

Schätzung
BIP 2021
gegenüber 2020

Arbeits-/
Erwerbslosen­quote
2019

Arbeits-/
Erwerbslosen­quote
2020

Schätzung
Arbeits-/
Erwerbslosen­quote
2021

 

Deutschland

1,1

(4,6)

2,7

5,0

5,9

5,7

 

USA

2,3

(3,4)

5,7

3,7

7,7

5,5

 

Griechenland

1,8

(9,0)

7,1

17,9

17,6

15,3

 

Rumänien

4,2

(3,7)

7,0

3,9

5,0

5,0

 

Ungarn

4,6

(4,7)

7,4

3,3

4,1

4,1

 

Polen

4,7

(2,5)

4,9

3,3

3,2

3,3

 

Tschechische Republik

3,0

(5,8)

3,0

2,0

2,6

2,7

 

Kroatien

3,5

(8,1)

8,1

6,6

7,5

6,7

 

Niederlande

2,0

(3,8)

4,0

3,4

3,8

3,5

 

Slowakei

2,6

(4,4)

3,8

5,8

6,7

6,8

 

Österreich

1,5

(6,7)

4,4

4,8

6,0

5,0

 

Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, nationale Behörden. Stand Januar 2022.

ICT – Information and Communication Technology
(engl.) – Informations- und Kommunikationstechnologie.
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