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Unterstützende Handlungsfelder

Sparen für Investitionen in Wachstum

Künftiges Wachstum bedarf ausreichender Investitionen. Dafür investieren wir in die eigene Innovationskraft, integrieren aber auch erfolgreich Neues von außen. Dank unserer strengen Kostendisziplin erwirtschaften wir die Mittel, die wir brauchen, um diese Investitionen zu finanzieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. „Leading Digital Telco“ bedeutet für uns auch, in puncto Effizienz der führende Telekommunikationsanbieter zu sein. Digitalisierung ist einer der wesentlichen Hebel, um die Kosteneffizienz entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette weiter zu steigern: von der Kundenschnittstelle, über unsere Produktion bis hin zum Management unserer eigenen Infrastruktur und Lieferketten. Unseren Weg der Kostentransformation beschreiten wir deshalb konsequent weiter.

Unser Beteiligungs-Portfolio steuern wir wertorientiert. Geschäftsfelder, die wir in unserem Konzern nicht angemessen weiterentwickeln können, werden veräußert. Dementsprechend haben wir im Berichtsjahr den Verkauf des 54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania Communications, die das rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange vollzogen. Wertorientiert heißt für uns aber auch, Werte zu realisieren, wenn sich attraktive Rahmenbedingungen ergeben. In diesem Kontext haben wir, nach Überprüfung strategischer Optionen, mit WP/AP Telecom Holdings IV im Berichtsjahr eine Vereinbarung zum Verkauf unserer Tochtergesellschaft T‑Mobile Netherlands unterzeichnet. Wir haben T‑Mobile Netherlands mit einer klaren Wertsteigerungsstrategie als Herausforderer im Markt positioniert und damit zu einem der am stärksten wachsenden Mobilfunk-Unternehmen in Europa entwickelt (basierend auf EBITDA AL). Der Verkauf erfolgt zu einem Unternehmenswert von 5,1 Mrd. €, der etwa dem 8,7-fachen bereinigten EBITDA AL über die vergangenen zwölf Monate entspricht. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Gleichermaßen unterstützen wir unsere Wachstumsambitionen durch Beteiligungen und Akquisitionen. In diesem Kontext haben wir mit SoftBank im Berichtsjahr eine Vereinbarung über einen Aktientausch geschlossen, wodurch die Deutsche Telekom ihre Beteiligung an T‑Mobile US auf 46,8 % erhöht hat. Darüber hinaus erwägen wir, einen Teil der Erlöse aus der vereinbarten Veräußerung der T‑Mobile Netherlands zu verwenden, um den Anteil an T‑Mobile US nochmals zu steigern. Wir erwarten, dass nach Abschluss beider Transaktionen der Kapitalanteil an T‑Mobile US bei rund 48,4 % liegen wird. Damit folgen wir der Strategie, unseren Kapitalanteil an T‑Mobile US auf mehr als 50 % zu erhöhen und langfristig die bestehende unternehmerische Kontrolle zu sichern. Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte unserer US-Aktivitäten, die im Berichtsjahr auch auf operativer Ebene von starkem Wachstum geprägt war: Wir haben auf Basis von Kundenzahlen die zweite Position im US-amerikanischen Mobilfunk-Markt weiter gefestigt und konnten allein im Jahr 2021 5,5 Mio. Neukunden gewinnen. Zudem übertrifft die Realisierung der Synergien durch den Zusammenschluss mit Sprint die Erwartungen. So hat T‑Mobile US im Berichtsjahr Synergien in Höhe von 3,8 Mrd. US‑$ erzielt statt ursprünglich geplanter 2,9 bis 3,2 Mrd. US‑$.

Vereinfachen, digitalisieren, beschleunigen & Verantwortung leben

Einfachheit bei den Angeboten und bei der Organisation macht die digitale Transformation unseres Kerngeschäfts leichter. So erhöhen wir unsere Umsetzungsgeschwindigkeit – sowohl bei der Interaktion mit dem Kunden als auch bei der Umsetzung neuer, strategischer Initiativen. Deshalb wollen wir einfacher, digitaler und schlussendlich agiler werden.

Einfachheit hat für uns zwei Stoßrichtungen. Zum einen wollen wir unseren Kunden intuitiv bedienbare Produkte und leicht verständliche Tarife, wie z. B. „MagentaEINS Unlimited“ oder „MagentaTV Entertain“ bieten. In Zukunft wollen wir die Produktkomplexität noch einmal erheblich reduzieren. Unsere Ambition ist, dass unsere Dienste mit einem Klick und jederzeit verfügbar sind. Dank erfolgreich abgeschlossener IP-Migration können wir – abhängig vom Router – in immer mehr Haushalten den Anschluss aus der Ferne provisionieren und warten. Bereits heute gelingt die technische Bereitstellung eines Breitband-Anschlusses in neun von zehn Fällen direkt im ersten Versuch. Zum anderen wollen wir intern möglichst effizient, d. h. zeit- und kostensparend agieren. Bei der Agilisierung unserer IT sind wir vielversprechend unterwegs. In den letzten drei Jahren sind wir z. B. in Deutschland bei der Entwicklung von neuer Software oder Software-basierten Produkten mehr als dreimal schneller geworden. Heute liegen wir bei der durchschnittlichen Markteinführungszeit in Deutschland bei 2,7 Monaten, in Europa bei 1,5 Monaten. Bis 2024 wollen wir hier noch besser werden und die Zeit weiter reduzieren: in Europa auf einen Monat, in Deutschland auf zwei. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft unsere Organisation, Prozesse und Entscheidungsverfahren auf den Prüfstand stellen und, wo immer möglich, weiter optimieren.

Die Digitalisierung unseres Kerngeschäfts hilft uns, das Kundenerlebnis zu verbessern und unsere Effizienz zu steigern. Unsere Sales & Service-Apps haben wir in Deutschland und Europa als zentrale, digitale Kundenschnittstellen etabliert und das Service-Angebot konsequent ausgebaut. Auf dieser Grundlage interagieren unsere europäischen Landesgesellschaften mit über 64 % unserer Kunden digital via Service-App. In Deutschland weist die „MeinMagenta“ App inzwischen eine Penetration von über 65 % auf. Wichtig für ein herausragendes und v. a. personalisiertes Erlebnis ist auch der „Rundum“-Blick auf unsere Kund*innen, unabhängig vom Kanal – online und offline. „Magenta View“ ist unser Frontend für alle Mitarbeiter*innen mit direktem Kundenkontakt mit allen notwendigen Kundendaten aus einer Quelle. Von „Magenta View“ haben am Ende des Berichtsjahres bereits über 10.000 Kolleg*innen in Deutschland profitiert. Langfristig zielen wir auf eine nahezu vollständige digitale Transformation aller Wertschöpfungsstufen ab. Dafür bauen wir auch unser Know-how in innovativen Technologien wie Künstlicher Intelligenz konsequent aus. Bereits heute können wir durch datenbasierte Analysen unsere Hardware vorausschauender warten, Kundenbedürfnisse besser verstehen und unsere Netze effizienter managen. Die voranschreitende Digitalisierung beeinflusst auch unsere eigene Art der Zusammenarbeit. Schon vor der Coronavirus-Pandemie haben wir mobiles Arbeiten im Konzern erfolgreich gelebt und haben im Jahr 2020 gemeinsam mit den Sozialpartnern ein „Manifest zur neuen Arbeit“ verabschiedet. Unser Ziel ist es, das Beste aus beiden Welten (mobile Arbeit und Präsenz) für unsere Zusammenarbeit zu verbinden. Damit sich unsere Mitarbeiter*innen in der virtuellen und hybriden Arbeitswelt gut zurecht finden, bieten wir spezielle Trainings an. 2021 haben wir z. B. mehr als 31.000 Trainings durchgeführt zu Tools, die virtuelle Zusammenarbeit noch besser ermöglichen. Die Akzeptanz digitaler Tools hat sich bei unseren Mitarbeiter*innen weiter erhöht: 86 % bewerten digitale Tools als unterstützend in der täglichen Zusammenarbeit (+4 % gegenüber der Pulsbefragung im November 2020).

Einfachheit und Digitalisierung erfordern aber auch neue Organisationsformen, Kompetenzen und kulturellen Wandel. Für noch mehr Kundenorientierung haben wir beispielsweise unseren Kundenservice mit dem „Team of Experts“-Ansatz und regionalisierten Teams in Deutschland und den USA neu organisiert. Die Vorteile: Wir sind noch näher am Kunden und können durch interdisziplinäre Teams schneller helfen. In der digitalen Welt benötigen wir aber auch neue Kompetenzen, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu meistern. Im Jahr 2021 wurden verstärkt konkrete, auf Zukunftsthemen ausgerichtete Programme, sog. „Explorer Journeys“, angeboten, um möglichst viele Beschäftigte auf zukünftige Skill-Anforderungen vorzubereiten. Rund 6.000 Beschäftigte registrierten sich 2021 für Themen wie Big Data, Digital Marketing, Künstliche Intelligenz und Software Development. Auch mit der Lernkultur-Initiative „Youlearn“ – zur Verankerung von selbstgesteuertem Lernen im Berufsalltag – haben wir die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter*innen weiter deutlich vorangetrieben. Zudem stellen wir unseren Beschäftigten mit der intelligenten Lernplattform „Percipio“ (auch bezeichnet als das „Netflix des Lernens“) sowie mit „Coursera“ (Anbieter für digitale Weiterbildungskurse hochrangiger Hochschulen) ein leistungsfähiges Weiterbildungsangebot zur Verfügung. Über 180.000 Percipio-Registrierungen seit dem dritten Quartal 2019 bestätigen unsere Bemühungen. Als Arbeitgeber leben wir Verantwortung, dazu gehören neben einer modernen Lernumgebung auch die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter*innen. Unsere Impfkampagne gegen das Coronavirus wurde sehr gut angenommen. Insgesamt wurden 45.500 Termine für Erst-, Zweit- und Kreuzimpfungen vereinbart. Unseren Beschäftigten ermöglichen wir seit dem Berichtsjahr auch eine stärkere Teilhabe am Unternehmenserfolg über das Mitarbeiter-Aktienprogramm „Shares2You“. Alle Mitarbeiter*innen der teilnehmenden Konzerngesellschaften haben hiermit die Möglichkeit, einmal im Jahr in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Für je zwei erworbene Aktien schenken wir eine Gratisaktie. Über 36.000 Mitarbeiter*innen haben am „Shares2You“-Programm 2021 teilgenommen. Unsere Bemühungen zahlen sich aus und schlagen sich in der Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen nieder: Die Frage nach der Stimmung stellt eine Vergleichbarkeit zur ehemaligen Frage nach Zufriedenheit dar und bewegt sich – wie in der Vergangenheit – mit 80 % auf einem sehr hohen Level.

Darüber hinaus richten wir zur Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung Kernunternehmensprozesse konsequent nachhaltig aus. Mit unserem Konzernprogramm #GreenMagenta wollen wir effektiv zur Klima- und Ressourcenschonung beitragen und erweitern damit unsere bisherige Klimastrategie. Mit mehr als 2,2 Mio. Geräten, die wir zurückgenommen haben, um sie entweder wiederaufzubereiten oder dem Recycling-Kreislauf zurückzuführen, tragen wir gemeinsam mit unseren Kund*innen aktiv zum Ressourcen- und Klimaschutz bei. Außerdem gilt seit 2020 ein nachhaltiger Verpackungsstandard, in dem auf Single-use-Plastik verzichtet und stattdessen auf recyclebare Materialen und umweltverträgliche Farben gesetzt wird. Alle neuen Gerätetypen unter der Marke Telekom („T-Branded“) und bereits über 60 % der neuen Verpackungen von Smartphones, die wir von unseren Lieferanten beziehen, entsprechen diesen Kriterien. Unseren eigenen Stromverbrauch decken wir seit 2021 für alle Konzerneinheiten zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien ab. Unsere Energieeffizienz – das Verhältnis von Datenvolumen im Netz und dafür aufgewendeten Strom – wollen wir bis 2024 verdoppeln. Die Außerbetriebnahme von Altplattformen, wie PSTN, die Umstellung auf effizientere Technologie, wie von 3G auf 5G, die Nutzung hocheffizienter Rechenzentren sowie der Einsatz von KI helfen hierbei. Langfristig wird auch die Umstellung von Kupfer- auf Glasfaser-Technologie einen Beitrag leisten. So können wir trotz signifikant steigenden Datenverkehrs, mehr aktiven Komponenten im Netz und einer weiteren Verdichtung unserer Netze, den Energieverbrauch in unseren Netzen in Deutschland und Europa in den Jahren bis 2024 stabil halten. Darüber hinaus setzen wir uns für eine verantwortungsvolle Digitalisierung ein. Mit unserem Label #GoodMagenta kennzeichnen wir unsere Projekte, Maßnahmen und Initiativen mit einem positiven Beitrag zu sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen in der digitalen Welt, z. B. unsere Kampagnen für digitale Zivilcourage (#DABEI – Gegen Hass im Netz), aber auch Projekte zur digitalen Demokratie (dabei-geschichten.telekom.com).

Zusammenfassend drückt sich unsere Strategie in unserem Ziel aus, der führende digitale Telekommunikationsanbieter zu sein:

  • Wir wollen führend sein bei digitalem Leben und Arbeiten sowie bei der Realisierung von Produktivitätsfortschritten für unsere Geschäftskunden. Denn nur, wenn wir führend sind, können wir wachsen und die Ansprüche unserer Kapitalgeber langfristig erfüllen.
  • Wir wollen unsere bestehenden Assets und Fähigkeiten besser nutzen, um neben unserem Kerngeschäft neue, digitale Geschäftsmodellen zu erschließen (Magenta Advantage).
  • Zentraler technischer Treiber für unsere Wachstumsfelder ist „Telko als Plattform“: die beste integrierte Netzinfrastruktur – von uns und von Partnern – sowie Cloud-basierte Kunden- und Netz-Service-Plattformen. Basis dafür ist und bleibt unser anhaltendes Engagement im Netzausbau von Glasfaser und 5G.
  • Künftiges Wachstum fördern wir durch einen sorgsamen Umgang mit unseren finanziellen Ressourcen und die konsequente Transformation zu einem einfachen, digitalen und in jeder Hinsicht agilen Unternehmen.
  • Wir sind ein verantwortungsbewusster und aktiver Teil der Gesellschaft. Wir sind Partner nicht nur auf gesellschaftlicher, sondern auch auf politischer Ebene und tragen zu einer offenen und zukunftsorientierten Weiterentwicklung aller Länder bei, in denen wir aktiv sind.
5G
Neuer Kommunikations-Standard (ab 2020 Einführung): bietet Datenraten im Gigabit Bereich, führt Festnetz und Mobilfunk zusammen, unterstützt das Internet der Dinge.
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AL – after leases
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2019 berücksichtigen wir bei der Definition unserer finanziellen Leistungsindikatoren die Auswirkungen der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 „Leases“. Zur Ermittlung des „EBITDA after leases“ (EBITDA AL) wird das EBITDA um die Abschreibungen der aktivierten Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-Verbindlichkeiten angepasst. Bei der Ermittlung des „Free Cashflow after leases“ (Free Cashflow AL) wird der Free Cashflow um die Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten angepasst.
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Glasfaser
Transportweg für optische Datenübertragung.
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IP – Internet Protocol
Herstellerneutrales Transport-Protokoll der Schicht 3 des OSI-Referenzmodells für die netzüberschreitende Kommunikation.
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Router
Koppelelemente, die zwei oder mehr Subnetze miteinander verbinden. Darüber hinaus können Router die Grenzen eines Netzwerks erweitern und den Datenverkehr kontrollieren, indem sie fehlerbehaftete Datenpakete nicht weiterleiten.
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